George W. Bush wusste, dass die Mehrheit der Guantanamo-Häftlinge unschuldig ist
Einem Bericht der britischen Tageszeitung "The Times" zufolge haben sowohl der frühere US-Präsident George W. Bush als auch US-Vizepräsident Dick Cheney und der Ex-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld gewusst, dass die Mehrheit der 742 Guantanamo-Häftlinge unschuldig sind.
Der ehemalige Staabschef des US-Außenministeriums Lawrence Wilkerson gab dieses in einer Stellungnahme für einen angeklagten Sudanesen und Guantanamo-Insassen zu und erklärte, dass trotzdem eine Entlassung als "politisch unmöglich" eingestuft wurde.
Wilkerson erläuterte, dass die Umstände, die zu den Festnahmen und den Inhaftierungen führten, nicht ans Licht der Öffentlichkeit kommen sollten. Für viele Terrorverdächtige sei afghanischen und pakistanischen Institutionen Gelder gezahlt worden, um sie nach Guantanamo auszuliefern.