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Senioren in Altersheimen werden zu oft einfach "ruhig gestellt"

In einer Studie hatte Stefan Wilm, Leiter des Instituts für Allgemeinmedizin an der Universität Witten/Herdecke 140 Senioren in Altersheimen auf ihre eingenommene Medikamente untersucht und dabei schockierende Entdeckungen gemacht.

Demnach bekommen ein Zehntel der Bewohner zur Ruhigstellung bis zu drei verschiedene Psychopharmaka verabreicht. Auch andere Tabletten werden den Senioren wohl sehr freigiebig verabreicht, so nahmen die Senioren im Schnitt sechs verschiedene Medikamente ein.

Ein Spitzenreiter der Untersuchungen hat nach Wilms Angaben sogar zehn verschiedene Medikamente also 30 Tabletten täglich eingenommen. Wilm mahnte aber, dass Senioren nicht mehr als fünf Medikamente gleichzeitig einnehmen sollen, da gerade ältere Organismen langsamer Gifte ausscheiden können.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Studie, Pflege, Altenheim
Quelle: www.net-tribune.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.04.2010 17:14 Uhr von lina-i
 
+1 | -29
 
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10.04.2010 17:31 Uhr von hnnnng
 
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@ lina: Senioren sind Organismen (...kopfschüttel)? - Ja.
Medikamente sind Gift? - Ja.

Bildzeitungsleserin? Betrunken? Kleinkind?
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10.04.2010 18:34 Uhr von lina-i
 
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10.04.2010 19:05 Uhr von Carle
 
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trotzdem: medikamentabbau durch organe kann man durchaus als entgiften bezeichnen, insbesondere bei psychopharmaka. und alte menschen sind organismen. wenn du auf der wortwahl rumhackst musst du aber auch gutgemeinte bis polemische gegenkritik gefallen lassen. mir ist egal was da steht.

zur news: danke, wusst ich schon. tut keiner was gegen, und jetzt?
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10.04.2010 19:17 Uhr von ohne_alles
 
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Benebelt, hilflos, einsam, oft ohne Angehörige, auf dem Abstellgleis der Gesellschaft befinden sich diese Menschen.

Aber so ein Senior ist ja ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Pharmaindustrie. Die sorgen schon dafür, dass die ihre Produkte richtig "platzieren".

Ekelhaft.
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11.04.2010 04:14 Uhr von Daedalus1337
 
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Rohypnol: wird den alten relativ gern gegeben... allerdings ist das Mittel auch ein Halluzinogen neben dem beruhigenden Effekt. So können die alten möglicherweise ihre verstorbenen Freunde sehen oder halt mal den Gang komplett voller Leichen... keine schöne Vorstellung.
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11.04.2010 12:00 Uhr von Facemeltor
 
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in der quelle steht pflegeheim: und nicht altersheim, da besteht schon noch ein unterschied zwischen den beiden.

In einem Pflegeheim zu leben und zu arbeiten ist alles andere als leicht. Ich kann mir schon denken wieso da so viel ruhig gestellt wird. Was wetten wir wenn man die ruhigstellung reduzieren würde, würde die zahl der pfleger, die sich irgendwie an den senioren vergehn steigen
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11.04.2010 12:41 Uhr von KeepOnRollin
 
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@ohne alles: richtig!
Es ist wirklich traurig, wie manche Senioren behandelt werden. Da fragt man sich ob man auch mal in einem Seniorenheim sein teilnahmsloses Dasein fristen muss.

Durch weniger Medikation bzw. weglassen dieser "Ruhig stell"-Medikamente könnten einige Senioren ihren Lebensabend wirklich leben.
Falls aber durch weniger Medikamente keine Besserung eintritt und man sozusagen nur mehr am Leben gehalten wird, ist das auch nicht das Wahre.

Ich würde nicht wollen, dass man mich künstlich am Leben hält. Für mich ist es Zeit zu gehen, sobald ich entweder geistig nicht mehr fähig bin am Leben teilzunehmen oder körperlich so schwach bin, dass ich nur mehr im Bett liege.
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11.04.2010 14:52 Uhr von n0rg
 
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So ist das in unseren Pflegeheimen...
Allerdings passiert das sogenannte "ruhigstellen" nicht aus faulheit des Personals, sondern weil es nicht anders geht.

Es gibt Heime in denen 1-2 Schwestern bis zu 40 Senioren alleine Betreuen müssen und da das schlichtweg unmöglich ist wird sich leider so geholfen.

Kurz um, der Staat gibt keine Gelder, daher der fatale Zustand der Pflegeheime inkl. ihrer Bewohner.
Weil daran kann man ja nichts verdienen oder sich sonst wie profilieren, da schenken wir doch lieber Israel ein paar neue U-Boote.
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24.04.2010 16:32 Uhr von JustMe27
 
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Lina: Hier ist aber nicht von einzelnen Organen die Rede, sondern von ganzen Menschen, wissenschaftlich gesehen also Organismen.

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