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C64, DDR-Rechner & Co: Informatikprofessor will Daten mit Hilfe alter Computer retten

Der Informatikprofessor Uwe Borghoff versucht mit einem einzigartigen Projekt, Informationen von alten Datenträgern zu retten. In einem ehemaligen Flugzeughangar der Bundeswehr-Universität in Neubiberg hat er eine Sammlung von Computern aus den 50er-Jahren bis zur heutigen Zeit aufgebaut.

Ein Großteil der Rechner ist noch voll funktionstüchtig. Zu seiner Sammlung, circa 2.000 Stück, zählen unter anderem Rechner von Robotron, Silicon Graphics und Cray.

Die Rechner werden von vielen Firmen, die ihre alten Rechner ausmustern, kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Einrichtung soll bis 2013 fertig gestellt sein.


WebReporter: Klopfholz
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Computer, Hilfe, Daten, Rettung, Sammlung
Quelle: www.focus.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.04.2010 13:48 Uhr von Klopfholz
 
+23 | -2
 
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Die Quelle dazu ist sehr umfangreich und lesenswert. Während Schriftrollen aus dem Mittelalter immer noch lesbar sind, gibt es jetzt schon Probleme mit 20 Jahre alten Datenträgern.
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08.04.2010 13:55 Uhr von _BigFun_
 
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08.04.2010 14:14 Uhr von ThomasHambrecht
 
+19 | -1
 
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@_BigFun_ das erscheint dir heute uninteressant, ist es aber in 300 Jahren vielleicht nicht. Ich arbeite speziell für den Erhalt der Audio-Informationen der letzten 100 Jahre.
Die Entscheidung - was gerettet werden muss - soll aber nicht heute, von irgendjemanden getroffen werden. Ein Feldpostbrief (eine Plattenaufzeichnung auf Wachs) war 1910 von einem jungen Soldaten wertlos - 100 Jahre später (2010) ist es eine berühmte Persönlichkeit und steht im Geschichtsbuch. Das gleiche gilt für Bundestagsreden aus der DDR, die auf Tonband mitgeschnitten wurden.
Keiner weiss, ob dies 2150 interessant wird.
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08.04.2010 14:16 Uhr von deathcrush
 
+5 | -1
 
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Nice :): Das würde ich mir dann gerner mal anschauen :)
Ich hoffe die machen daraus ein Museum.
Ich wollte schon immer mal "in" einem Cray Großrechner stehen :D

http://craysupercomputers.com/...
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08.04.2010 14:24 Uhr von Floppy77
 
+6 | -0
 
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@_BigFun_: Stell Dir mal vor Du langst im Rentenalter an und bekommst nichts, weil alle Datenträger mit für Dich relevanten Versicherungsdaten schon vor Jahrzehnten zerbröselt ist.

Für Daten von Behörden, Firmen und Forschung hat das seine Berechtigung, den Pottschalk würde keiner vermissen...
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08.04.2010 14:41 Uhr von httpkiller
 
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Würde ich auch gerne einmal besichtigen.
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08.04.2010 15:10 Uhr von bigpapa
 
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PRIMA IDEE: Und ich denke das er damit sogar richtig gutes Geld machen kann.

Firmen die plötzlich auf alte Daten zurückgreifen müssen, aber die Anlage vor einigen Jahren verschrottet haben. Ermittlungsverfahren wo alte Datenträger ein Beweismittel sind. (Ich denke da an digital verewigte Morde die vor 10 Jahren passiert sind).

Privatleute die Ihre Digitalen Aufnahmen auf einer Diskette haben aber diese nicht mehr abspielen können. Datensicherungsbänder die zurückgespielt werden müssen aber nicht mehr angesteuert werden können. (Alte Source-Codes von wichtiger Software).

Da Leben geht weiter, und plötzlich kommt der "autsch effekt"

Gruß

BIGPAPA
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08.04.2010 15:46 Uhr von _BigFun_
 
+1 | -4
 
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Ich geb euch ja recht aber... wenn ihr Daten für die Nachwelt aufbewahren wollt - wieso dann auf den Originalgeräten? Wäre es nicht sinnvoller die Daten welche gebunkert werden sollen auf neue Datenträger auszulagern? - Es hört sich doch heutzutage auch nicht wirklich noch wer alte Aufnahmen auf Wachswalzen an - und wenn dann sind es 2-3 Freaks die sonst nix zu tun haben - was ich aber hier nun nicht böse meine - für Museen ist es ja mal ganz interessant sowas der Nachwelt aufzuheben - aber brauchen tut es keiner mehr. Wer brauch in 300 Jahren noch Simons Basic ( gab´s mal auf dem c64) ? oder ein Tutorial wie man IIS Hackt? - Sorry dafür ist meineserachtens die Zeit heute zu kurzlebig und die Sachen sind zu unwichtig. Wer interessiert sich den heute wirklich dafür, wie Opa die Achse von seinem Ochsenkarren gedrechselt hat? Oder ist es wirklich ein großer Verlust, wenn von einem unbekannten Musiker ein Mittelmäßiges Werk im Sand der Zeit versinkt ? Die Informationen die für das Weiterkommen der Menschen wichtig sind werden erhalten bleiben - und der Rest wird versinken - wie es im Laufe der Geschichte immer so war - das ist zumindest meine Meinung - aber da denkt jeder anderst drüber - und das ist auch gut so ;)
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08.04.2010 16:53 Uhr von Leeson
 
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find ich gut: mein erster Rechner war ein Robotron...
ein riesen Teil und drei 5,25´´ Laufwerken.

Auf dem Ding hab ich angefangen mit Basic zu programmieren.
Danach haben wir uns einen 486er zugelegt.

Was für ein Fortschritt ^^
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08.04.2010 17:43 Uhr von fraro
 
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Gute Sache, wer sich gerne Computer und deren Entwicklungsgeschichte ansehen möchte, dem kann ich das Nixdorf-Museum in Paderborn empfehlen (ist auch für Kinder sehr geeignet).

http://www.hnf.de
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08.04.2010 19:56 Uhr von lebraska
 
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i love vintage: Ich finde es eine gute Idee. Am meisten fasziniert es mich dass es so eine grosse Sammlung alter Rechner gibt.

I love Vintage
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08.04.2010 21:15 Uhr von Pitbullowner545
 
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also: meine alten C64, VC20 etc Kasetten(!) und Tapes gehen noch alle :D
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09.04.2010 15:17 Uhr von Kockott
 
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Daryan74: na so schlecht wie der Support damals war mussten ja die guten alten Freundinnen auf lebendslange Laufzeit ausgelegt werden ;)
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09.04.2010 16:45 Uhr von neminem
 
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Tja das ist das gute an xml: Man kann es einfach ausdrucken und abheften ;o)
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11.04.2010 20:46 Uhr von mightyEx
 
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keine schlechte Idee: Ich denke aber, dass das überwiegende Interesse bei den alten Kult-Computern liegt. Und bei denen wurde ja schon ordentlich Pionierarbeit geleistet. Für den C64 bekommt man so ziemlich jede Software, die es damals gab auch heute noch im Internet. Wenn man noch ne alte Floppy und Disketten hat, kann man mit etwas Bastelei und einem Tool auch komplette Disk-Images anfertigen, die z.B. mit diversen Emulatoren laufen. Das gilt natürlich auch für andere Computer außer dem C64.
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17.04.2010 15:30 Uhr von Shiftleader
 
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@ThomasHambrecht: kleiner lapsus passiert.

den bundestag gab es nur in der BRD, in der DDR war es die volkskammer.

und um mielkes rede (aber ich liebe doch alle menschen ....) braucht man sich auch keine gedanken machen, die ist schon archiviert.

ansonsten ist es wirklich ein problem, audio- und videomaterial zu archivieren. und das leidige problem ist ja dann, die archivaufnahmen imer wieder in neue medien zu kopieren. und das wird dann immer so weiter gehen müssen. perspektivisch wird ein archivar dann der erstrebenswerte beruf sein

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