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Kritik aus der Wirtschaft: Zu viele Schulabgänger sind nicht ausbildungsfähig

Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) kommt bereits jeder fünfte Schulabgänger für eine Ausbildung in der Industrie kaum noch in Frage.

Aus diesem Grund könnten ausbildende Betriebe kaum noch ihre Lehrstellen mit geeigneten Auszubildenden besetzen.

Das entspräche, laut DIHK-Chef Martin Wansleben, bei circa 220.000 Betrieben, die Lehrlinge ausbilden, in etwa 50.000 Stellen, die nicht besetzt werden können.


WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schule, Industrie, Ausbildung, Lehrstelle, DIHK, Martin Wansleben
Quelle: de.news.yahoo.com

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.04.2010 13:26 Uhr von Dark_Apollo
 
+25 | -10
 
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kein Wunder, heutzutage braucht man schon für normale Lehrstellen ein Abitur. Das liegt aber eher daran das es zuviele Abiturienten gibt. Ob die nun besser als ein Realschüler sind, bezweifle ich sehr stark. Früher hatten Hauptschulabgänger kein Problem eine Lehre als Maurer bzw andere Handwerksberufe zu erlernen. Heute braucht man auch dort schon einen guten Realschulabschluß.

Ich muß noch dazu sagen. das Schulsystem an sich ist schon Schrott. Man hätte nach 1990 das DDR Schulsystem übernehmen sollen. Die Finnen haben es gemacht und landen mit ihren Schülern regelmäßig auf den 1. Platz bei PISA. So ist das kein Wunder wenn sich unsere Industrie immer öfter mit Nieten rumplagen muß.

[ nachträglich editiert von Dark_Apollo ]
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08.04.2010 13:34 Uhr von CageHunter
 
+33 | -2
 
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jaaa: "Ey Alder, haste ma ne Kippe!?", "Nö", "Ach **** Dich, Du *********" xD
Wer diesen oder ähnlichen Spruch mal auf der Strasse gehört hat, wundert sich wohl genausowenig wie ich über das Ergebnis dieser Umfrage^^

Den Schulen den schwarzen Peter zuschieben will ich hier ganz sicher nicht. Es ist eher ein Zusammenspiel von vielen Faktoren die auf diese Art und Weise erst in den letzten Jahrzehnten auftauchen :

1. Entrechtung der Lehrer : Früher durften Eltern noch in die Schule zitiert werden und sie mussten diesem Ruf nachkommen
2. Lehrer haben mehr Schüler : Dadurch kann es keine individuellen Förderungen geben, man versucht hingegen alle auf ein Level zu bekommen, wohlgemerkt VERSUCHT
3. Eltern arbeiten beide : Vor einiger Zeit war es noch üblich, dass nur ein Elternteil arbeiten geht, dies ist allerdings bei der wirtschaftlichen Lage kaum noch möglich, daher geht die Qualität der Kindeserziehung zurück
4. Mehr Arbeit : Aufgrund der vielen Arbeitsstunden, den Diensthandys, der Rufbereitschaft, dem Schichtsystem und den unbezahlten Überstunden hat man noch weniger Zeit für die Kinder
5. Medien : Das Fernsehen ist ein schlechter Erzieher, grundsätzlich nur der Unterhaltung dienend wird die Gefahr der Realitätsentfremdung meist unterschätzt und ein TV als "Beschäftigungstherapie" angesehen

Vom möglichen Migrationshintergrund möchte ich mich hier auch mal distanzieren. Dieses Thema gehört hier nicht her und wurde auch schon zur Genüge durchgekaut.
Die obigen Punkte beziehen sich viel mehr auf Leute die ihre Kinder erziehen wollen, es aber nicht so können wie es "damals" noch möglich war. Wir leben in einer rasanten Welt, wo man stets erreichbar sein muss für den Arbeitgeber und andere. Wo man mehrere Jobs benötigt um über die Runden zu kommen.

Ich finde es echt atemberaubend wie sich da die Industrie ernsthaft fragen kann warum die Qualität der Azubis da nachlassen kann...
Erziehung ist schliesslich der Grundstein eines jeden Menschen, denn das Kind kopiert das Verhalten der Eltern. Die Schulen haben nicht die Möglichkeit defizite in diesem Bereich auszugleichen und die (meisten) Lehrer geben wirklich ihr bestes um die unrealistischen Stoffpläne in die kleinen Köpfe zu bekommen.

Langsam muss wirklich was getan werden. Mehr KiTa´s, mehr Lehrer, einfach mehr Geld in die Bildung und zur Entlastung der elterlichen Arbeitsnot. Dann müssten die Statistiken auch nicht mehr gefälscht werden ;)


@Dark_Apollo
Der Grund warum man für jede x-beliebige Ausbildung ein Abitur benötigt ist nicht weil die Anforderungen der Ausbilder gestiegen sind, sondern weil die Industrie hofft, dass wenigstens Abiturienten z.B. rechnen können ;)
Unsere Hauptschulen dienen eher der Resozialisierung und selbst über Realschüler sagte ein Malermeister einst, dass sie nicht in der Lage wären eine Raumgröße zu berechnen. Was kann man als Ausbilder tun wenn die Schüler nichtmal berechnen können wieviel Farbe für ein Zimmer benötigt wird?

[ nachträglich editiert von CageHunter ]
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08.04.2010 13:34 Uhr von Benno1976
 
+11 | -13
 
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Ach, Quatsch mit Soße! Die wollen nicht ausbilden sondern billige Arbeitskräfte haben. Man kann von einem Schulabgänger nicht erwarten das er alles kann, denn zum lernen ist ja die Ausbildung da. Wenn man teilweise die Anforderungen an die zukünftigen Azubis anschaut kommen einem die Tränen! Da soll z.B. ein Koch-Azubi Abitur nachweisen können. Für was das denn?! Manche werden auch nur eingestellt wenn sie ein Praktikum im Lehrbetrieb gemacht haben oder eins oder mehrere vorweisen können. Oder sie sollen Beruferfahrung(!) mitbringen, hab ich auch schon gelesen.
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08.04.2010 13:37 Uhr von Benno1976
 
+2 | -3
 
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@ Dark_Apollo: Stimme ich Dir voll zu!
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08.04.2010 13:47 Uhr von azru-ino
 
+4 | -6
 
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Spongebob: ist schuld. Verbietet Spongebob! hehe
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08.04.2010 14:12 Uhr von deathcrush
 
+9 | -5
 
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Es ist wirklich so: Tja ich habe nicht umsonst 2 Ausbildungen gemacht.
1. Informationstechnischer Assistent (ITA Vollschulische Ausbildung)
2. Fachinformatiker für Systemintegration

Nur so habe ich überhaupt eine Ausbildung in einem Betrieb bekommen.
Alle Firmen bei denen ich mich beworben habe (wohlbemerkt als Azubi) wollten sie von mir Dinge wissen die ich als "normaler" Realschüler nicht hätte wissen können ohne einschlägige Erfahrung im IT Sektor.
Das ist FAKT!
Ohne den ITA wär es sehr sehr schwer gewesen überhaupt noch eine Ausbildung im Betrieb machen zu können.
Da kann man doch sehen wohin das geht?!
Die wollen Heutzutage von vornherein einen Azubi der die Arbeit eines Vollverdieners erledigt.
In der Firma habe ich übrigens nichts mehr gelernt, ausser die Firma zu verstehen und was hier Produziert wird.
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08.04.2010 14:14 Uhr von Pummelluff3
 
+5 | -3
 
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Nicht bei den Schulen sondern in der Erziehung ist das Problem.

Wenn Schulabgänger nicht die einfachsten Umgangsformen wie Pünktlichkeit, Höflichkeit und ein wenig Disziplien beherrschen wundert mich fast nichts mehr.

Und all diese Kleinigkeiten den Kindern beizubringen ist Aufgabe der Eltern und nicht die der Lehrer
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08.04.2010 14:33 Uhr von ThomasHambrecht
 
+9 | -1
 
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Ihr könnt mir jetzt Minus geben aber wer gepierct zum Einstellungsgespräch erscheint, oder sich so auf den Bewerbungsfotos ablichtet - kann sich die Mühe gleich sparen. Gleiches gilt für unpassende Kleidung. jemand der im Kundenverkehr arbeitet muss korrekt gekleidet erscheinen - wer sich als Maurer bewirbt, darf lässig erscheinen.
Die meisten Arbeitgeber interessiert dann nämlich überhaupt nicht mehr, was sonst noch in der Mappe steht. Da können die besten Noten stehen - wenn der äussere Eindruck nicht stimmt ist Sense.
Ich sag das, weil sich Chefs in meinem kleinen Umfeld über das schlampige (gepiercte) Auftreten der Schulabgänger ärgern.
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08.04.2010 15:32 Uhr von Alice_undergrounD
 
+4 | -4
 
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ach: wenn man nen realschulabschluss verlangt, um bei lidl regale einräumen zu können, kein wunder, nich?
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08.04.2010 16:58 Uhr von Marc_Anton
 
+1 | -2
 
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Früher hieß es immer: "Streng Dich in der Schule an, sonst wirst Du später mal Straßenkehrer". Heutzutage muss man froh, wenn man dort reinkommt :-D Kommunale Entsorgungsbetriebe zahlen mitunter sehr gut und es gibt Gefahrenzulage.
Leider hab ich aber auch vor Jahren bei meiner theoretischen Führerscheinprüfung miterlebt, dass 4 Teilnehmern die Fragen vorgelesen werden mussten und die 4 Jungs sahen nicht aus, als kämen sie aus dem Ausland.
Als Personalchef gilt bei Einstellung der Azubis doch eh die Regel, dass zuerst die Kinder der Angestellten dran sind und dann nehm ich doch lieber einen gepflegten Abiturienten als einen Realschulabgänger. Mitunter merkt man sehr stark wer vom Gymnasium kommt und wer nicht. Das fängt schon bei den Begriffen "Definiere, Interpretiere, Erläutere, Deklariere" an, da weiß schon einmal die eine Hälfte nichts damit anzufangen, weil sie sowas in der Schule nie anwenden mussten. Meist ist es doch auswendig lernen, aufschreiben und nach 5 Minuten vergessen. Wie soll da geistige Kreativität entstehen? Da stechen Abiturienten eindeutig hervor. Gerade in Ostdeutschland ist der Lehrstellenmarkt so umkämpft, mit bis zu 2000 Bewerbungen pro Ausbildungsplatz (war in meinem Ausbildungsbetrieb so), da ist doch klar, dass die Einstellungsanforderungen hochgeschraubt werden. Und Hauptschüler haben schon mal gar keine Chance. Entweder packen sie doch noch die 10. Klasse und Mittlere Reife oder sie bekommen eine schulische Ausbildung zu irgendeinem Assistenten, den kein Unternehmen braucht. Ganz schwer vermittelbaren droht dann BGJ oder BVJ - der Anfang vom Ende.

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