190 Jahre altes Rätsel um Doppelsternsystem Epsilon Aurigae gelöst
Seit 190 Jahren versuchen Astronomen, die periodischen Helligkeitsveränderungen des Doppelsternsystems Epsilon Aurigae zu erklären. Brian Kloppenborg und sein Team von der Universität Denver konnten dieses Rätsel nun mit Hilfe hochaufgelöster Aufnahmen eines neu entwickelten Instruments lösen.
Die Helligkeit des Hauptsterns nimmt alle 27 Jahre um die Hälfe ab, wofür der Begleitstern verantwortlich gemacht wurde. Laut Kloppenborg stimmt das nur zum Teil: Ursache für den Helligkeitsverlust ist demnach nicht der Begleitstern selbst, sondern die gigantische, ihn umgebende Staubscheibe.
Die Staubscheibe blockt den größten Teil des vom Begleitstern abgestrahlten Lichts. Ihr Durchmesser beträgt aktuellen Berechnungen zufolge etwa 570 Millionen Kilometer. "Bis jetzt ist kein anderes Sternensystem bekannt, das auf diese Weise funktioniert", erklärte der Co-Autor John Monnier.