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Grundlagenforschung an "Auferstehungspflanzen"

So genannte "Auferstehungspflanzen" sind Pflanzen, die auch extreme Dürreperioden problemlos überstehen. Sie haben Mechanismen entwickelt, die ihnen auch dann das Überleben garantieren, wenn ihnen 95 Prozent des Wassers entzogen wird. Im Normalfall sind bereits 20-30 Prozent Wasserverlust tödlich.

Zwei Botaniker haben nun eine dieser Pflanzenarten, den Farn Polypodium polypodioides, genau analysiert und sind dabei auf das Protein Dehydrin gestoßen. Dieses verhindert die Austrocknung der Pflanze, indem es Wasser sehr stark an sich bindet und sich dann hauptsächlich an den Zellwänden anlagert.

Gelänge die Übertragung dieser Fähigkeit auf Nutzpflanzen wie Weizen oder Mais, könnte der landwirtschaftlich bedingte Wasserverbrauch auf diese Weise drastisch reduziert werden. Mit so einem Durchbruch ist in absehbarer Zukunft aber nicht zu rechnen, da es sich hier um Grundlagenforschung handelt.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forschung, Pflanze, Botanik, Nutzpflanze
Quelle: www.morgenpost.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.04.2010 08:02 Uhr von alphanova
 
+9 | -0
 
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Ohne Grundlagenforschung kann man keinen Fortschritt erwarten, daher halte ich diesen Ansatz für zweckmäßig. Die globale Süsswasserknappheit wird vor allem in ärmeren Ländern in naher Zukunft noch stark zunehmen.
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07.04.2010 08:56 Uhr von Win7
 
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Und: bei mir im Garten muss ich dann auch nicht mehr soviel gießen ;-)
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07.04.2010 09:11 Uhr von CageHunter
 
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Es bleibt abzuwarten: ob so -in ferner Zukunft- behandelte Nutzpflanzen noch in der Lage sind sinnvolle Mengen an verarbeitbarem Material zu produzieren.
Spätestens bei Tomaten gäbe es dort grosse Probleme, es sei denn man wünscht sich "Tomatenmark am Strauch" ^^
Da es sich um Grundlagenforschung handelt bin ich mal gespannt, was man mit dieser Entdeckung so alles anrichten kann...
Wäre schön, wenn Hungersnöte der Vergangenheit angehören könnten :)
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07.04.2010 09:52 Uhr von Schischkebap69
 
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ich höre jetzt schon wieder die ersten Ökos laut aufschreien das Gen-Technik ein Werk des Teufels ist, dass dadurch aber in Gebieten mit hoher Trockenheit auch Getreide angebaut und so dort die hungernde Bevölkerung versorgt werden kann, sehen sie einfach nicht...
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07.04.2010 12:58 Uhr von Phoenix87
 
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dumme Leser fangen direkt an: diese Entdeckung zu loben. Bekommen sie aber zu hören, dass das mittels Gentechnik durchgesetzt wird, sind die die lautesten Schreihälse dagegen...
Ich versteh nicht, woher diese Angst vor Gentechnik kommt. Ich selber habe schon zahlreiche GVOs hergestellt und kenn mich in dem Thema schon etwas aus. Darum halte ich die Gentechnologie für eine der zukunftsreichsten Industriezweige überhaupt und die Gefahren die davon ausgehen werden total überbewertet.
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10.04.2010 18:23 Uhr von speculator
 
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Darum? gegen Gen-Technik - Leider wird die Welt nicht von Vernunft und Wohlwollen regiert und die Wissenschaft ist auch nicht nur hehren Idealen ergeben, sondern alles dient nur kurzfristigem Geld+Macht-Gewinn - ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt...

Und dass ich mehr als skeptisch gegenüber der Gen-Technik bin, liegt ganz allein an den skrupellosen und maximal profitgeilen Machenschaften von Monsanto.
(Zumal nicht rückgängig zu machen ist was die in die freie Wildbahn auskreuzen lassen...)

(Was gabs eigentlich zuerst, Atombomben oder Kernkraftwerke?)
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20.02.2011 21:41 Uhr von H-Star
 
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dehydrin? ist das sowas wie unobtanium?

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