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Ausgrabungen in der antiken Stadt "Ur" kommen nur schleppend voran

Die antike, sumerische Hauptstadt Ur liegt im heutigen Irak, nahe der Stadt Nassirija und erregte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts viel Aufmerksamkeit, als der britische Archäologe Charles Leonard Wolley dort 16 Königsgräber freilegte. Sie enthielten einige der wertvollsten Schätze des Altertums.

So fand er beispielsweise einen goldenen Dolch und eine kunstvoll verzierte Statue eines Schafsbocks. Die eindrucksvollste Entdeckung war jedoch ein über 5.000 Jahre alter Stufentempel, der damals Teil eines viel größeren Tempelkomplexes war, in welchem die Verwaltung der Stadt untergebracht war.

Jedoch ist erst ein Fünftel des für Architektur, Kunst und Bildung berühmten Zentrums der sumerischen Kultur freigelegt worden. Die Ausgrabungen kommen nur sehr schleppend voran, weil die oberste Priorität der irakischen Behörden in dem Wiederaufbau der regionalen Infrastruktur liegt.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Stadt, Archäologe, Ausgrabung, Ur
Quelle: www.n-tv.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.04.2010 11:53 Uhr von alphanova
 
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Für die Archäologen und Historiker ist es natürlich schade, dass die Ausgrabungen nur zögerlich vorangetrieben werden können. Allerdings setzen die irakischen Behörden hier die richtigen Prioritäten, denn der Wiederaufbau hat zunächst Vorrang. Letztendlich wird das auch den Forschern helfen. Sie kommen kurzfristig zwar langsamer voran, aber nach Wiederherstellung der Infrastruktur dafür umso effektiver.
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06.04.2010 11:56 Uhr von usambara
 
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21.04.2010 10:49 Uhr von Der Reisende
 
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was die Besatzungsmächte dort machen ist völlig gruselig und auch nicht akzeptabel. Diesen Militärflughafen hätte man auch außerhalb der historischen Stätten anlegen können. Aber wenn man Arroganz mit Intoleranz und Blödheit paart, dann kommt sowas bei raus.

Das andere ist natürlich auch die politische Instabiltät.

Barthel Hrouda schreibt in seinem Buch "Grundlagen der Archäologie" das ein weiter Grund in der finazierung der Grabungen liegt.
Früher gab es die Fundteilung, da hat das Land, welches die Ausgrabung finanziert hat, einen Teil der "Beute" abbekommen. Nun fehlt halt der Anreiz für viel Geld weiter buddeln zu lassen.
Ich will jetzt nicht über die Ungerechtigkeit der Fundteilung sprechen. Häufig genug wurde ein Großteil des Fundes verheimlicht und nur der offizielle Teil geteilt. Auch dafür gibt es berühmte beispiele.

Gerade was das Zweistromland angeht gibt es allerdings noch eine weitere Problematik. Es gibt Tonnen von beschriebenen Tonscherben, die nicht ausgewertet werden können, da es gar nicht genug Lesende gibt. Von daher versucht man nur die "wichtigsten" Scherben zu identifizieren und diese auszuwerten.

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