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Die jungsteinzeitlichen "Kannibalen von Herxheim" waren vielleicht gar keine

Die Archäologin Andrea Zeeb-Lanz beschäftigt sich intensiv mit den 7.000 Jahre alten Knochenfunden aus dem rheinland-pfälzischen Herxheim. An den Knochen wurden bereits deutliche Anzeichen für Bissspuren und die systematische Entnahme von Knochenmark sowie die Abtrennung des Fleisches festgestellt.

Dies deutet stark auf Kannibalismus hin, wobei es allerdings noch Zweifel gibt. Exakte Untersuchungen der Isotopenkonzentrationen in den Backenzähnen der Opfer sollten diese These unterstützen oder widerlegen. Auf diese Weise lässt sich die regionale Herkunft der Toten genau bestimmen.

Die Analysen ergaben, dass die Opfer zum Teil aus bis zu 400 Kilometer entfernten Regionen stammten, was gegen die These spricht. Laut der Forscherin könnte es sich hier um ein bestimmtes Toten- oder Kultritual handeln. Auch ein Menschenopfer zur Besänftigung der Götter zieht sie in Erwägung.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Geschichte, Archäologe, Kannibale, Herxheim
Quelle: www.zeit.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.04.2010 17:17 Uhr von alphanova
 
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Da es keine regionalen Aufzeichnungen über diese Epoche gibt, kann man die offenen Fragen nur mit Hilfe von Thesen beantworten, die durch anschließende Analysen entweder bestätigt, oder widerlegt werden.
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05.04.2010 17:44 Uhr von eichlober
 
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Nur weil die Leute gegessen haben, die 400 Kilometer entfernt gewohnt haben, sind´s plötzlich keine Kannibalen mehr???
Oder versteh ich da was falsch?

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