05.04.10 06:48 Uhr
 541
 

Heidelberger Großprojekt soll Genetikern weltweit die Arbeit erleichtern

Eine internationale Forschungsgruppe unter der Leitung von Jan Ellenberg vom European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg hat die Arbeit an ihrem umfangreichen Projekt beendet. Dieses bestand aus der Dokumentation der Auswirkungen einzelner deaktivierter Gene auf die menschliche Zellteilung.

Mittels einer als "RNA-Interferenz" bezeichneten Methode wurde jedes einzelne der etwa 21.000 verschiedenen Gene praktisch "auf stumm geschaltet", da die Übersetzung der Informationen in entsprechende Proteine nicht mehr möglich war. Im Anschluss wurde die Zellteilung unter dem Mikroskop gefilmt.

Mit Hilfe einer optimierten, computergestützten Auswertungstechnik entstanden auf diese Weise 190.000 Filme von über 19 Millionen Zellteilungen. Die Filme und Informationen sind für jeden Interessierten im Internet frei zugänglich und sollen speziell Genetikern einen Teil ihrer Laborarbeit abnehmen.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Film, Arbeit, Forscher, DNA, Genetik, Zellteilung, Interferenz
Quelle: www.n-tv.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Nanobots können ohne Nebenwirkungen Tumore verkleinern
Mikroplastik in Mineralwasser gefunden
US-Studie zur Erderwärmung: Meeresspiegel steigt deutlich schneller

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
05.04.2010 06:48 Uhr von alphanova
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
Durchaus sinnvoll. Genetiker, die die entsprechenden Informationen brauchen, müssen nicht mehr quasi neu mit der Beobachtung und Auswertung der Zellteilungen anfangen, sondern laden sie sich einfach aus dem Internet herunter und können mit ihrer eigentlichen Arbeit beginnen.

Wer neugierig geworden ist, kann sich die Filme hier anschauen:
http://www.mitocheck.org/
Kommentar ansehen
05.04.2010 13:17 Uhr von MBGucky
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
190.000 Filme: von über 19 Millionen Zellteilungen.

Das macht 100 Zellteilungen pro Film. Ich weiss jetzt nicht, wie lang so eine Zellteilung dauert bzw. wie lang da aufgenommen wurde, aber ich stelle mir gerade vor, jede Zellteilung würde 30 Sekunden dauern. Dann wäre jeder Film fast eine Stunde lang. Wenn man die alle gucken will hat man die nächsten gut verplant. Jeden Tag 8 Filme ( = 8 Stunden Arbeitszeit) inklusive Wochenenden und Feiertage, und in 65 Jahren ist man durch :D

Ok, ganz so wird es natürlich nicht sein und es wird sich sicherlich niemals ein Mensch alle Filme angucken, aber es ist schon eine interessante Datenmenge, die da zusammengekommen ist.

Refresh |<-- <-   1-2/2   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Unglaublich: Schwuchtel bekommen gleiche Rente wie normale Menschen
Genfer Autosalon 2018: Der Mercedes-AMG GT4 auf Erprobungstour.
Goslar:18-Jährige von Exfreund mit Messer attackiert und schwer verletzt


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?