03.04.10 14:15 Uhr
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Neuronen im Thalamus zünden synchron, um Aufmerksamkeit zu bekommen

Jeder Sinnesreiz durchquert auf seinem Weg ins Gehirn den Thalamus, welcher die ankommenden Reize auf die jeweiligen Hirnregionen verteilt. Da sich dort aber relativ wenige Neuronen befinden, war bislang unklar, wie diese sich von dem "Rauschen" der anderen zündenden Neuronen im Gehirn abheben.

Eine Forschungsgruppe um Hsi-Ping Wang von der University of California in San Diego fand jetzt heraus, dass die Thalamusneuronen erhöhte Aufmerksamkeit bekommen, indem sie exakt synchron zünden. Man benutzte dafür eine auf früheren Messungen basierende Computersimulation von Neuronen einer Katze.

So stellte man fest, dass offenbar schon die synchrone Zündung von nur fünf Neuronen im Thalamus das Ausgangssignal der gereizten Sinneszelle beeinflussen kann. Die Forscher halten dies für einen Filtermechanismus, mit dem das Gehirn zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen unterscheidet.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Aufmerksamkeit, Neuronen
Quelle: www.gehirn-und-geist.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.04.2010 14:15 Uhr von alphanova
 
+6 | -0
 
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Die Komplexität des menschlichen Gehirns ist immer wieder faszinierend. Hier hatten die Wissenschaftler ein kleines Aha-Erlebnis, das ein bisschen mehr zum Verständnis der Funktionsweise des Gehirns beiträgt.
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03.04.2010 14:20 Uhr von Eras0r
 
+2 | -3
 
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..die Komplexität eines Katzen-Gehirns ist aber auch faszinierend muss ich sagen. Schließlich geht es darum ja in der Quelle.
Katze und Mensch mögen vielleicht zu 98-99% im Erbgut übereinstimmen, aber dann durch eine Simulation aus Messwerten früherer Messungen das herausgefunden zu haben, finde ich nicht gerade unbedingt vertrauenswürdig.
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03.04.2010 14:25 Uhr von alphanova
 
+3 | -2
 
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Richtig: In der Quelle geht es um Nervenzellen in einem Katzengehirn. Allerdings unterscheidet sich dessen grundlegende Funktionsweise nicht wesentlich von einem menschlichen Gehirn. Das Gehirn des Menschen ist natürlich viel leistungsfähiger, aber dieser "Filtermechanismus" dürfte ganz ähnlich funktionieren.
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03.04.2010 14:30 Uhr von Eras0r
 
+0 | -5
 
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Leider ist so etwas nicht vollständig berechenbar, sonst würde man so etwas ja auch gar nicht machen.
Theoretisch könnte unser System dort gleich, ähnlich, größtenteils oder komplett anders sein.
(ironie on)
Aber leider wird das ganze am Menschen wieder verboten und an Tieren erlaubt, schließlich sind ja Tiere nur Lebewesen 2. Klasse und alles Diener des Menschen. (ironie off)
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03.04.2010 14:43 Uhr von alphanova
 
+8 | -0
 
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In der Wissenschaft, und hier vor allem in der Biologie bzw. Neurologie ist so gut wie nichts vollständig berechenbar, dafür weiß man einfach viel zu wenig über die Prozesse, die dort vorgehen. Aber irgendwo muss man ja anfangen, wenn man die Funktionsweise erforschen will, und wenn die Wissenschaftler so eine Computersimulation für eine gute Idee halten, um von einem tierischen Gehirn auf ein menschliches zu schließen, warum nicht?
In ihren Fachbereichen haben sie sicherlich mehr Ahnung als wir interessierte Ottonormal-Laien

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