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Studie: In keinem Industrieland werden mehr Steuern gezahlt als in Deutschland

Wie eine Studie des Steuerzahlerbunds nun belegt, müssen in Deutschland so viele Steuern gezahlt werden, wie in weltweit keinem anderen Industriestaat.

Dabei nennt der Steuerzahlerbund den Abgaben-Durchschnitt der OECD-Staaten (Organisation für wirtschatliche Zusammenarbeit und Entwicklung), bei einem Verheirateten mit zwei Kindern bei 34,3 Prozent des Bruttogehalts. In Deutschland dagegen müssen 42,8 Prozent Steuern gezahlt werden.

Zu jenen Steuern werden neben den Sozialabgaben auch die Lohn- und Mehrwertsteuer gezählt. Durch diese große prozentuale Spanne entsteht ein finanzieller Unterschied von jährlich 6.000 Euro, die deutsche Familien weniger zu Verfügung haben.


WebReporter: QUIEKER
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Studie, OECD
Quelle: www.bild.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.04.2010 14:16 Uhr von r0n2
 
+45 | -3
 
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Hmm, man bekommt irgendwie auch das Gefühl Deutschland sei das Land mit den größten Steuerverschwendungen... Stichworte wären Afghanistan, U-Boote verschenken und Füller für den Bundestag :)

[ nachträglich editiert von r0n2 ]
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02.04.2010 14:20 Uhr von maexchen21
 
+2 | -10
 
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ich dachte: in norwegen liegt alleine schon die umsatzsteuer bei 25 %???
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02.04.2010 14:37 Uhr von Bluti666
 
+28 | -0
 
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@maexchen21: In Dänemark auch. Dafür sind in diesen ländern die Löhne aber auch um einiges Höher, somit kompensiert sich das, zudem sind dafür andere Abgaben/Kosten nicht so hoch bzw. garnicht vorhanden, weil der Staat diese trägt, letztendlich hat man also mehr vom Verdienst. Ich habe einen Kumpel in Dänemark, daher weiß ich das.
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02.04.2010 14:42 Uhr von artefaktum
 
+8 | -12
 
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Hab grad mal im Internet recherchiert was da andere Studien sagen.

Je nachdem, was man reinnimmt und was nicht ist Deutschland mal Hochsteuerland und manchmal Niedrigsteuerland.

Ich denke da, da kommt jeder Interessenverband auf das Ergebnis, was er gerne kommunizieren möchte.

Das der Bund der Steuerzahler auf solche Ergebnisse kommt, überrascht da nicht wirklich.
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02.04.2010 14:45 Uhr von Seyhanovic
 
+10 | -7
 
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aha: ich sag mal nur QUELLE = Bild.

[ nachträglich editiert von Seyhanovic ]
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02.04.2010 15:04 Uhr von t1m1
 
+8 | -27
 
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02.04.2010 15:18 Uhr von artefaktum
 
+18 | -2
 
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@t1m1: "Kein anderes Industrieland, hat so nen aufgeblasenes Sozialsystem wie Deutschland!"

Mumpitz, dann schau dir mal die skandinavischen Länder an. Und selbst im Gesamt-EU-Vergleich ist die soziale Absicherung im Falle der Arbeitslosigkeit in Deutschland seit Einführung von Hartz-IV mit am schlechtesten.
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02.04.2010 15:29 Uhr von Nullnullsieben
 
+2 | -7
 
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Steuern: Steuern hin oder her, sie sind nun mal da. Wir sind ein Sozialstaat, da weiss man doch wo die Steuern hin gehen!?
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02.04.2010 16:21 Uhr von artefaktum
 
+4 | -1
 
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@puppermaster: "53,6 Prozent zahlt ein lediger Mensch in Deutschland an Steuern."

Nö. Höchstens 53,6 Prozent an Steuern UND(!) Sozialabgaben.

Wenn du sehr wenig verdienst zahlst du teilweise sogar keine bis sehr wenig Steuern.

Wenn du sehr viel Verdienst greift u.U. die Vermögenssteuer, die ist im internationalen Vergleich bei uns recht gering und trägt kaum zum Steueraufkommen bei.

Die Gelackmeierten sind die Mittelschicht, wenn da die kalte Progression zuschlägt.
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02.04.2010 16:27 Uhr von ROBKAYE
 
+7 | -1
 
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@t1m1: ???? In Dänemark gibt es (ich glaube ich 1 Jahr lang) Arbeitslosengeld in der Höhe des letzten Nettolohns... und wenn man in seinem erlernten Beruf keine Vermittlungschance mehr hat, wird man in der Zeit der Arbeitslosigkeit adäquat auf einen zukunftsfähigen Beruf hin umgeschult... so und nicht anders muss das laufen. Hier in Deutschland passiert nichts, außer es wird schwer vermittelbaren Arbeitslosen einen Computerkurs spendiert, der im Endeffekt überhaupt nichts bringt... Völlig rausgeschmissenes Geld ist das. Manchmal habe ich das Gefühl, die Politik will überhaupt nicht, dass die Arbeitslosen sich weiterbilden um bessere Jobchancen zu bekommen.

Ich sage nur, geht zur Wahl, auch wenn es euch ankotzt, denn nur so kann man den unfähigen Politikern, deren Anusse mit Industrie-Lobbyisten gespickt sind, einen Denkzettel verpassen.
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02.04.2010 16:46 Uhr von WinnieW
 
+6 | -1
 
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Die Kosten der Wiedervereinigung: Welches Land ausser Deutschland musste vergleichbare Gelder aufbringen welche für die Wiedervereinigung angefallen sind?
Und wovon wurde die Wiedervereinigung finanziert? Klar. Aus Steuergeldern natürlich.
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02.04.2010 16:49 Uhr von fallobst
 
+1 | -5
 
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@ robkaye: schön, dass du das system in dänemark so anpreist.
es ist ja auch scheinbar sehr effektiv. allerdings hast du falsche angaben gemacht:

"Einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben Sie aber nur, wenn Sie innerhalb der letzten drei Jahre 52 Wochen gearbeitet haben und Jahr Mitgliedschaft in einer Arbeitslosenkasse nachweisen können.
Wenn Sie die Bedingungen erfüllen, haben Sie einen Anspruch für höchstens fünf Jahre Arbeitslosengeld in der Höhe von maximal 90 Prozent des durchschnittlichen Einkommens der letzten drei Monate.
Es gibt jedoch einen Höchstsatz von täglich 667 dänischen Kronen (89,40 Euro) und wöchentlich 3.270 dänischen Kronen (438,30 Euro). Und Sie müssen Ihr Arbeitslosengeld versteuern!"


nach 5 jahren zahlen die dir dann nichts mehr. das motiviert ungemein. u.a. deshalb ist das so erfolgreich, denn daher ist auch genug geld für die fortbildungsmaßnahmen da.

da gibts kein generationen übergreifendes harzen wie in deutschland.

[ nachträglich editiert von fallobst ]
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02.04.2010 17:20 Uhr von Gorli
 
+0 | -4
 
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@ Wil: Erzähl keinen Scheiss, Deutschland hat als Exportnation vom Euro mehr profitiert als alle anderen Euro-Länder. Deswegen wollen sie ja auch den massiven Exportüberschuss von Deutschland drosseln, weil die anderen Länder sich übervorteilt fühlen.
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02.04.2010 17:22 Uhr von Alice_undergrounD
 
+3 | -2
 
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ich seh schon die fdp schreien: steuersenkungen für unternehmen, selbstständige und reiche -.-

[ nachträglich editiert von Alice_undergrounD ]
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02.04.2010 17:26 Uhr von Perisecor
 
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@ wil: Außer dir und 1984 würde hier wohl niemand Aprilscherze als ernste Quelle angeben...
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02.04.2010 22:49 Uhr von Sneik
 
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wahnsinn wie viele hier merken das es wohl einige möglichkeiten an beispielen von anderen ländern gibt, wie man es besser machen könnte.....

...aber wohl wenige auf die idee kommen das unsere regierung es vielleicht gar nicht anders machen möchte... (denke mal nicht das wenn sie es anders machen wollen würden, das sie dann bisher nicht auf die idee gekommen wären es mit der art anderer länder zu versuchen daraus folgt... sie wollens nicht ändern und nicht sie wissen nicht wie oder könnens nicht)
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03.04.2010 00:40 Uhr von Perisecor
 
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@ sneik: Es gibt kein mit Deutschland vergleichbares Land, welches etwas besser macht...

Am Nähsten dürften da noch Frankreich und Großbritannien sein, wobei dort z.B. die Infrastruktur ein ganzes Stück schlechter ist und auch die Bildungssysteme ebenso viele Vor- wie Nachteile aufweisen. Die Gesundheitssysteme sind nicht mal ansatzweise vergleichbar, Deutschland ist ein Schlaraffenland für Kranke.

Lediglich militärisch sind diese Staaten Deutschland ein ganzes Stück voraus, aber das zählt hier auf SN ja auch als Negativargument :)

Vom Sozialsystem gar nicht anzufangen... wobei die Kosten dafür natürlich extrem zu hoch sind.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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03.04.2010 13:00 Uhr von Jaaber
 
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Nehmen wir mal Dänemark als Vergleich: Wir zahlen hier 25% Umsatzsteuer auf alles. Dafür ist die Krankenversicherung dann aber umsonst. Bücher ausleihen übrigens auch, und von Kurtaxe und Hundesteuer habe ich hier auch noch nichts gehört ;-)

Ein Reicher, oder auch nur Besserverdienender zahlt also über die Umsatzsteuer automatisch mehr ins Gesundheitssystem ein als ein Geringverdiener. Das System ist also sozial und solidarisch im Gegensatz zur geplanten Kopfpauschale in Deutschland.

Für 50-60 EUR versichert man sich hier freiwillig in einer der vielen Arbeitslosenkassen, welche alle dieselben Grundleistungen bieten. Das ist dann wieder ein Versicherungssystem mit Beiträgen nach den zu erwarteten Schäden. Steigt die Arbeitslosigkeit steigt der Beitrag, umgekehrt sinkt er aber auch. Man bekommt 4 Jahre lang 90% des letzten Lohnes, höchstens aber 100,80 EUR pro Werktag. In der Regel bekommt man also nicht 90% des letzten Lohnes sondern etwas weniger.

Wer sich nicht versichert hat, bekommt Sozialhilfe. Handelt es sich dabei jedoch um einen Ausländer, der die unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis noch nicht erworben hat, dann gibt es eher früher als später eine kostenlose Fahrt zur Grenze oder zum Flughafen mit Polizeieskorte (Abschiebung).

Komplizierte Steuererklärungen gibt es hier nicht und der abschließende Bescheid des letzten Steuerjahres hat gerade mal 2 Seiten. Die würden zur Not noch auf einen Bierdeckel passen ;-) Steuerschulden bezahlt man freiwillig bis Ende Juni des Nach-Steuerjahres, sonst werden sie mit Aufschlag von 6,6% in das darauffolgende Steuerjahr eingerechnet. Guthaben werden umgehend ausbezahlt.

Ich persönlich muss der Studie absolut recht geben. In Deutschland bezahlt man (als Arbeitnehmer) weit mehr "Steuern" als in anderen Ländern Europas (in % vom Lohn). Das wird dann aber in Deutschland ganz geschickt verschleiert durch zusätzliche Pflichtversicherungen, welche dann auch noch zum Stopfen verschiedener Haushaltslöcher missbraucht werden und extra Gebühren für jeden Scheiß den man sich überhaupt vorstellen kann. Da habt ihr z.B. die Praxisgebühr und dann die neuen Zusatzabgaben für die Krankenversicherung.

Wer was, wieviel und wofür in Deutschland zahlt weiss längst keine Sau mehr, und ihr habt die große Freude euch von Nichtkönnern, Nichtwollern, Lobbyisten und Verbrechern bei den Nachfolgern von Sabine Christiansen wöchentlich erzählen zu lassen, wie man im Sumpf rühren muss damit er wieder trocken wird um sein Haus darauf zu bauen.

Guten Appetit ...

Und dann noch der ermäßigte Umsatzsteuersatz, da wird mir echt schlecht.

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