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Weltrekord bei der Simulation eines Quantencomputers

Prof. Kristel Michielsen vom Jülich Supercomputing Centre hat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Computational Physics der Universität von Groningen eine Software für den Jülicher Supercomputer JUGENE entwickelt, die die Simulation des weltweit größten Quantencomputersystems ermöglicht.

Die Konstruktion eines Quantencomputers wäre bahnbrechend, weil deren Leistung exponentiell mit jedem zusätzlichen Rechenbit ansteigt. Gewöhnliche Computer können nur einen linearen Leistungsanstieg verzeichnen. Nun gelang die Simulation eines Quantencomputers, der über 42 Rechenbits verfügt.

Die neue Software gewährleistet die bisweilen sehr schwierige, nahtlose Zusammenarbeit der über 300.000 Prozessoren des Jülicher Supercomputers, der über eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde ausführen kann. Mit ihrer Hilfe sollen die quantenmechanischen Effekte jetzt besser erforscht werden.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Technik, Weltrekord, Simulation, Quantencomputer
Quelle: www.scinexx.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.03.2010 13:06 Uhr von alphanova
 
+29 | -1
 
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Die Entwicklung eines funktionierenden Quantencomputers mit hoher Rechenleistung ist für die Naturwissenschaften gewissermaßen wie der Heilige Gral. Mit seiner Hilfe würden äußerst langwierige Berechnungen in einem Bruchteil der sonst benötigten Zeit ablaufen, was für alle Forschungsgebiete unglaubliche Vorteile hätte.
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31.03.2010 13:21 Uhr von Bassram
 
+4 | -5
 
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mahlsehn wann es die dinger als PC gibt
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31.03.2010 13:55 Uhr von Renay
 
+3 | -0
 
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Ist ja lustig, ein Computer simuliert einen Computer^^
Bin echt gespannt was so alles möglich sein wird wenn diese Quantencomputer endlich hergestellt werden können. Stellt euch mal vor das ersetzt den Desktop-PC und wenn man die Rechenleistung dann von jedem auf der Welt verknüpft...
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31.03.2010 14:55 Uhr von atomik
 
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...ich glaube das werde ich wohl nicht mehr erleben... schade drum :/
quantenpc im haus zu haben wäre bestimmt toll gewesen :)
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31.03.2010 15:13 Uhr von lugfaron
 
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Und wieder mal: eine sehr gute ShortNews von alphanova :)

Seit du hier schreibst, schau ich eigentlich fast nurnoch in den Wissenschaftsbereich und meistens erkennt man schon an der Überschrift die Qualität die du bei JEDER EINZELNEN NEWS an den Tag legst. Vielen Dank, bei SN brauchen wir mehr von dir.
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31.03.2010 16:57 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -0
 
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Das kommt ganz bestimmt für zuhause als man gerade in den IBM 286er - sauteure - 2MB Speicher eingebaut hat, eine UNIX-Workstation für 20.000 DM volle 4 MB hatte, schielte man voller Neid auf die Cray-Rechner, die 1 GB Arbeitsspeicher ansteuern konnten. Unbezahlbar Türme die sich nur wenige Zentren leisten konnten. Keiner hat geglaubt, dass dies mal für zuhause kommt. Realität 2010: Mit 1 GB Arbeitsspeicher hat Windows 7 nichts mehr am Hut.
Wir werden ähnliches mal 2040 zuhause haben.
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31.03.2010 20:42 Uhr von webfighter2
 
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@Matthias1979: Das Mooresche Gesetz wird in den nächsten Jahren leider gegen eine Wand laufen, da mit zunehmend kleinerer Fertigungstechnik bald Quanteneffekte zum tragen kommen, die sich störend auswirken (Tunnelströme etc.). Da helfen nur riesige Grids oder halt gebrauchbare Quantencomputer ^^
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31.03.2010 21:49 Uhr von MyRevolution
 
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Also ich würde sagen mit so einem niedlichem Rechner wird nichts mehr laggen weder games noch Video bearbeitung bzw rendering. Marktreif wird das ganze zwar noch nicht so schnell sein, aber freuen darf man sich ja schon mal oder?
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31.03.2010 22:43 Uhr von NoGo
 
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als nächstes: kommen eher noch Chips auf Graphenbasis mit 100 bis 1000 GHz und optischen Interfaces. Damit kann man dann schonmal die nervigen Quanteneffekte umgehen, bis der Quantencomputer Wirklichkeit ist. Wobei als Steigerung wäre an dieser Stelle noch das neuronale Netzwerk zu betrachten, da es ein vielfaches der Leistung eines zweidimensionalen Chips aufweist. Das beste Beispiel dafür ist unser Gehirn.
Wer weiß, vielleicht wäre ein neuronales Netzwerk mit Terahertztaktung und einigen milliarden Knotenpunkten ja einem Quantenrechner bis zu einem gewissen Punkt sogar ebenbürtig...
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01.04.2010 03:01 Uhr von Vodka40
 
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Emulieren? Wie arm ist das denn?
Penner-Republik! Und sowas ist gewiss keine "News" wert.
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01.04.2010 03:41 Uhr von unomagan
 
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Neuronale: Netze haben ihren vorteil bei sich "immer" wieder holender Aktion. Zb. : Berechnung der Temperatur oder andere sachen die sich immer wieder wiederholen. Darins sind sie unschlagbar. Da nach einer Zeit sich die Netze so verbinden das die "Formel" zur Berechnung sich ändert und schnellst möglich ausgeführt wird. Ein Quantencomputer ist einfach in "allen" schnell :)

Ich hab schon ne Abkürzung dafür QC und NC har har :)
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01.04.2010 13:53 Uhr von Dreamwalker
 
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@atomik: Darauf würde ich nicht wetten. Betrachte dir mal die allein die Entwicklung der Hardware von vor 20 Jahren bis Heute.

Bin gespannt ob Prozessoren und Co. in Zukunft biomechanischer Art oder im Bereich der Nanostrukturen aufgebaut sein werden.

300.000 Prozessoren ist ein gutes Stück Holz ;)
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01.04.2010 16:23 Uhr von Shedao Shai
 
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@Dreamwalker: öhm prozessoren sind schon seit jahren im bereich der nanostrukturen^^
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01.04.2010 17:50 Uhr von RicoSN
 
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@alphanova: Danke Dir für die gute News. Ich wäre schon fast von Shortnews abgewandert, aber es gibt doch noch gute Autoren, Danke!

Die Möglichkeiten die ein quantencomputer bietet sind schier unendlich. Ich hoffe er wird bald Wirklichkeit.

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