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NRW: Ministerpräsident Jürgen Rüttgers will deutsches Liedgut bewahren

Jürgen Rüttgers (CDU), der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, will sich nach der Landtagswahl im Mai, sollte er sie gewinnen, für die Bewahrung des deutschen Liedguts einsetzen.

Rüttgers will sich dann mit dem Landesmusikrat sowie dem NRW-Chorverband zusammensetzen und das entsprechende Vorgehen planen. "Wir müssen auch unseren kulturellen Reichtum bewahren. Denn wer nicht weiß, woher er kommt, der weiß auch nicht, wohin er geht", so der Ministerpräsident.

Schon jetzt läuft in Nordrhein-Westfalen das Projekt "NRW singt", das speziell an Schulen stattfindet. Die neue Aktion läuft unter dem Motto "Rettet die Volkslieder". Damit sollen dann alle Altersgruppen angesprochen werden.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Nordrhein-Westfalen, Ministerpräsident, Lied, Jürgen Rüttgers, Volksmusik
Quelle: www.ruhrnachrichten.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.03.2010 11:25 Uhr von hertle
 
+6 | -2
 
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OOOOh ja genau: Das ist genau das was uns in der derzeitigen wirtschaftlichen und politischen Situation fehlt. Warum sollte man sich mit Arbeitslosigkeit, Armut, Umweltverschmutzung, Energiepreisen oder sonstigem unwichtigen Kram abgeben??? Volkslieder sind doch schließlich unsere Rettung. Endlich spricht mal jemand aus was alle denken. Wenn wir denn schon nichts mehr zu Fressen und Heizen haben so werden wir es doch ganz warm ums Herz haben wenn wir alle Volkslieder singen. Danke Herr Rüttgers, dass wenigstens Sie Wert auf das Wesentliche legen.


*Wer Ironie findet darf sie behalten!!!*

[ nachträglich editiert von hertle ]
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31.03.2010 11:30 Uhr von Shiftleader
 
+2 | -1
 
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Mir fällt: bei diesem feinen schwarzen Politiker spontan nur Otto aus seinem Film ein:

Schwarz- braun ist die Haselnuss,
schwarz- braun bin auch ich .......
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31.03.2010 11:31 Uhr von usambara
 
+1 | -2
 
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hoch auf dem braunen Wagen kurz vor der Wahl noch einmal ALLE ansprechen...wenn der Gelbe schon nicht zieht

[ nachträglich editiert von usambara ]
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31.03.2010 11:41 Uhr von LLCoolJay
 
+4 | -2
 
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hertle: erst denken, dann schreiben...

Er hat doch Recht der Herr Rüttgers. Die Kultur muss freilich bewart werden. Und wenn wir von "Volksliedern" sprechen, geht es nicht nur um schmalzige Lieder wie im Musikantenstadl.
Da geht es um alte Kinderlieder, Reime, etc.

Das die deutsche Kultur langsam in Vergessenheit gerät zeigt sich tagtäglich.
Wieviele sagen heutzutage z.B. noch "am 6. Dezember kommt der Nikolaus"?
Meist ist es nur noch der Weihnachtsmann der kommt.

Also ich finde die Bestrebung das alte Liedgut zu erhalten gut.
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31.03.2010 11:49 Uhr von hertle
 
+0 | -3
 
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@LLCoolJay: Hab ich irgendwas von Musikantenstadl geschreiben???
Und ja, ich habe gedacht bevor ich geschrieben habe. Das tue ich fast immer. Das macht mein Hirn quasi von alleine. Deins etwa nicht???

Und was hat der Nikolaus mit deutscher Kultur zu tun???
Der heilige Nikolaus kam aus Kleinasien und der Brauch ist in der christlichen weit verbreitet. Also ist das wohl n schlechtes Beispiel.
Ich glaube kaum, dass die deutsche Kultur sooo sehr in Gefahr ist. Kultur ist immer im Wandel. Es ist doch gut, dass sich die Dinge ändern, sonst würden wir immer noch in der Steinzeit leben. Daher mein Ratschlag: Lieber im Hier und Jetzt leben. Man kann sich gerne auf Werte berufen aber Stillstand hat nichts mit Kultur zu tun!!!
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31.03.2010 12:04 Uhr von Götterspötter
 
+0 | -2
 
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Wat ist den Dt.Liedgut und Volkslieder ? DSDS ??????

oder vieleicht sogar Doitsch-Rap .. la Bushido und Co ???

Heureka ........ dass das mal nicht nach hinten losgeht :)
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31.03.2010 12:09 Uhr von Talena
 
+1 | -0
 
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Hat der: nichts besseres zu tun? Vielleicht mal die Finanzen regeln?
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31.03.2010 12:09 Uhr von LLCoolJay
 
+1 | -1
 
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hertle: Der Musikantenstadl war / ist ein Beispiel ohne direkten Bezug auf deinen Post da viele der Ansicht sein könnten bei deutschem Liedgut handelt es sich ausschliesslich um diese hirnerweichenden Schnulzen.

Der Nikolaus hat durchaus etwas mit deutscher Kultur zu tun. Der Weihnachtsmann ist eine Werbefigur von Coca Cola. Zwar auch schon vorher bekannt aber in Europa eher weniger bekannt bis vor kurzem.
Ich weiss ja net wie es dir geht aber ich muss lange in einem Geschäft suchen bevor ich zur Weihnachtszeit mal wieder einen Schoko-Nikolaus anstelle des Weihnachtsmannes im roten Mantel finde.
Auch das Christkind (im bayrischen Raum) wird nach und nach durch den Weihnachtsmann ersetzt.

Kultur hat auch etwas mit Vergangenheit zu tun. Der Wandel ändert die Kultur und irgendwann geht das alte Wissen und die alten Werte verloren und werden durch Neue ersetzt.
Die Anpassung an neue Gegebenheiten muss so sein und ist auch sinnvoll. Das Alte aber vergessen weil es ja nicht mehr aktuell ist, ist einer der grössten Fehler der Menschheit.

Und die Bewahrung der Vergangenheit zumindest die Erinnerung daran sollte nicht vergehen nur weil die aktuellen Probleme oberste Priorität haben.

Jetzt verstanden?

[ nachträglich editiert von LLCoolJay ]
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31.03.2010 13:10 Uhr von Bautram
 
+2 | -1
 
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soso "Die neue Aktion läuft unter dem Motto - Rettet die Volkslieder -. Damit sollen dann alle Altersgruppen angesprochen werden."

Wir wissen ja, welche Altersgruppen mit dem, was umgangssprachlich als "Volkslied" gilt, angesprochen sind. Rüttgers versucht, die älteren Generationen für sich zu gewinnen, nicht mehr und nicht weniger.

Wenn er junge Menschen (so ca. ab 16) erreichen wollte, würde er wahrscheinlich eher anregen, dass Olaf Hennig, Bushido, Jan Delay, Peter Fox und Scooter sich dieses Kulturguts "bedienen".

Ich kenns nur aus meiner Schulzeit: Ich liebte Musik, war für jede Musikrichtung offen, kannte von "allem und jedem" wenigstens ein bisschen was - aber selbst singen war die Hölle, vor allem bei Liedern, mit denen ich inhaltlich rein gar nix anfangen konnte. Mit Büchern und Gedichten war es genauso. Was damals im Musikunterricht gefehlt hat - die Analyse der Texte, das Verständlichmachen, worum es überhaupt in dem Lied geht, das man nun schon zum zwanzigsten Mal singt und warum man das Lied als Schüler "unbedingt mal gesungen haben muss", wurde im Deutschunterricht dermaßen übertrieben, dass ich noch mehrere Jahre nach meiner Schulzeit Literatur jeder Art gemieden habe und auch heute noch vorziehe, nicht zu singen, allerhöchstens mitzusummen.

Ich weiss nicht, wie es Heute ist, aber ich denke, mit derartigem Zwang wird man nicht erreichen, dass solches Kulturgut, wie es Herr Rüttgers gerne erhalten will, in guter Erinnerung bleibt.
Ich glaube auch nicht, dass ich zwingend "wissen muss, wo ich herkomme", um mich persönlich positiv zu entwickeln. Oder vielmehr: In wie weit hilft mir der Text zu z.B. "Hoch auf dem gelben Wagen" dabei, irgendwelche Ziele zu erreichen oder Fehlentwicklungen zu vermeiden?

Ich musste eben besagten Text gerade erstmal bei Wikipedia nochmal nachlesen, weil mir kaum mehr als "Hoch auf dem gelben Wagen - Sitz ich beim Schwager vorn" in Erinnerung geblieben war - und habe dort dann mit Überraschung festgestellt, dass mit Schwager nicht der Ehemann meiner Schwester sondern quasi der Postkutscher gemeint ist.
Bedeutet dies nun aber, dass ich die letzten 15-20 Jahre quasi Orientierungslos durch die Welt getaumelt bin? Oder im Umkehrschluss - wäre ich ein besserer Mensch geworden, hätte ich diese (und andere) Erkenntnisse schon eher erlangt?

Erhaltung des Kulturguts ist einerseits zwar wichtig und richtig, andererseits sollte man jüngeren Generationen nicht nur die Kulturgüter der Vergangenheit aufzwingen, sondern auch die Möglichkeit geben, sich mit aktuellen Kulturgütern auseinanderzusetzen, denn diese sind es, die sich auch mit aktuellen Problemen beschäftigen. Es muss nicht immer Schiller und Goethe und Beethoven sein, es dürfte ruhig auch mal ein Stück Pop-Kultur, Rock, Rap oder Techno sein, anhand dessen man Inhalte und Wissen vermittelt.
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31.03.2010 15:14 Uhr von LLCoolJay
 
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Bautram: Da hast du nicht ganz Unrecht. Ich finde allerdings schon das es wichtig ist die alten Texte oder zumindest deren Herkunft / Bedeutung zu kennen.
Es ist traurig das man heutzutage nüchtern nur das positiv anerkennt was einen persönlich und direkt weiterhilft.

Ich muss mich mit elektrischen Schaltungen oder Computern nicht auskennen um einen Lichtschalter zu bedienen oder einen Brief zu schreiben. Aber das Hintergrundwissen ist das wirklich wichtige.

Warum die Vergangenheit kennen? Weil alles irgendwann mal wieder kommt und sich wiederholt. Und damit ist nicht die Mode gemeint, sondern alles. Personen, Ereignisse, alles wiederholt sich.
Und wer nicht dumm über jeden Krieg, jede Regierung und jede Diskussion überrascht sein will sollte sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen.
Es hilft dabei Zusammenhänge zu begreifen.

Im übrigen gings mir in der Schule wie dir. Der Musikunterricht hat mir auch das letzte Interesse an Musik ausgetrieben ;)

Aber wir schweifen ab... Rüttgers geht es vermutlich nicht um das wirkliche Kulturgut sondern um Wählerstimmen.

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