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Continental schließt Werk in Frankreich - neue Jobs in Tunesien für 137 Euro

Der Reifenproduzent Continental hat sein Werk in der französischen Stadt Clairoix im ersten Monat diesen Jahres dicht gemacht. So sollte die Überproduktion gestoppt werden.

Den Arbeitnehmer, die jetzt auf der Straße stehen, bietet Continental neue Jobs in Tunesien an. Hier beträgt der Monatslohn 137 Euro.

Die Gewerkschaft CGT erklärte, dass das Angebot eine "Provokation" und darüber hinaus auch "zynisch" sei. "Nicht einmal die Tunesier wollen diese Arbeitsplätze", so die Gewerkschaft.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Frankreich, Job, Werk, Tunesien, Continental
Quelle: www.welt.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.03.2010 20:01 Uhr von ohne_alles
 
+13 | -0
 
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Das Problem sind nicht Continental, Nokia etc...

Sondern das ist das Prinzip, das dem Kapitalismus innewohnt. Es ist widerlich und menschenverachtend.
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30.03.2010 20:31 Uhr von dagi
 
+3 | -0
 
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da soll die eu beschließen das continental keine reifen in europa verkaufen darf!!! auf diese reaktion wäre ich gespannt, aber bei dem verein passiert so was nicht, schade!! europa auf die strasse!!!!!!!!!
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30.03.2010 20:51 Uhr von Perisecor
 
+1 | -2
 
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@ohne_alles: Welche Alternative zum Kapitalismus schlägst du denn vor?
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30.03.2010 20:58 Uhr von Flying-Ghost
 
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@Perisecor: Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Das hat sogar schon mal im Mittelalter funktioniert. Nein, nicht das dunkle Mittelalter. Das goldene Mittelalter, was immer gerne totgeschwiegen wird. Aber wehe man fängt hier an, solche Geschichte von damals zu erzählen. Dann bricht gleich die Hölle los...
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30.03.2010 21:03 Uhr von Tastenhauer
 
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Naja, der Autor hat ein sehr wichtiges Detail "vergessen".
Conti ist vom Gesetzesgeber her verpflichtet, bestimmten qualifizierten Arbeitern den Job woanders anzubieten. Hätten Sie es nicht getan, müßten sie 2,5 Millionen Euro Strafe zahlen.

Jetzt sieht es doch schon anders aus. Trotzdem nicht schön, diese Abwanderungen.
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30.03.2010 22:54 Uhr von FlatFlow
 
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@Perisecor: Frage an dich, was passiert mit den Menschen, wenn alles in Asien bzw. außerhalb DE/EU hergestellt wird?
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30.03.2010 23:00 Uhr von Perisecor
 
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@ FlatFlow: Das passiert nicht, viele Unternehmen kehren bereits nach Deutschland zurück.

Aber das sind halt keine DAX30 Unternehmen, die kommen halt in den Medien nicht vor, folglich erfahren viele Menschen davon nichts...
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30.03.2010 23:19 Uhr von schorchimuck
 
+4 | -0
 
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Dreckssäcke sage ich nur: Immer dieselbe Scheisse heutzutage :

Firma XY kriegt nen Grössenwahn,setzt zudem auf komplexbeladene Manager die nix können ausser Geld zu raffen(damit sie auch mal Bewunderung im Puff an der Ecke einfahren können ??),und wenn eine Finanzkrise kommt(die durch eine solche Klientel meist selbstgemacht ist)werden wieder Stellen abgebaut um Geld einzusparen.

Diese Raffgier ist echt das letzte.

Immer wieder werden Jobs nach Taka Tuka Land verlegt,Produktionskosten eingespart(aber nicht an den Endverbraucher weitergegeben)dafür ist das (End)Produkt meistens ähnlich teuer(oder sogar noch teurer)bei sinkender Qualität.

Und das spiegelt sich ja überall in jedem grösseren Wirtschaftszweig wieder.

Es wird aus Scheisse einfach Gold gemacht.

Echt zum kotzen.

Solche Produkte noch als "Made in Germany" anzupreisen sollte übelst bestraft werden(sonst schreit die Industrie immer nach Markenpiraterie,dabei macht die hiesige Industrie mittlerweile mehr Markenpiraterie als jeder noch so schlimme Chinafälscher).

Leider werden wir eine Strafe für solche Drecksfirmen nie erleben,die Politik und Justiz wird weiterhin ihre Hand aufhalten und dafür im Gegenzug den schützenden Regenschirm aufspannen !!
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30.03.2010 23:29 Uhr von FlatFlow
 
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@Perisecor: Der Mittelstand blutet aus und die großen Konzerne ziehen weiter, wo es billiger ist.
Der Sozialstaat, Rentenkassen, Krankenkassen... geht kaputt, weil a. der Staat dazu bezahlen darf, wenn Leute für 40 Std. nicht vernünftig bezahlt werden, b. dadurch entstehen Löscher in der Rentenkassen, weil die Leute zu wenig verdienen, c. die großen Konzerne haben oft keine Konkurrenz, machen Preise wie es ihnen gefällt, sehe Pharmaindustrie, die Krankenkassen bluten dadurch aus und wir dürfen die Zeche zahlen.

Das Problem ist doch, man muss alles in einem Zusammenhang sehen, das eine ist mit dem anderen verknüpft, nimmt man jetzt eine Variable aus dem spielt bricht das System früher oder später zusammen.

Die Gier wird nie satt, sie ist immer hungrig, egal wie hoch die Renditen ausfallen, es muss immer mehr werden.

Langsam wird mir das egal, wie das weiter läuft, aber ich vermute mit ein wenig gesundem Menschenverstand, der die Zusammenhänge verstehen und sieht, das wird alles böse enden. Danach wird wieder keiner gewesen sein.

[ nachträglich editiert von FlatFlow ]
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31.03.2010 08:00 Uhr von mr_shneeply
 
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wieso zeigt das Bild das Michelinmännchen mt gelben Kopf?
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31.03.2010 12:43 Uhr von Perisecor
 
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@ FlatFlow: Nö, dem Mittelstand geht es gut und die großen Firmen haben zwar tolle Namen, sind aber weder beim Steuerzahlen noch bei der Arbeitsplatzschaffung ganz vorne...
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11.06.2010 17:45 Uhr von LLCoolJay
 
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hmm: wieso gibt es zu continental eine News? Savoy und einige andere (vor allem französische Firmen) haben das Gleiche gemacht.

Es ist ein trauriger Trent. Osteuropa ist zu teuer. Das hätte man mal vor 20 Jahren sagen sollen....

Marokko und Tunesien sind rein Zolltechnisch übrigens relativ einfach zu handhaben und haben auch historisch gesehen eine enge Verbindung zu Frankreich.
Also so unverschämt ist das angebot gar nicht. Frankreich hat viele Kolonien und ehemalige. Wieso sollte eine qualifizierte Führungskraft oder ein Ingenieur nicht umziehen? Ist auf der Ebene sogar Gang und Gebe.

Trotzdem eine traurige Sache. Irgendwann ist die Welt umrundet auf der Suche nach billigen Arbeitsplätzen und dann kommt man doch wieder nach Deutschland. Denn da wären die Personalkosten niedriger als in China (so in 150 Jahren oder so). Nach der Logik der Automobilfirmen (incl. Zulieferer der Zulieferer).
Für die ist es tatsächlich rentabel eine bestehende Fabrik in Europa aufzugeben, eine neue in so einem Billigland zu bauen, die Leute komplett neu einzustellen, Zölle einzukalkulieren, Transportkosten, etc. als die bestehende Fabrik in Europa beizubehalten.
Soziale Verantwortung? Was ist das?

Schade das der Verbraucher nicht organisiert ist. Dann würde man eine potentielle Möglichkeit haben gegenzusteuern.

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