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Afrika: Billiges Antibiotikum könnte das Leben vieler Aids-Patienten verlängern

Die britische Fachzeitschrift "The Lancet" hat heraus gefunden, dass der präventive Einsatz eines billigen Antibiotikums das Leben vieler Aids-Patienten in Afrika verlängern könnte. In Afrika sind etwa 22,4 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert.

Bei der Studie wurde Aids-Patienten, die bereits ein sehr geschwächtes Immunsystem hatten, zusätzlich zu den antiviralen Medikamenten das Antibiotikum Catrimoxazol gegeben, das aus den zwei verschiedenen Antibiotika Septrin und Bactrim besteht.

Danach sank die Sterblichkeitsrate der Patienten in den ersten drei Monaten um 59 Prozent und im Zeitraum über 72 Wochen um 35 Prozent. Zusätzlich sank die Anzahl der Malaria-Infektionen. Catrimoxazol ist sehr preisgünstig und hat relativ wenige Nebenwirkungen.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Afrika, AIDS, Antibiotikum
Quelle: www.fr-online.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.03.2010 14:53 Uhr von GoldenEagle
 
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Das sind tolle nachrichten ...ich hoffe das wird realisiert!
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29.03.2010 15:55 Uhr von Mario1985
 
+8 | -0
 
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ich hoffe: nicht dass das Realisiert wird....

Klar ist es toll, wenn dadurch einige Leute länger leben könnten....

Aber ich sehe hier die Nachteile überwiegen:
1. Längeres Leben = oft noch mehr Ansteckungen, denn Kondom ist den meisten zu teuer...

2. Andere Viren die bisher mit Antibiotika behandelt werden können, können durch dieses Verhalten resistent gegen Antibiotika werden(wie schon einige andere Viren), und damit dann noch mehr leute gefährden..
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29.03.2010 16:06 Uhr von Iceman2163
 
+5 | -0
 
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@ Mario1985: ich kann dir da nur zustimmen....es klingt zwar hart, aber einfach antibiotika proforma zu verabreichen bewirkt auf dauer leider genau das gegenteil....es gibt jetzt schon bakterienstämme die zu 100% gegen jegliches auf dem markt verfügbare antibiotika ressistent sind...
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29.03.2010 19:07 Uhr von projekt_montauk
 
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Solange die Kirche predigt: Kondome seien Kindermord wird sich da unten nicht viel ändern..
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29.03.2010 21:01 Uhr von _Illusion_
 
+1 | -0
 
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Klar: Sorry aber das riecht stark nach einer genialen Idee der Pharmaindustrie. Wir verkaufen Antibiotika, verlängern damit das Leben von Menschen. Hört sich erstmal super an.

Ich kann mir vorstellen, dass sich die meisten AIDS-Patienten in Afrika eher wünschen, es bald überstanden zu haben. Rettung gibt es eh nicht, aber wir verlängern (in den meisten Fällen) ein elendes Leben, gezeichnet von Armut,Hunger und Verachtung seitens der "gesunden" Bevölkerung.

Da halte ich Aufklärung und Prävention für weitaus sinnvoller, aber das kostet ja mehr Geld als man einnimmt...

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