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Gezeugt, um zu sterben - Spätabtreibung in Deutschland

Dem Statistischen Bundesamt sind im Jahr 2009 237 Spätabtreibungen gemeldet worden. Hubert Hüppe, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung (CDU), geht von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus.

Zahlen aus der Frauengesundheitsforschung zeigen, dass sich 90 Prozent der Frauen, die für ihr Ungeborenes die Diagnose Down-Syndrom erhalten, zu einer Spätabtreibung entscheiden.

Sogar bei schon lebensfähigen Kindern beträgt die Quote der abtreibungswilligen Frauen noch 62 Prozent.


WebReporter: Phistomefel
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Frau, Kind, Schwangerschaft, Abtreibung, Down-Syndrom
Quelle: www.spiegel.de

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25 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.03.2010 09:37 Uhr von Phistomefel
 
+5 | -15
 
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26.03.2010 09:48 Uhr von karsten77
 
+76 | -1
 
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Ich möchte wirklich nicht: in mit einer Mutter tauschen, die dieses Problem bewältigen muß. Da darf sich niemand aufschwingen, diese Frauen zu verurteilen. Lebensrecht hin, Lebensrecht her, wer hilft - mit Ausnahme kluger Sprüche von konfessioneller Seite - diesen Frauen wirklich?
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26.03.2010 10:12 Uhr von el_matador
 
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26.03.2010 10:28 Uhr von borgworld2
 
+54 | -7
 
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Kann ich verstehen: Wenn ich noch die Wahl hätte würde ich mich auch gegen ein behindertes Kind entscheiden!
Da könnt ihr jetzt auf Minus klicken wie ihr wollt, aber ich würde es dem Kind nicht wünschen als Aussenseiter oder als "etwas" das nichtmal seine Umbebung richtig Wahrnimmt leben zu müssen und meiner Familie so eine Belastung aufzubürden würde ich versuchen zu verhindern wo es nur geht.
Ich sehe auch keinen Sinn darin, Kinder haben nur dann wirklich einen evolutionären Sinn wenn sie selbst nachkommen erzeugen und weiterkommen, aber dieses Kind wird sein leben lang auf andere angewiesen sein und ist somit nur eine Belastung.
Ich möchte so nicht leben und würde dies meinem Kind absolut nicht antun wollen!
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26.03.2010 10:35 Uhr von el_matador
 
+12 | -3
 
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@borgworld2 ich muß zugeben,das ich nicht viel über dieses Thema weiß,da ich selber nie persöhnlich mit diesen Problemen konfrontiert worden bin.Mich hat nur sehr geärgert,das da geschrieben wurde,ärgerlich und weg,und das noch von einem Partyboy.
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26.03.2010 10:35 Uhr von Dracultepes
 
+13 | -3
 
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@el_matador: Geh nicht drauf ein. Er ist ein minderbemittelter Kiddietroll.

Schicksale wie die von Tim bringen Ärzte echte Probleme. Man soll das Kind abtreiben. Wenn es überlebt kann die Mutter gegen den Arzt klagen. Er ist aber eigentlich auch dazu verpflichtet dem Kind zu helfen wenn es geboren ist.

Schweres Thema
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26.03.2010 10:39 Uhr von AugenAuf
 
+8 | -3
 
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Ich kann die Mütter / Eltern sehr gut verstehen. Ich selber würde auch kein behindertes Kind haben wollen.
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26.03.2010 11:00 Uhr von EvilMoe523
 
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Ich finde auch diese Debatte und immer die Hetze gegen solche schweren Entscheidungen absolut daneben.

Ich habe nichts gegen behinderte Kinder, im Gegenteil. Aber wenn man die Wahl hat vorher zu entscheiden, einen Menschen dieses Leben NICHT an zu tun, weil es besser ist, dann sollte man es akzeptieren.

Ich weiß dass der Vergleich bei vielen wieder sicher sauer aufstößt, aber ein angefahrenes Tier mit schwesten Verletzungen, was sich den Rest seines Lebens nur durchquählen würde. Oder ein Tier mit Tumor im Kopf oder sonst wo, was sichtlich schmerzen hat, schläfert man auch meist irgendwann ein, wenn man es nur noch leiden sieht. Da sagt dann Jeder "Es war wohl besser so..." und Niemand streitet es ab. Aber kaum geht es um ungeborene Kinder, kommen die ersten Leute an und schreiben von wegen "Recht auf Leben..."

Diese Mütter haben im Übrigen auch ein Recht auf LEBEN, nicht nur biologisch gemeint und somit auch das Entscheidungsrecht, wie sie ihr Leben bewältigen wollen. Voller Sorge und Mitleid 24/7 oder ein normales Leben...

Zumal ich glaube, dass mindestens 95% aller dieser Heuler, welche diese Abtreibung anfechten, spätstens auch Abwiegen würden wenn sie vor dem selben Problem stehen.

Denkt mal drüber nach!
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26.03.2010 11:18 Uhr von 08_15
 
+12 | -1
 
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@borgworld2 und Andere: Bekanntlich bin ich irgendwie Cheffe einer KiTa (Kinder von 0-3 Jahre) und meine Frau ist Kinderkrankenschwester (auch intensiv... Fachbereich "Frühchen")

Trisomie 21 Behinderte (ehemals Mongoloid wegen der Erscheinung) sind mit entsprechender Förderung durchaus in der Lage ein selbständiges Leben zu führen.

Ich bin kein Gegner von Abtreibungen. Und ich erlaube mir auch KEIN URTEIL was eine Mutter und Familie ertragen kann.

Meine Frau ist nach 25 Jahren!!!!! als Kinderkrankenschwester intensiv ausgebrannt. Und selbst Sie sagt: Das soll Jeder selber entscheiden dürfen und sie würde es auch, wenn es früh genug erkannt würde. Vielleicht auch nicht.

Das große Problem ist der Scheiß der hier produziert wird. Diese Vorsorge war noch kostenlos und nun muss jeder dafür etwa 150 Euro blechen.

Völlig verlogen was da abgeht. Danke CSU/CDU... ihr wirklichen CHRISTEN *würg*

Aber da könnt ich .... ich wollte mich da mal auslassen, da die Mehrheit hier ja nicht weiß wie es ist, wenn man fast täglich tote Kinder im Arm hat.

Jetzt hat meine Frau 26 Kinder, gesund und 8 Monate bis 3 Jahre und ich bin Chef. Sowas motiviert!

Edit: Mein Frau hat noch eine Anmerkung: Es gibt viele, die mit Trisomie 21 leben können. Nur leider gibt es viele Fälle, wo Herzfehler und Anderes die Lebenserwartung erheblich verkürzen und es eine Quälerei für das Kind und die Eltern sind. Sie möchte explizit darauf hinweisen das es Menschen sind, die liebevoll sind. Das kann ich nur bestätigen.

[ nachträglich editiert von 08_15 ]
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26.03.2010 11:35 Uhr von 00nix
 
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@ EvilMoe523: sehr schön gesagt!

ich hatte schon vor jahren das thema mit einigen freunden diskutiert, es ist natürlich etwas "grausam" das ungeborene kind "zu töten"... aber wie grausam wird das leben wohl für das kind sein, wenn es weiterlebt? es hat mal ein paar gute momente im leben, aber größtenteils wird er / sie durch die gesellschaft mitleidig angesehen und ist meistens auf hilfe angewiesen.
da kann man sich doch die frage stellen, was ist leben? - meiner meinung nach ist es etwas zu erreichen, erfahrungen zu machen, grenzen kennenzulernen, nachfahren zu zeugen und dergleichen. wird ein kind mit down-syndrom diese möglichkeiten haben? sehr unwahrscheinlich oder in sehr geringen maßen...
größtenteils werden die eltern vieles für ihr kind opfern (geld, zeit, nerven usw.)
ich finde, dass haben beide seiten nicht verdient (sowohl eltern, die familie als auch das kind)

Wägt einfach selbst mal über die Pro´s und Contra´s ab und sagt ehrlich, ob ihr euch sowas wünscht?

- ich nicht (auch wenn sich das unmenschlich anhört, ist es sehr menschlich)

[ nachträglich editiert von 00nix ]
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26.03.2010 11:47 Uhr von kurzvor12
 
+3 | -3
 
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hm, also die News ist irgendwie komisch geschrieben. Auch nach 2x lesen braucht man die Quelle um wirklich alles zu verstehen. Außerdem ist der Titel "Geboren worden um zu sterben" irre führend. Menschen mit Down-Syndrom können schon ein recht hohes Alter erreichen und man kann ihn auch nicht unterstellen unglücklich zu sein, oder sich des eigenen Unglücks bewusst zu sein. Von daher sollte man wirklich mit solchen äußerungen vorsichtigt sein "dem Kind irgendwas zu ersparen". Vorallem erspart man doch sich selbst etwas- und nicht dem Kind.

Na ja - ich hoffe nie in eine solche Situation zu kommen so etwas entscheiden zu müssen bzw. an der Entscheidung partizipiert zu sein.

na ja
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26.03.2010 12:11 Uhr von Cosmopolitana
 
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Leute! Ich möchte euch nochmal: den Quellentext ans Herz legen!
Man darf nie vergessen, dass es immer eine Geschichte, ein Schicksal im Hintergrund gibt.
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26.03.2010 12:26 Uhr von bluecoat
 
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völlig ok! schon die eltern von gesunden kindern haben genug probleme! ..dazu noch ein behindertes kind, ist ein alptraum physisch, phsychisch und auch finanziell !.. wenn eine behinderung erkannt wird dann kann man und muss abgetrieben werden ! völlig ok! ...schon und auch um des kindes willen...das ist unzumutbar ! wie egoistisch und behindert muss man selbst sein um ein behindertes kind zu wollen? was in dieser menschenverachtenden leistungsgessellschaft nicht nur für ewig an den sozialen tropf ( eltern wie kind)gehängt wird, sondern auch ausgerenzt leben muss , und sich sogar noch vermehrt! (siehe xxx-quoten behindertenwerkstätten)!.. in der natur gibts das auch nicht! ...da überlebt der stärkste! ...wäre das bei uns konsequent so, hätten wir weniger probleme , wahrscheinlich zwar auch keine politiker und bundesbehindertenbeauftragten mit milliardenbedarf aber was solls...

[ nachträglich editiert von bluecoat ]
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26.03.2010 12:55 Uhr von iamrefused
 
+8 | -6
 
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ihr seid: übersozialisiert und heuchlerisch :P

das geht euch einen schei**dreck an was die mit ihrem ungeborenen kind macht. seid ihr deren eltern? also schnauze :P

[ nachträglich editiert von iamrefused ]
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26.03.2010 13:14 Uhr von Ray71
 
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Jeder Fall ist anders. Ich weiß von einem Mann - er ist gerade mal ein Jahr jünger als ich und ich wuchs mit ihm auf -, der körperlich immer auf fremde Hilfe angewiesen sein wird, geistig jedoch völlig gesund ist. Er kam seinerzeit mit Klumpfüßen und Wasserkopf auf die Welt, wird immer auf einen Rollstuhl angewiesen sein und hat trotz mehrfacher OP´s von der Hüfte abwärts keinerlei Kontrolle über seinen Körper. Als er ungefähr 18 Jahre alt war, sagte er zu mir, daß es besser gewesen wäre, wenn er damals abgetrieben worden wäre, da es kein Menschenwürdiges Leben ist, daß er führt. Er lebt heute noch, da er es seinen Eltern nicht antun will, daß er sich etwas antut, aber glücklich ist er mit seinem Leben nicht.

Keiner weiß, ob Tim wirklich glücklich ist oder nicht. Seine Gedanken mitteilen kann er nicht. Also kann auch niemand wirklich entscheiden, was besser gewesen wäre, ich habe aber auch noch von keinem Behinderten, den ich persönlich kannte, gehört, daß er glücklich ist, daß er leben darf.
Ich kann daher die meisten Frauen verstehen, die sich für die Abtreibung eines stark behinderten Kindes entscheiden.
Ich sehe selbst jetzt wieder in einem anderen Fall, bei dem sich die Mutter für das Kind entschieden hat, daß mit Wasserkopf, offenem Rücken und einigen anderen gesundheitlichen und vor allem niemals zu heilenden Problemen auf die Welt kam.
Der Kleine ist mittlerweile 7 Jahre alt, er kann nicht gehen, nicht krabbeln, nicht sehen und muß immer wieder künstlich ernährt werden. Er ist immer wieder im Krankenhaus, weil sein Immunsystem die ganzen Prozeduren nicht aushält.

Was ist das für ein Leben? Würdet Ihr so leben wollen? Ich nicht!

[ nachträglich editiert von Ray71 ]
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26.03.2010 13:17 Uhr von LoneZealot
 
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26.03.2010 13:25 Uhr von Dideldidum
 
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@lonezealot: Er kann es wie jeder andere auch beurteilen. Da man das Kind weder vorher noch nachher(gut bei einigen Behinderugen schon) fragen kann was es will.

Man muss jetzt auch kein Hintergrund wissen zur Eugenik etc haben um eine Meinung zu dem Thema zu haben. Solange die Mütter das letzte Wort laut Gesetz haben ist mir das Thema ehrlich gesagt völlig schnuppe, da diskutiert man sich zu Tode bevor man zu einem Ergebnis kommt.
Spielt einfach viel zu viel Ideologie eine Rolle.
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26.03.2010 13:35 Uhr von JesusSchmidt
 
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Die Schlagzeile ist scheiße. Auch eine Spätabtreibung erfolgt VOR der Geburt.
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26.03.2010 13:40 Uhr von Nathan.der.Weise
 
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abtreibung hin oder her: das kann man so oder so sehen, aber was mich stört ist wie diese spätabtreibungen scheinbar durchgeführt werden.
man hofft das der fötus am stress und an medikamenten verreckt. das hat der junge aus der geschichte nicht gemacht. also hat man ihn neun stunden rumliegen lassen, in der hoffnung, dass er verreckt. ist er aber nicht also hat man ihn am leben erhalten.
wenn man ein kind schon abtreibt dann soll man das doch bitte richtig machen und ihm, wenn schon nicht das leben, dann doch wenigstens einen schnellen tod ermöglichen.
so wie das jetzt durchgeführt wird besteht nur die gefahr, dass das kind noch behinderter wird, wenn man es unbetreut rumliegen lässt.
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26.03.2010 13:53 Uhr von Nathan.der.Weise
 
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borgworld2 wtf?? "Kinder haben nur dann wirklich einen evolutionären Sinn wenn sie selbst nachkommen erzeugen und weiterkommen, aber dieses Kind wird sein leben lang auf andere angewiesen sein und ist somit nur eine Belastung."

menschen sind keine sklaven der evolution. nach deiner logik müssten nicht nur behinderte sondern auch unfruchtbare, homosexuelle, hartz-IV-empfänger und leute die keine kinder wollen (oder wie man früher gesagt hat asoziale, volksschädlinge und lebensunwertes leben) auf die eine oder andere weise beseitigt werden.
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26.03.2010 15:01 Uhr von JayX
 
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Behindert: Von wegen, dass sie auch ein Gutes Leben haben koennen. Ich geb mal eine kleine Geschichte aus eigener Erfahrung zum besten:
Mein Bruder ist Taubstumm. er kann also weder hoeren (Mit Hoergeraet dumpfe Laute, die allenfalls zum Aufmerksamkeit erregen reichen) und Sprechen hat er auf die weise natuerlich nie gelernt und gibt nur Brumm- und Schreilaute von sich.
An sich ist dies eine relativ kleine Behinderung und er kann gut damit leben, aber dennoch hat er immer wieder Probleme. Vor einer weile war er deshalb sogar vor Gericht, denn bei der Zeichensprache gibt es auch sehr ausfallende Gestiken. Diese erregen auch mal den Unmut der Mitmenschen. Als er sich mit ein paar jugendlichen herum getrieben hat, haben diese mal ihren Eltern erzaehlt, sie haetten Bauchschmerzen. Auf langes Auffragen haben sie behauptet, er habe sie geschlagen.
Vor Gericht sind die drei Burschen bei der Belehrung ueber die 3 Monate bis 1 Jahr Haft bei uneidlicher Falschaussage sehr bleich geworden. Dann haben sie sich selbst widersprochen und am Ende kam raus, dass sie sich vor einer Schulaufgabe druecken wollten.

Ein anderer Ort, eine andere Zeit. Ich komme vorbei und er spricht mit ein paar dieser Jugendlichen. Naja, was heisst sprechen. Sie reden und er versucht von den lippen ab zu lesen, was so gut wie nie klappt. Dabei hoere ich, was sie ihm mit einem grossen grinsen erzaehlen: "Du bist schon ein Mongo", "Na du Spasst", "Wuerdest jetzt toll finden, wenn wir dich gegen die Wand klatschen". Aufgrund ihres Laechelns ging er von gutem aus und hat selbst gelaechelt und genickt. Hab die dann zum Teufel gejagt und ihm erklaert, was die da veranstaltet haben. Er war verdammt geknickt...

Das sind nur zwei Beispiele und da gibt es noch viele mehr. Versteht mich nicht falsch, denn ich moechte meinen Bruder nicht missen und hab ihn echt gern, aber ich weiss nicht, wie ich entscheiden wuerde, wenn mein Ungebohrenes behindert ist. Es kommt natuerlich auch auf den Grad der Behinderung an, aber dennoch....in diese Welt wuerde ich so ein Kind ungern setzen wollen. Es nimmt riesige Strapazen auf sich und auch alle, die mit ihm zu tun haben und am Ende wird es verarscht, wo es nur geht, weil es IMMER wieder solche Idioten geben wird, die sich an solchen Menschen hoch ziehen wollen.

Zudem gehen Behinderten einige Dinge floeten, die das Leben sehr Lebenswert machen. Klaenge, Farben oder auch einfach mal mit anderen im Garten Fussball spielen.
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26.03.2010 22:09 Uhr von Strange00
 
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Muss jede Frau selber wissen Das ist wirklich ein extrem schweres Thema....
Das ist natürlich auch eine Gewissenfrage.

Manchmal ist es aber auch unwissenheit über die Behinderung selber, was ich sehr schade fände....
Jedenfalls darf keiner diese Frauen verurteilen, denn nicht jeder hat die Kraft und verständnis dafür....

Ich selber würde in keinem Fall abtreiben... Egal wie schwer die Erkrankung/Behinderung auch ist..... Bei mir würde ich da sagen--- "ich wachse mit meinem Aufgaben"...,

Zum "Down-Syndrom"... Eine sehr gute Freundin von mir, hat einen Bruder mit dieser Behinderung... Und das ist ein sooooo toller Junge.... Total lieb aber auch extrem eigenwillig !!! Er ist völlig verrückt aufs Playstation spielen und kämpft immer regelrecht mit seiner schwester drum.... Ist witzig anzuschauen... Und verfressen ist er (diese Kinder haben unter anderen ein Sättigungsproblem)... Jedenfalls ist er ein glücklicher Junge/junger Mann der auch seine Hobbys hat...
Was süß ist, dass er ganz vernarrt in mich ist und mir fast jedesmal versucht was zu schenken, wo mein Lieblingstier (Katze) drauf ist... Das hat er sich gut gemerkt ;-)

Diese Menschen sind wohl in der Lage später ein fast eigenständiges Leben zu führen; arbeiten in Behinderten Werkstätten, wohnen z.B. in betreuten WG´s und vieles mehr...
Klar sie haben oft einige körperliche Probleme, aber das macht sie nicht minderwertig....
Sie kommen mit ihrer Behinderung (mit guter Förderung) sehr gut zu recht und vermissen natürlich auch nichts, weil sie es nicht anders kennen....
Im allgemeinen soind das fast immer reine "Frohnaturen" !!!

Jedenfalls, sollte das einmal bei meiner Schwangerschaft festgestellt werden, wäre das vielleicht erst einmal sehr irritierend, da man sich gut darauf einrichten muss, das würde mich aber kaum davon abhalten, dieses Kind zu bvekommen. Denn meiner Meinung nach, hat jedes Leben einen Sinn, selbst wenn es nicht vollkommen ist.

Was ich jetzt schrecklich finde ist, das hier viele das Argument loslassen, jedes Kind, das sich nicht fortpflanzen kann, hat sein Zweck verfehlt und kann nur deshalb abgetrieben werden....
Das ist absoluter Bullshit und eine heftige Beleidigung an die Frauen, die aus anderen Gründen unfruchtbar ist!!!!!

Also überlegt mal was ihr hier ablasst!!!
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27.03.2010 03:43 Uhr von wildmieze
 
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ja, schweres thema ich selbst habe mich in der schwangerschaft gegen eine entsprechende diagnostik entschieden. vor allem weil mir gesagt wurde, daß hauptsächlich auf das down-syndrom getestet wird.

ich kenne viele downies - meine schwester arbeitet in einer behindertenwerkstatt. mir selbst war klar, daß ich wegen _dieser_ behinderung nicht abtreiben würde, also war der test "sinnlos".

wenn es allerdings tests auf andere krankheiten gegeben hätte .. bei denen klar ist, daß das kind nur ein paar jahre zu leben hat, oder daß es sein leben lang ein vollpflege-fall sein wird (nur im bett liegen, künstliche ernährung, kaum kommunikation, etc.) .. ich denke, dann hätte ich den test gemacht, und mich im fall des falles wohl schweren herzens für eine abtreibung entschieden.

insgesamt denke ich auch, das muss jede frau selbst entscheiden. allerdings würde ich mir wünschen, daß sich diejenigen, die wegen trisomie-21 abtreiben wollen, sich zumindest vorher genau informieren, ob es nicht doch eine chance gibt, daß sie damit zurechtkommen könnten.
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28.03.2010 22:45 Uhr von smmieze
 
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Würde ich auch machen: Ich (31) habe mehrere Gründe, die dafür sprechen:

1. Ich denke, dass Mütter, die ein behindertes Kind trotz eindeutigem Gentest nicht abtreiben lassen, die Rabeneltern sind, weil ich denke, dass sie aus blankem Egoismus handeln. Nur um hinterher sagen zu können, das sie sich um ihr Kind kümmern ?! Dann können sie den ganzen Tag "aufopferungsvoll" an ihrem Kind rumfisseln und haben sie nen gesellschaftlich anerkannten 24/7 Fulltime-Job, der die mindesten die ersten Jahre, wenn nicht für immer, viel Kraft und Geduld kostet! Und was wenn die Eltern sterben oder selbst pflegebedürftig werden??? Spätestens dann müssen einerseits andere den Job machen und andererseits bekommt das Kind Gewissensbisse, weil es selbst nichts machen kann. Ganz toll !!!
2. Ich bin selbst nicht ganz, weiß also wie es ist, "anders" zu sein. Ich habe es soz. brühwarm mitgemacht, ausgegrenzt zu werden, weil irgendwelche Assis weder eigenes Mitgefühl hatten, noch welches von den Eltern beigebracht bekamen, noch Lehrer irgendwas unternommen haben. Weil mein dummer Dickschädel "gebrochen" werden musste. Das schlimmste an der Sache war, dass ich eben nicht dumm war und alles mitbekommen habe. Das hat mich so fertig gemacht, dass ich mittlerweile Rente beantragen könnte! Wenn ich es mal geschafft hätte, länger als 5 Jahre am Stück zu arbeiten! Also werde ich wohl als Hartz-IV mein Leben fristen, weil ich wegen schlechter Schulleitungen weder ´nen anständigen Job, noch nen Schulplatz bekomme!

3. Ich habe aus deswegen meine Ausbildung in einem Berufsbildungswerk für Behinderte gemacht und habe genug "Klöppies" & Krüppel gesehen, die wegen ihres geistigen Entwicklungsmangels ein inakzeptables Verhalten an den Tag legten und gerade mal noch genug Freiheit, selbst atmen zu können! Aber das stört sie ja nicht, weil sie es eh nicht begreifen. Man kann ihnen einen vom Pferd erzählen und sie glauben´s auch noch. Damit kann man sie dahin formen, wo sie hin sollen: In die Ecke der Gesellschaft, um sie mit einer teuren Ausbildung im Kopierer-Raum abzustellen, wo sie immer mehr arbeiten müssen als "Normalos" um zu beweisen, dass sie evtl. intergrierbar sind.

Danke auch!

Das ist unethisch!
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01.04.2010 21:59 Uhr von Schimmelpilz
 
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schlimmer geht´s nicht: wie grausam kann ein Mensch sein ?? Wenn ich ein behindertes Kind abtreibe bzw. abtreiben lasse, dann schau ich doch, daß es auch tatsächlich klappt, wenn ich ihm und mir ein Leben mit Behinderung ersparen will. Da bring ich es doch nicht auf die Welt und laß es stundenlang liegen und warte darauf, daß es elendiglich eingeht!!! Das ist doch sowas von menschenunwürdig. Jedes Tier wird eingeschläfert, wenn es leiden muß und nicht mehr wird, und der Mensch wird gequält. Unfaßbar. Ich verstehe weder Arzt noch Mutter, die gehören beide angezeigt.

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