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UN-Menschenrechtsrat: USA lehnt alle Resolutionen gegen Israel ab

Vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf wurden drei Resolutionen gegen Israel erlassen, nur die USA haben alle Resolutionen abgelehnt.

Darin wird unter anderem Israels Siedlungsbau in Ost-Jerusalem verurteilt und ein Ende der Besatzung Palästinas gefordert.

Der UN-Menschenrechtsrat hat 47 Mitglieder und beschäftigt sich vor allem mit der Einhaltung der Menschenrechte in UN-Mitgliedsstaaten.


WebReporter: Zako123
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Israel, UN, Menschenrecht, Resolution, Rat
Quelle: www.israelnetz.com

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25.03.2010 17:49 Uhr von usambara
 
+16 | -4
 
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schönes Schauspiel was Obama und Clinton da vor der Weltpresse zeigen- von wegen Unstimmigkeiten mit Israel...
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25.03.2010 18:01 Uhr von ohne_alles
 
+8 | -2
 
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25.03.2010 18:52 Uhr von Gotovina
 
+2 | -12
 
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25.03.2010 18:59 Uhr von Ultrasick
 
+5 | -0
 
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geile news. 3 sätze. nichtmal die 3 resolutionen wurden alle genannt.
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25.03.2010 19:03 Uhr von Alexander.K
 
+6 | -1
 
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Ja und: Jeder der sich auch nur rudimentär mit Politik beschäftigt, dürfte davon nicht überrascht sein.
Gerade die Administration von Obama hat klar gemacht das man mit der Politik Israels nicht einverstanden ist. Aber wer erwartet das sich die USA oder auch Deutschland von der Politik Israels deutlicher distanziert ist ein Träumer, der von der Realpolitik keine Ahnung hat.
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25.03.2010 19:32 Uhr von XFlipX
 
+9 | -2
 
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Das sollte man den USA vorhalten wenn es wieder mal von amerik. Seite heißt, in Europa sehe es mit den Menschenrechten schlecht aus, weil eine Muslimin nicht mit Kopftuch unterrichten bzw. im Staatsdienst arbeiten kann.

Auch wenn es off-Topic ist: Komischerweise wurde das beim NATO Partner Türkei - wo derlei in Gesetz gegossen ist - nicht mokiert.

Ich will damit nur sagen, dass es hier nicht um Menschenrechte geht, sondern um knallharte Interessen der jeweiligen Länder.

Die USA ist DER Verbündete Israels und die USA hat auch ein Interesse an der destabiliserung Europas.

Adios, XFlipX
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25.03.2010 20:08 Uhr von all_in
 
+1 | -6
 
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Der UN-Menschenrechtsrat, soso: "Nach Einschätzung unabhängiger Menschenrechtsorganisationen werden mehr als die Hälfte der im UNHRC vertretenen Staaten autokratisch regiert oder weisen zumindest schwere Demokratiedefizite auf. Nach dem Ende der Blockkonfrontation übernahmen die Staaten der Organisation der islamischen Konferenz mit ihrer islamischen Gemeinschaftsideologie immer mehr die führende Rolle bei der Aushöhlung universell gültiger Menschenrechte.

So konnte sich der UNHRC ebenso wie die Uno selbst weder zu einer klaren Verurteilung des Regimes in Zimbabwe noch des Sudan wegen des Massenmordens in Darfur durchringen. Stattdessen beschäftigt sich das Menschenrechtsgremium der UN wie sein Vorgänger geradezu obsessiv mit Israel. Nicht weniger als 120 Mal stand dieses Thema im vorigen Jahr auf der Agenda, die NGO UN-Watch hat in den vergangenen beiden Jahren allein 19 antiisraelische Resolutionen gezählt. Dieses Missverhältnis führten auch die USA als Begründung an, als sie im Juni ihren Beobachterstatus beim UNHRC zurückgaben. US-Außenministerin Condoleezza Rice meinte, dass es wenig bringe, sich an einem Gremium zu beteiligen, welches nur Israel angreife. Schlimmes ist in dieser Hinsicht auch von der für das Frühjahr 2009 geplanten UN-Antirassismuskonferenz »Durban II« zu befürchten (siehe Seite 4)."

"Der britische Historiker David Littman kam nicht weit, als er Mitte Juni vor dem UN-Menschenrechtsrat (UNHRC) Genitalverstümmelungen sowie Steinigungen und Zwangsverheiratungen in Ländern unter dem islamischen Gesetz der Sharia thematisieren wollte. Noch bevor er überhaupt den ersten Satz seiner Erklärung für die NGO »Association for World Education« und »International Humanist and Ethical Union« (IHEU) vortragen konnte, wurde er durch Ordnungsrufe zuerst des pakistanischen und dann des ägyp­tischen Delegierten unterbrochen. Beide verbaten sich vehement jede Diskussion der Sharia vor dem UN-Gremium. Als Littman nach einigem Hin und Her sein Statement fortsetzen konnte, wiederholten sich die Störmanöver praktisch nach jedem seiner Sätze. »Mein Punkt ist, dass der Islam in diesem Rat nicht gekreuzigt werden wird!« rief der ägyptische Delegierte auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung aus. Der rumänische Ratspräsident Doru Costea forderte schließlich den NGO-Sprecher auf, von jeglicher »Beurteilung oder Bewertung einer bestimmten Religion« Abstand zu nehmen, und schloss damit jede weitere Thematisierung der Sharia vor dem Menschenrechtsrat aus.

Nicht viel besser erging es im März dem IHEU-Repräsentanten bei der UN in Genf, Roy Brown, als er vor dem Menschenrechtsrat auf Widersprüche zwischen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 und der 1990 verabschiedeten »Kairoer Deklaration der Menschenrechte im Islam« hinweisen wollte, welche die Menschenrechte allein aus der Sharia ableitet. Auch er wurde nach nur wenigen Sätzen von ständigen Ordnungsrufen unterbrochen: »Es ist eine Beleidigung unseres Glaubens, die Sharia hier in diesem Forum zu diskutieren«, empörte sich der pakistanische Delegierte, während der ägyptische kategorisch erklärte: »Sharia is not under discussion here.«"

http://jungle-world.com/...
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25.03.2010 20:33 Uhr von Laz61
 
+5 | -2
 
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Wenn wunderts denn: mich nicht.

Hier ein Zitat von Jeff Halper, Koordinator des israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen :

"Als ich kürzlich im amerikanischen Kongreß und im Außenministerium die Runde machte und für eine gerechte Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts sprach, wurde mir gesagt, dass "Gerechtigkeit" kein aktives Element der amerikanischen Außenpolitik sei.

Mir wurde sogar von Lobbyisten geraten, den Terminus "Menschenrechte" bei meinen Treffen mit Senatoren und Kongressleuten nicht zu verwenden, weil dies anti-amerikanisch klingen würde, als ob es etwas gäbe, das das amerikanische Gesetz und Politik übertrumpfen würde was die Menschenrechte tatsächlich tun. Alle ihre anderen Slogans, wie "Verbreitung von Freiheit und Demokratie" sind hohle Worte."
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25.03.2010 23:21 Uhr von RickJames
 
+5 | -1
 
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@all_in: Ach herrje... da hast du es jetzt aber dem bösen bösen bösen Menschenrechtsrat es mit deiner "verlässlichen Quelle" aber so richtig gegeben.
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26.03.2010 00:49 Uhr von all_in
 
+2 | -3
 
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@RickJames: Deinen Sarkasmus kannst du dir getrost für eine passendere Gelegenheit aufheben. Verschwende ihn nicht zu sehr, sonst könnte er dir vielleicht noch ausgehen.

Das was ich zitiert habe, ist weitreichend bekannt, Kritik kommt/kam selbst von Kofi Annan. jungle-word ist mir einfach als erstes untergekommen. Aber bitte:

"Seit seiner Arbeitsaufnahme Mitte 2006 steht auch der Menschenrechtsrat wie sein Vorgänger der Menschenrechtsausschuss in dem Verdacht, parteiisch zu sein. Dies wird erhärtet durch die Tatsache, dass seitdem sechs von zwölf Sondersitzungen des Rates sich mit dem Thema Nahost befasst haben. Immer wieder saß dabei Israel auf der Anklagebank. Viel schwerer tun sich die islamischen und afrikanischen Staaten, die unter den 47 Mitgliedsländern immer noch die Mehrheit haben, damit, andere Krisenherde mit Menschenrechtsverletzungen, etwa im Sudan, anzusprechen."

http://www.n-tv.de/



"Annan kritisiert Menschenrechtsrat


Ärger über Darfur

Als konkretes Beispiel nannte Annan die Krise im westsudanesischen Darfur, wo bei Angriffen arabischer Milizen auf schwarzafrikanische Dorfbewohner in den vergangenen drei Jahren laut Schätzungen etwa 200.000 Menschen getötet und Millionen vertrieben wurden.

Die europäischen Vertreter hatten am Vortag verärgert auf das Scheitern einer scharf formulierten Resolution des Rates zum Darfur-Konflikt reagiert, in der die sudanesische Regierung an ihre Verantwortung für die Provinz erinnert worden wäre. Statt dessen folgte das Gremium Forderungen afrikanischer Mitglieder und drückte nur in milden Worten seine Sorge über Menschenrechtsverletzungen aus.


Fokus auf Israel

Annan erwähnte keine Mitgliedstaaten explizit, stellte in seiner Erklärung aber fest, daß der Rat sich seit Beginn seiner Arbeit im Mai stark auf den arabisch-israelischen Konflikt konzentriert und in drei Sondersitzungen Menschenrechtsverletzungen Israels verurteilt habe. „Es gibt sicherlich andere Vorkommnisse auf dieser Welt, ganz besonders die Krise im sudanesischen Darfur, die genauso oder noch dringender der Aufmerksamkeit bedürfen“, schrieb er.

Der Rat ist Teil umfassender UN-Reformen und wurde maßgeblich von Annan gefördert. Die vorherige Kommission war unter anderem dafür kritisiert worden, daß darin Staaten vertreten waren, die selbst die Menschenrechte verletzten."

http://www.faz.net/~E8937B380FA4D475B9F9F4EF95B14784E~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Ach ja: Es war Kofi Annan selbst, der diesen Rat ins Leben gerufen hat.

Weiter im Text:

"Die große Schwäche der Menschenrechtskommission zeigte sich besonders in den Regionalgruppen Asien und Afrika. Hier wurden Kandidaten für den Rat aufgestellt, die selbst systematisch Menschenrechte missachteten. So konnten sich Regierungen der Kontrolle entziehen und sich gegenseitig vor Kritik schützen. Selbst die Hochkommissarin für Menschenrechte, Louise Arbour, sprach im Jahr 2005 davon, dass in der Menschenrechtskommission mit zweierlei Maß gemessen werde.

[...]

Zweidrittelmehrheit des Südens



Es ist eine einfache Rechnung. Unter den 47 Mitgliedern des Menschenrechtsrates sind 13 afrikanische und 13 asiatische Staaten. Wenn diese sich zusammenschließen, sind sie in der Mehrheit. Und mit Unterstützung einiger südamerikanischer Staaten erhalten sie sogar die Zweidrittelmehrheit. Staaten, die sich oft vom Westen bevormundet sehen, haben etwa dafür gesorgt, dass eine Resolution gegen den Sudan zur Krise in Darfur recht milde ausfiel. Eine Diskussion zu Tibet wurde gar nicht erst zugelassen."

http://www.dw-world.de/



[ nachträglich editiert von all_in ]
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26.03.2010 00:49 Uhr von all_in
 
+1 | -3
 
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Deinen Sarkasmus kannst du dir getrost für eine passendere Gelegenheit aufheben. Verschwende ihn nicht zu sehr, sonst könnte er dir vielleicht noch ausgehen.

Das was ich zitiert habe, ist weitreichend bekannt, Kritik kommt/kam selbst von Kofi Annan. jungle-word ist mir einfach als erstes untergekommen. Aber bitte:

"Seit seiner Arbeitsaufnahme Mitte 2006 steht auch der Menschenrechtsrat wie sein Vorgänger der Menschenrechtsausschuss in dem Verdacht, parteiisch zu sein. Dies wird erhärtet durch die Tatsache, dass seitdem sechs von zwölf Sondersitzungen des Rates sich mit dem Thema Nahost befasst haben. Immer wieder saß dabei Israel auf der Anklagebank. Viel schwerer tun sich die islamischen und afrikanischen Staaten, die unter den 47 Mitgliedsländern immer noch die Mehrheit haben, damit, andere Krisenherde mit Menschenrechtsverletzungen, etwa im Sudan, anzusprechen."

http://www.n-tv.de/...



"Annan kritisiert Menschenrechtsrat


Ärger über Darfur

Als konkretes Beispiel nannte Annan die Krise im westsudanesischen Darfur, wo bei Angriffen arabischer Milizen auf schwarzafrikanische Dorfbewohner in den vergangenen drei Jahren laut Schätzungen etwa 200.000 Menschen getötet und Millionen vertrieben wurden.

Die europäischen Vertreter hatten am Vortag verärgert auf das Scheitern einer scharf formulierten Resolution des Rates zum Darfur-Konflikt reagiert, in der die sudanesische Regierung an ihre Verantwortung für die Provinz erinnert worden wäre. Statt dessen folgte das Gremium Forderungen afrikanischer Mitglieder und drückte nur in milden Worten seine Sorge über Menschenrechtsverletzungen aus.


Fokus auf Israel

Annan erwähnte keine Mitgliedstaaten explizit, stellte in seiner Erklärung aber fest, daß der Rat sich seit Beginn seiner Arbeit im Mai stark auf den arabisch-israelischen Konflikt konzentriert und in drei Sondersitzungen Menschenrechtsverletzungen Israels verurteilt habe. „Es gibt sicherlich andere Vorkommnisse auf dieser Welt, ganz besonders die Krise im sudanesischen Darfur, die genauso oder noch dringender der Aufmerksamkeit bedürfen“, schrieb er.

Der Rat ist Teil umfassender UN-Reformen und wurde maßgeblich von Annan gefördert. Die vorherige Kommission war unter anderem dafür kritisiert worden, daß darin Staaten vertreten waren, die selbst die Menschenrechte verletzten."

http://www.faz.net/...~E8937B380FA4D475B9F9F4EF95B14784E~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Ach ja: Es war Kofi Annan selbst, der diesen Rat ins Leben gerufen hat.

Weiter im Text:

"Die große Schwäche der Menschenrechtskommission zeigte sich besonders in den Regionalgruppen Asien und Afrika. Hier wurden Kandidaten für den Rat aufgestellt, die selbst systematisch Menschenrechte missachteten. So konnten sich Regierungen der Kontrolle entziehen und sich gegenseitig vor Kritik schützen. Selbst die Hochkommissarin für Menschenrechte, Louise Arbour, sprach im Jahr 2005 davon, dass in der Menschenrechtskommission mit zweierlei Maß gemessen werde.

[...]

Zweidrittelmehrheit des Südens



Es ist eine einfache Rechnung. Unter den 47 Mitgliedern des Menschenrechtsrates sind 13 afrikanische und 13 asiatische Staaten. Wenn diese sich zusammenschließen, sind sie in der Mehrheit. Und mit Unterstützung einiger südamerikanischer Staaten erhalten sie sogar die Zweidrittelmehrheit. Staaten, die sich oft vom Westen bevormundet sehen, haben etwa dafür gesorgt, dass eine Resolution gegen den Sudan zur Krise in Darfur recht milde ausfiel. Eine Diskussion zu Tibet wurde gar nicht erst zugelassen."

http://www.dw-world.de/...
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26.03.2010 01:09 Uhr von all_in
 
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Kleiner Fehler unterlaufen. 2er TEIL: Weiter im Text:

"Detailliert befasste sich der Deutsche mit den Aufgaben des neuen Uno-Gremiums. Immerhin sollte es die umstrittene Menschenrechtskommission ablösen, die bisweilen unter Führung von "Schurkenstaaten" wie Libyen eine zwielichtige Rolle gespielt hatte. Deutschland werde sich "mit großem Engagement für einen starken, glaubwürdigen, angesehenen und einflussreichen Menschenrechtsrat einsetzen", versprach er.

Das war im Juni. Vier Monate später könnte die Ernüchterung kaum größer sein. Politiker und Diplomaten berichten dem Außenminister über einen zähen Abwehrkampf in Genf um die Deutung der Menschenrechte - und die vielen Rückschläge, die es dabei hinzunehmen galt.

Die mächtige Organisation Islamischer Staaten (OIC) organisiert mittlerweile feste Stimmblöcke gegen den Westen. "Im Menschenrechtsrat ist die OIC ein Hauptakteur geworden", klagt Günter Nooke (CDU), Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung. "Damit haben wir ein Problem."

[...]

Immer wieder bekommen die Europäer das schmerzhaft zu spüren. Erst kürzlich debattierte ein Ratsausschuss hinter verschlossenen Türen Foltervorwürfe gegen Usbekistan und über die sogenannte zweifache Todesstrafe in Iran. Dabei wird ein Delinquent gehenkt, kurz vor dem Tod allerdings heruntergelassen und nach kurzer Zeit zum zweiten Mal aufgeknüpft.

Die islamischen Vertreter wollten die Verfahren gegen die beiden Bruderstaaten sofort einstellen; nach verzweifelten Protesten des Westens ließen sie sich auf eine Vertagung ein. In Genf wird nun damit gerechnet, dass das Verfahren innerhalb der nächsten Monate sanft entschlummert.

Auch die teils haarsträubenden Zustände in Afrika sind mehr oder minder der Kritik entzogen. Als die westlichen Staaten im Menschenrechtsrat einen Textentwurf vorlegten, der die sudanesische Regierung für den Völkermord in der Provinz Darfur verantwortlich macht, schaltete die Ratsmehrheit auf stur. Der Entwurf wurde abgeschmettert.

Besonders eifrig ist das Gremium im Umgang mit Israel. Gleich zu Beginn beschloss es, künftig bei jeder regelmäßigen Sitzung die Verhaltensweisen Jerusalems zu thematisieren. Als der Libanon-Krieg im Juli ausbrach, beraumte der Rat Sondersitzungen an und verabschiedete gleich eine Resolution. Die islamischen Staaten weigerten sich freilich, die Rolle der terroristischen Hisbollah als Auslöser des Konflikts überhaupt nur zu nennen. "

http://www.spiegel.de/...


Ganz toll dieser "Menschenrechts"-rat. Super Sache. Genauso toll wie Durban I und Durban II.

Noch ein kleines Bonbon:

"Alles, was man über den Menschenrechtsrat der Uno wissen muss, um verlässlich seine Arbeit beurteilen zu können, ist eine Episode aus dem Jahr seiner Gründung, 2006. Weil sich der Rat aufgrund der damals vorliegenden Berichte internationaler Menschenrechtsorganisationen nicht auf eine Verurteilung der sudanesischen Regierung wegen der Darfur-Krise verständigen konnte, setzte er eine eigene Untersuchungskommission unter dem Vorsitz der amerikanischen Friedensnobelpreisträgerin Jody Williams ein.

Als diese im März 2007 einen Bericht vorlegte, in dem die sudanesische Regierung beschuldigt wurde, für das Blutbad in Darfur verantwortlich zu sein, wurde der Bericht verworfen und eine neue Kommission eingesetzt. Die kam im Dezember 2007 zu den gleichen Erkenntnissen - und wurde kurzerhand vom Rat aufgelöst.

Immerhin hat der Menschenrechtsrat in anderen Fällen bewiesen, dass er auch entschlossen zur Tat schreiten kann und dabei keine Konfrontation scheut. Er empfahl beispielsweise England, die Monarchie abzuschaffen und endlich eine geschriebene Verfassung einzuführen. Die Schweiz wurde aufgefordert, den Rassismus im eigenen Land intensiver zu bekämpfen.

Und nun hat der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen, dessen Mitglieder sich regelmäßig im schönen und weltoffenen Genf treffen, das Meisterstück seiner inzwischen zweijährigen Existenz abgeliefert und die Scharia, das islamische Gesetz, für sakrosankt erklärt.

[...]

Die Organisation "Reporters sans frontières" (Reporter ohne Grenzen) nannte die Berufung von mindestens zehn Staaten, in denen die Meinungsfreiheit "massiv verletzt" wird, einen "Skandal": Algerien, Aserbaidschan, Bangladesch, China, Kuba, Nigeria, Pakistan, Russland, Saudi-Arabien und Tunesien. Allein die Tatsache, dass diese Staaten in dem Gremium sitzen, lasse "das Schlimmste" erwarten, hieß es in einer Erklärung von "Reporter ohne Grenzen"."

http://www.spiegel.de/...

Na, ich bin mal gespannt ob und wie du darauf antworten willst.
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27.03.2010 21:12 Uhr von RickJames
 
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all_in: Was willst du mir damit sagen? Das der UN-Menschenrechtsrat eine diabolische Verschwörung gegen Israel ist? Natürlich spielen da Politische Standpunkte eine Rolle. Glaubst du etwa dass das beim US Dominierten UN-Sicherheitsrat anders ist?
Mir stellt sich in der Sache nur eine Frage, "bin ich mit dem was Israel macht einverstanden oder nicht?" und die Antwort ist "nein, bin ich nicht".
Selbst Israels engste Verbündete sind es mittlerweile nicht mehr, also spar dir bitte die Antisemitismus Vorwürfe...
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28.03.2010 14:10 Uhr von all_in
 
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@RickJames: Verschwörung? Wende dich mal an die Truther, da wirst du genug Verschwörungen bekommen.
Nein, keine Verschwörung, sondern eine Farce. Der "Menschenrechts"-rat wird seinem Namen nicht ein Mal ansatzweise gerecht. Seine Beschlüsse sind in keinster Weise von Relevanz. Er ist zu einem Parkett für diejenigen geworden, die den westlichen Staaten gerne eine auswischen würden, und wenn sie es schon militärisch nicht können, dann doch zumindest politisch. Menschenrechte? Welches Interesse haben denn die meisten Mitglieder dieses "Rates" an Menschenrechten? Für die meisten Mitglieder sind Menschenrechte ein Fremdwort. Somit sind 99,9% seiner Beschlüsse Mumpitz/Moppelkotze und haben nicht die geringste Aussagekraft. Ein "Menschenrechts"-Rat, der es nicht zu Stande bekommt in den eindeutigsten Fällen von Menschenrechtsverletzungen wie im Falle von Darfur eine vernünftige Resolution zu erlassen, der hat sein Legitimität sowieso verwirkt. Das erkennt man alleine daran, dass er nicht mehr wirklich ernst genommen wird.


Und a propos US-dominierter UN-Sicherheitsrat: Wenn er ja angeblich so US-dominiert ist, dann stellt sich dich die Frage: Warum schaffen es die USA nicht Sanktionen gegen den Iran ins Leben zu rufen? Das müsste doch, folgt man deiner Aussage, ein Klacks für sie sein.


Noch hast du nichts antisemitisches geschrieben, solltest du es vielleicht doch mal tun, werden ich dich gerne mit einem Verweis auf die Bundeszentrale für politische Bildung darauf hinweisen.

[ nachträglich editiert von all_in ]

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