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MDK fordert härteres Bewertungssystem für Heime

Das Bewertungssystem für Heime, anhand dem Pflegebedürftige und ihre Angehörigen entscheiden können, welches Heim sie bevorzugen, ist laut dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen viel zu ungenau.

Zum jetzigen Zeitpunkt werden alle Kriterien gleichstark gewichtet. Da kann ein guter Service in gesundheitlich unbedenklichen Bereichen genauso stark bewertet werden, wie die Pflege der Bewohner, die Lagerung der bettlägrigen Patienten und die Gabe von ausreichend Flüssigkeit.

Deshalb fordert der medizinische Dienst eine umgehende Verbesserung des Systems - Zum Beispiel durch eine unterschiedliche Gewichtung der verschiedenen Bereiche.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Gesundheit, Pflege, Bewertung, Pflegeheim, MDK
Quelle: www.focus.de

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23.03.2010 10:49 Uhr von Strange00
 
+1 | -1
 
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Prima !!! Ich fände es wirklich toll, wenn man die jeweiligen Heime als Angehöriger und wenn möglich, als Bewohner bewerten
könnte !!!! Jedoch sollten natürlich die Ergebnisse auch veröffentlicht werden !!!!

Denn was ich schon mit solchen Heimen erlebt habe ist wirklich gruselig!!!

- Da wurden Bewohner mit Gegensprechanblagen abgehört;
- Personal beklaute die Bewohner;

- Wurden mit dem Essen (was sie selbst nicht alleine essen konnten), alleine gelassen und so auf eine Sondierung zugesteuert (Arbeitsersparnis)...

-Psysiotherapeuten kamen zum Teil gar nicht, so dass die Gelenke der bettlägerichen Bewohner fast ganz versteiften...

-Personal war mehr am Kaffetrinken im Büro asls sich mit den Bewohner zu beschäftigen etc.........


Da gibt es so viel zu berichten....
Es ist mir klar, das es sehr viel an Personal mangelt, aber das erklärt trotzdem nicht jedes Verhalten...

Mit einem Bewertungssystem, wären vor allem die Heimleiter gezwungen, auf mehr initiative des Personal, der Küche und sich selbet zu achten...
Denn sonst würden sich in Zukunft die Bewerbungen für das jeweilige Heim ziehmlich schnell ausdünnen!!!!


Also ich bin absolut dafür!!!!!
Denn auch ältere Menschen haben das Recht auf ein würdigen Lebensabend!!!!
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23.03.2010 11:41 Uhr von Strange00
 
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@CradleofFilth: bin mir jetzt nicht genau sicher welchen Punkt Du meinst....
Naja, viuelleicht treffe ich grad den richtigen,....

ich weiß, dass in dieser Berufssparte absoluter Mangel herscht. Mangel an Zeit, Geld und Personla.
Dennoch weiß ich, dass man selbst bei diesem Standart, gute Arbeit leisten kann...
Die Beisspiele die ich genannte habe, stammten aus dem ersten Heim meines Großvaters und ein anderes Heim von einer Bekannten...
Jedenfalls als wir un seren Großvater das Heim wechseln liessen, erkannte man die Unterschiede...
Dort war alles viel freundlicher... Man war angagierter und menschlicher und wurde nicht behandelt wie zukünftiges "Friedhofsgemüse".... Wobei von den Kosten her kein Unterschied festzustellen war....

Auch mit wenig Geld und auch Personalmangel kann man doch trotzdem ein würdigen Aufenthalt ermöglichen!!
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23.03.2010 11:41 Uhr von Strange00
 
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sorry...war doppelt.

[ nachträglich editiert von Strange00 ]
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23.03.2010 12:23 Uhr von fiver0904
 
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Das Problem ist, dass sich der MDK anmeldet. Aus meiner Zivi-Zeit weiß ich noch, dass schon Tage davor das halbe Heim auf den Kopf gestellt wurde um daraus gut abzuschneiden.

Reinigungskräfte mussten Überstunden machen, Spinnweben von den Decken holen, Ecken von Hand ausputzen.

Die Hausmeisterei musste Ausgüsse usw. sonder reinigen...

Am Tag als der MDK dann kam "mussten" sich die Pfleger dann auch intensiv um die Bewohner kümmern, die übliche Zeitvorgabe von 15 Minuten pro Person für Aufstehen > Waschen > Anziehen > Herrichten (also Schminken, Kämmen, Schmuck, Parfum, etc.) > zum Frühstückstisch geleiten, war dann tabu.
Jedes Häärchen musste perfekt sitzen, komplett frische Kleidung am besten mit nagelneuen Schuhen, Zimmer aufräumen (Inkontinenzmaterial oder Dinge die herumliegen z.B.), usw.

Unter normalen Umständen sah es dann wie schon angedeutet anders aus. Pro Pfleger ca. 14-18 Bewohner (je nach Pflegestufe), Zeit 15 Minuten rack zack alles fertig, ob da eine Einlage nicht gewechselt wurde oder eine Geri-Matte befleckt ist interessiert da niemanden.
Weiter gehts zum Mittagessen: Nachschlag gab es streng reguliert, etwa die Hälfte des vorherigen Gerichts, danach nichts mehr (am Tag des MDK wurde jeder Bewohner extra gefragt ob er will, und was für Nachschläge!).
Getränke: Horrende Auswahl aus Kaffee, Apfelsaft und Mineralwasser (am Tag des MDK: Orangensaft, Tee, auch Bier und Wein). Und ewig so weiter.

Aus 9 Monaten Zivi kann ich sagen: Egal wie dement ich werde, bitte Kinder, steckt mich in kein Heim - vorher lasse ich mich erschießen!

[ nachträglich editiert von fiver0904 ]
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23.03.2010 13:54 Uhr von Borgir
 
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unsinnig: zu einer besseren versorgung der älteren menschen können nur dinge führen, die geld kosten, sprich

1. gut ausgebildetes und ausreichend vorhandenes pflegepersonal (sprich keine 400euro-kräfte die zwei wochen beim roten kreuz einen "pflegekurs" gemacht haben, auch reicht nicht eine examinierte kraft pro schicht)
2. vernünftiges therapeutisches personal, ergo usw., und zwar im haus angestellt, dass genug zeit für die versorgung der bewohner vorhanden ist
3. vernünftiges essen (auch für bettlägerige und vollpflegebedürftige, jeden tag purrée mit passiertem hackfleisch ist scheiße)
4. verbot von "altenheim-ketten" (azurit nur als beispiel), die wollen gewinn machen, aber nicht die leute vernünftig versorgen

das sind alles erfahrungswerte, keine ratereie oder sonstwas. wenn die angehörigen mal den ganzen tag mitbekommen würden, wie ihre eltern oder großeltern in einem altenheim behandelt werden (besonders dann, wenn gerade kein angehöriger dabei ist), würden sie wahrscheinlich amok laufen.
peta und diese ganzen tierschutzorganisationen schreien auf, wenn ein huhn nicht die geforderten quadratmeter auslauf hat (haben sei auch recht), aber bei den zuständen in den altenheimen schauen alle weg.....und warum? weil die vernünftige versorgung alter menschen GELD und ZEIT kostet....was in unserer gesellschaft leider angeblich nicht vorhanden ist. es lebe der deutsche sozialstaat.

@fiver0904
das ist das beste beispiel, der mdk WILL an der nase herumgeführt werden. ich wage zu behaupten, dass 80% der heime dicht machen müssten, wenn kontrollen unangemeldet durchgeführt würden (80% ist wahrscheinlich sogar noch zu niedrig geschätzt).

[ nachträglich editiert von Borgir ]
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23.03.2010 15:44 Uhr von unomagan
 
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Mein: Altenheim in dem ich arbeite hat ne 1,0 bekommen. also 1,0 in allen bereichen. :)

Aber stimmt schon, irgendwie sollte schon gewichtet werden. Aber ein schlechtes Altenheim bleibt ein schlechtes Altenheim. Mit Gewichtung oder ohne :)
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26.09.2010 16:22 Uhr von Spafi
 
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@fiver: Du hattest einfach nur Pech mit deinem Heim. So wie du es beschreibst, also die Zeit unmittelbar vor der Ankunft des MDK und während seiner Anwesenheit, war in meinem Heim Standard. Ok, wenn gerade nicht die halbe Belegschaft wegen einer Noro-Virus-Epidemie ausgefallen ist und man enormen Zeitdruck hat, ist so ein Verhalten eigentlich selbstverständlich. Wurde von der Spätschicht feuchtes Bettzeug gefunden, gab es Anschiss und wurde nicht jeden Tag etwas frisches angezogen, ebenso.

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