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Urteil: Sohn bietet Musik bei Tauschbörse an - Vater auch verurteilt

In einem Gerichtsverfahren hat das Landgericht Magdeburg einen Vater und seinen Sohn zu jeweils 3.000 Euro Schadensersatz sowie die Übernahme der Anwaltskosten der Musikindustrie verurteilt.

Der Sohn habe eingeräumt, 2005 insgesamt 132 Lieder in einer Tauschbörse angeboten zu haben. Dies erfolgte über den heimischen Internetanschluss, der auf dem Namen des Vaters lief.

Aus diesem Grund wurde nicht nur der Sohn, sondern auch der Vater zu der Geldstrafe verurteilt. Der Anschlussinhaber hätte sich sachkundige Hilfe organisieren müssen und Firewalls sowie Schutzprogramm nutzen müssen, damit keine illegalen Handlungen über den Internetanschluss abgewickelt werden können.


WebReporter: Tel_Pacino
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Vater, Sohn, Tauschbörse
Quelle: www.teltarif.de

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28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.03.2010 14:40 Uhr von Hawkeye1976
 
+85 | -1
 
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"Der Anschlussinhaber hätte sich sachkundige Hilfe organisieren müssen und Firewalls sowie Schutzprogramm nutzen müssen, damit keine illegalen Handlungen über den Internetanschluss abgewickelt werden können. "

Was soll denn der Spruch? Firewall okay, aber man kann doch nicht von jedem Bürger verlangen, sich einen IT-Spezialisten ins Haus kommen zu lassen. Auf welchem Planeten lebt dieser Richter?
Komisch, bestimmte Rechtsgrundsätze scheinen ausser Kraft zu sein, wenn die MI klagt.

Bekommt bei einem Raubüberfall dann auch das Opfer eine Mitschuld, weil es sich keinen sachkundigen Bodyguard engagiert hat?
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22.03.2010 14:41 Uhr von capgeti
 
+27 | -0
 
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lol: ich bezweifle das es überhaupt möglich ist mit einer "firewall" oder einem "schutzprogramm" einen upload auf einen Server zu sperren, es sei denn man weis welcher server das ist, aber das glaube ich ist dennoch sinnlos (nimmt man halt nen anderen ^^)
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22.03.2010 14:57 Uhr von Dracultepes
 
+25 | -0
 
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Alles was man als Privatmenschen wirtschaftlich einsetzen kann ist doch ziemlich schnell ausgehebelt.

Weltfremdes Urteil
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22.03.2010 15:01 Uhr von Mr.Shot
 
+2 | -26
 
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22.03.2010 15:15 Uhr von JesusSchmidt
 
+16 | -1
 
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der sohn hat doch (dämlicherweise) gestanden?! wieso sollte der vater noch für irgendetwas zahlen müssen?

in der quelle steht nichts von JEWEILS 3000 euro. der vater haftet selbstverständlich nicht.

die urteilsbegründung ist irgendwie nur sinnvoll, wenn der rechner des vaters benutzt wurde. einen router interessieren desktopfirewalls eher wenig. :)
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22.03.2010 15:18 Uhr von Hawkeye1976
 
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Nachtrag: Theoretisch müsste man alle ausgehenden Ports sperren, um zu verhindern, dass der Filius irgendwie irgendwas hochlädt. Oder nicht?
Wie will man das in einer Weise realisieren, die halbwegs praktisch und praktikabel ist?
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22.03.2010 15:21 Uhr von capgeti
 
+13 | -0
 
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@Mr.Shot: Und was ist wenn die lieddatein in einem zip mit den namen hausaufgaben sind? und er sie auf nen anonymen server ohne "gefährlichen" stichwort lädt? (über port 80 natürlich =)) dann nützen auch die programme nichts, man kann sowas nicht filtern.

höchstens die Uploadgrenze was im monat rausgehen darf beschrenken =).

Aber da der junge denk ich mal weis was er tat wird ihn auch solch eine sperre nicht aufhalten, hihi.

[ nachträglich editiert von capgeti ]
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22.03.2010 15:29 Uhr von Artanis16
 
+2 | -1
 
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Schadenersatz != Geldstrafe: Um was gehts hier eigentlich? Der Author nutzt die Begriffe synonym, obwohl sie das alles andere als synonym sind.

Geldstrage zahle ich in einem Strafverfahren. Das ist die Stufe vor dem Gefängnis. Das Geld geht dabei an den Staat.

Schadenersatz zahle ich in einem Zivilverfahren. Wenn ich gegen die Recht eines anderen gehandelt habe, kann derjenige mich auf Schadenersatz verklagen. Das Geld geht dann an denjenigen der mich verklagt hat

Dass im Strafverfahren der Vater mithaftet, wär mir neu. Im Zivilprozess ist das allerdings schon lange so...
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22.03.2010 15:32 Uhr von bigpapa
 
+2 | -19
 
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22.03.2010 15:40 Uhr von EvilMoe523
 
+0 | -2
 
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@ JesusSchmidt: Ganz einfach:

Weil er der Besitzer des Anschlusses ist, diese haften nunmal in jedem Fall für illegale Aktivitäten. Man könnte in dem Fall auch sagen "Eltern haften für ihre Kinder" ...

Mich wundert es eher, dass die Strafe auf Beide aufgeteilt wurde.
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22.03.2010 16:06 Uhr von Hawkeye1976
 
+4 | -0
 
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Eltern haften Ich dachte, dieser berühmte Satz "Eltern haften für ihre Kinder" sei juristisch unhaltbar. Zumindest sagt das das Lexikon der populären Rechtsirrtümer von Ralf Hoecker.

Er bezieht sich zwar auf die berühmten Verbotsschilder, aber die Umstände sind ja in einem gewissen Rahmen ähnlich.
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22.03.2010 16:22 Uhr von dogdog
 
+5 | -0
 
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Der Deutschland Ostblock, da geht einiges schief...

- Firewalls im privaten bereich decken hauptsächlich attacken von aussen ab.
- Was bringt eine Firewall auf Papa´s Rechner, wenn ein Router im Haus steht ?

*Ironie on*
Counter-Strike war daran wieder schuld..
*Ironie off*
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22.03.2010 16:29 Uhr von JayX
 
+7 | -0
 
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Sichern: Eine absolute Sicherung gibt es nicht, doch genau das wird immer vorgegaukelt. Verschluesselt man Daten, so sind diese immer knackbar, doch bei x tausend Jahren zieht das keiner mehr in betracht ;)
Und von wegen Upload schuetzen: Nur durch komplettes Sperren des Uploads geht das, aber dann kann man auch nicht mehr surfen. Will ich etwas uploaden und nur ein Port ist frei, dann bekomme ich das da auch durch. Bei standard-Routern und/oder Programmen reicht es schon ueber eine verschluesselte Leitung als https oder VPN oder dergleichen zu versenden, denn hier duerfen die Programme meist nicht lesen.

Das sind einfach feste Regelungen ohne die z.B. Onlinebanking nicht moeglich waehre, denn dann kann man nicht mehr so viel Vertrauen darin setzen.

Aber was rede ich so viel. Es ist schlicht weg so, dass man JEDE Sicherung umgehen kann. Man muss nur wissen wie und es ist eine Frechheit den Vater dafuer verantwortlich zu machen. Er haette sich, dem Urteil zufolge, zum Fachmann selbst ausbilden muessen, damit er schlicht besser als sein Sohn wird und nur dann kann er diesen daran hindern. Wenn man danach geht, dann muessten Eltern Fachmaenner fuer Soziales, Computer, Internet, Sprachwissenschaften und und und werden, damit sie alles ausschliessen koennen, was das Kind je anstellen koennte. Einfach laecherlich!
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22.03.2010 16:32 Uhr von derSchmu2.0
 
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Naja ich weiss nich mal abgesehen von den horrenden Kosten fuer ein paar Lieder muss ich sagen, dass solange der Sohn noch minderjaehrig ist, gilt auch hier: Eltern haften fuer ihre Kinder...
Haett der Vater sich darum gekuemmert, dass der kleine nicht erwischt wuerde, haetten sie das Problem jetzt nicht...naja bloed nur, wenn da heute alle Erziehungsberechtigten garkeine Zeit mehr fuer ihre Zoeglinge haben, weil se sich nur n Kopf darueber machen, wie se was Geld nach Hause kriegen...aber das is wieder ne andere Geschichte...
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22.03.2010 16:38 Uhr von Falkone
 
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Kein Internet zum Tauschen benutzen !!! Wir tauschen Festplatten, das ist viel effektiver !

Mittlerweile haben wir über 4 Terabyte gesammelt.
(Sammlerleidenschaft , denn ob man je alles anhören kann, das bezweifel ich...)
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22.03.2010 16:56 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Ich gebe der MI bestimmt nicht recht aber in einem Fall weiss ich es, dass der Vater kräftig runtergeladen hat, sowie Spiele über kostenpflichtige Telefonnummern gekauft hat (auch das gibts) - und anschliessend alles auf seinen Sohn geschoben hat und damit eben nicht zahlen wollte. In einem anderen Fall weiss ich wie Vater und Sohn gemeinsam vor dem PC sassen und im Eselnetz ihre Lieblingssongs geladen haben. Da brachte papi dem Sohn bei wies geht.
Zumindest die Ausrede, dass alles nur immer das Kind gemacht hat folgt wohl der Überlegung der Eltern, das Kind sei wohl nicht strafmündig.
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22.03.2010 17:04 Uhr von xGwydionx
 
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Rechtskräftig? Würde mit Einspruch und Revision dagegen vorgehen.Glaube nicht,das das Urteil überall bestand hat.
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22.03.2010 17:13 Uhr von Dracultepes
 
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@falkone @derSchmu2.0 @mr.shot @BigPapa: Und wo kommt der kram auf den Festplatten her? Schickt ihr direkt an die RLS Groups? Irgendjemand lädt es immer und eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied. Das heisst wenn sie euer anfangsglied hops nehmen und der Daten rausgibt seit ihr genausodran ;)

Wobei es natürlich "sicherer" ist als Emule und Torrent.

@derSchmu2.0

Wie gut das Eltern haften für ihre Kinder nicht unbedingt stimmt.

@mr.shot
Ach und die Software kann man nicht umgehen? Ich seh es aber positiv. So sorgt man dafür das die Kinder sich damit auseinander setzen und nicht nur Farmville spielen.

@BigPapa
Soso Sippenhaft ^^
Und am besten noch jedesmal dahinter stehen wenn der volljährige Sohn sich im Inet bewegt?

Wenn man dieses System beibehält sollte man dafür sorgen das jeder Benutzer sich Inet einfach so leisten kann. Denn die Moral dieser Geschichte ist das man auf garkeinen Fall irgendjemandem sein Inet zur Verfügung stellen sollte. Weil man haftet ja mit. Interessant für WGs und Eltern. Das heisst bei einem normalen Haushalt 3 Inet Anschlüsse damit man jeden eindeutig zuordnen kann.
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22.03.2010 17:15 Uhr von Mario1985
 
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LOL: Jeder Teenager weiß heutzutage wie man diese Programme auch deaktivieren kann(i.d.R. mit einem einfachen Rechtsklick, dann bisschen lesen und logisch denken, oops das was die heutige Jugend nur noch selten praktiziert, und ein linker mausklick und schon ist auch das Programm deaktiviert, zurnot geht man in die Msconfig und deaktiviert ein Start dieses Programmes, was man nur mit Extra Benutzerkonten eindämmen könnte. und glaub mir die jugend heutzutage ist so pfiffig oder die eltern so doof und finden i-wie das PW für den Hauptaccount raus....
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22.03.2010 17:28 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@Mario1985 ich hab meinem Bekannten einen kleinen Server (Windows) gebastelt, der mit AVM KEN! ins Internet geht und an die Clients verteilt. Du hast keine Chance dich am Client in PNP-Netzwerke einzuwählen, man kann sogar händische Downloads über einer gewissen Grösse sperren, oder das Internet ab 22:00 Uhr. Um das zu ändern musst du an den passwortgesicherten Server ran, weil dieser alles regelt. Da macht es Spass den Kiddies zuzuschauen wenn sie vergeblich an ihren Rechnern rumschrauben. Erhöht aber die EDV-Kenntnisse aller Beteiligten. Ist halt eine Firmenlösung mit fundierten Kenntnissen. Natürlich muss der Server in einen abgeschlossenen Raum, damit die Kiddies nicht direkt an die Leitung können.
Offenbar hat der seltsame Richter eine solche (teure) Lösung erwartet.
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22.03.2010 18:21 Uhr von thiele99
 
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Da sage ich nur: DIE Spinnen die Römer oder in diesem Falle die Richter
Aber es ist ein Abbild was in der BRD mittlerweile fürn Film abläuft, irgendwie alle komplett bekifft!!!!
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22.03.2010 18:23 Uhr von shadow#
 
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Yeah, Sippenhaft: Bei manchen Urteilen muss man sich wirklich fragen was die Richter geraucht haben.
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22.03.2010 18:32 Uhr von Dracultepes
 
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@thomas: Bis die Kiddies anfangen sich SSH Tunnel nach draußen zu bauen ^^
Ist halt der positive Nebeneffekt von soetwas, man sucht ich alternativen und lernt.

Ich bemitleide echt Kinder deren Eltern sich damit auskennen oder sich andersweitig hilfe holen. Bei uns wars damals umgekehrt *G*

Was bezahlt man denn so für Ken?
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22.03.2010 18:59 Uhr von Hrvat1977
 
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Entweder: der Vater oder der Sohn.Aber wieso werden beide bestraft.Sonst heisst es doch auch immer"der Anschlussinhaber haftet"Ich glaube die Zwei sollten sich nen guten Anwalt holen und in Revision gehen.Den dieses Urteil ist aus meiner Sicht sehr fragwürdig.Sind wir ja aber schon gewohnt von der Justiz!!!
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22.03.2010 19:46 Uhr von mcSteph
 
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Diesem Richter: haben sie ins Hirn geschi...n!
Sowas gehört echt eingesperrt und 23,5 Stunden am Tag mit der geladenen Musik beschallt. So ein Idiot, wo lebt der denn? Bei Alice im Wunderland? Sowas müsste echt abgesetzt und bei Mindestatz Hartz IV daheim verstauben!

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