22.03.10 06:37 Uhr
 2.697
 

USA: Barack Obama siegt, US-Gesundheitsreform wird kommen

Mit einer knappen Mehrheit von 219 zu 212 stimmen hat Barack Obama das US-Repräsentantenhaus von seiner umstrittenen Gesundheitsreform überzeugt. Mit dieser Reform wird es etwa 30 Millionen bisher unversicherten Staatsbürgern der USA ermöglicht, eine obligatorische Krankenversicherung zu erhalten.

Durch den starken Druck der Reformgegner konnte Barack Obama dieses Gesetz nicht ohne Kompromisse durch die Instanzen drücken. So hat er, um sich die Stimmen der Abtreibungsgegner zu sichern, festgelegt, dass Schwangerschaftsabbrüche weiterhin nicht von öffentlichen Geldern unterstützt werden.

Mit der Zustimmung des Senats bei einigen Änderungen wird die Unterschrift des Präsidenten Obama und das Inkrafttreten der rund eine Billion Dollar teuren US-Gesundheitsreform am morgigen Dienstag erwartet.


WebReporter: Balistoman
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Sieg, Barack Obama, Gesetz, Mehrheit, Gesundheitsreform
Quelle: www.tagesschau.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Donald Trump ist dreimal so häufig beim Golfen wie Barack Obama
Bürgerpflicht: Barack Obama muss als Geschworener an Gericht erscheinen
Ex-US-Präsident Barack Obama steht für Selfies nicht mehr zur Verfügung

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
22.03.2010 06:37 Uhr von Balistoman
 
+21 | -5
 
ANZEIGEN
Zeit wirds! Glückwunsch den 30 Millionen und Barack Obama für diesen Grandiosen Sieg für die Menschlichkeit und Sozialem zusammenleben. Grade die Finanzkrise hat gezeigt: Wer gerade noch oben war kann morgen schon ohne Krankenversicherung da stehen...
Kommentar ansehen
22.03.2010 06:46 Uhr von Equilibrium
 
+17 | -5
 
ANZEIGEN
Das wurde auch langsam Zeit die Zustände in den USA sind grauenvoll in der Beziehung.
Ich kann nur den Film "Sicko" von Michael Moore empfehlen...
Kommentar ansehen
22.03.2010 06:53 Uhr von Raizm
 
+14 | -8
 
ANZEIGEN
ähmm es ist keine billion...es ist eine amerikanische billion..entspricht hier einer milliarde...
hat die tagesschau schon 2mal geschlampt...
(in der tagesschau um 5 uhr gabs auch einen fehler)
Kommentar ansehen
22.03.2010 07:22 Uhr von Perisecor
 
+5 | -8
 
ANZEIGEN
Ich bin gespannt, ob die Vorteile die Nachteile überwiegen.

Und "grauenvolle Zustände"? Das kommt ja wohl, wie auch in Deutschland und anderen Staaten, immer darauf an... welches Krankenhaus? Warum ist man dort? Und warum hat man eine oder eben keine Versicherung?

"Sicko" oder generell Michael Moore Filme würde ich übrigens nicht als Quelle angeben. Die Ansätze sind zwar vorhanden, aber weder seriös noch neutral aufgearbeitet.
Kommentar ansehen
22.03.2010 07:31 Uhr von FFFogel
 
+23 | -2
 
ANZEIGEN
billion = milliarden: Laut Washington Post: $875 billion US-Dollar in den nächsten 10 Jahren

Heißt auf deutsch 875 Milliarden US-Dollar

Eine Milliarden wäre für die USA kein Problem...
Kommentar ansehen
22.03.2010 07:36 Uhr von Klassenfeind
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
Hoffentlich: wird das keine so "endlose" Geschichte,wie in Deutschland.(eine Reform jagt die nächste)..
Kommentar ansehen
22.03.2010 08:48 Uhr von Polymat
 
+1 | -5
 
ANZEIGEN
hey: meine gratulation herr obama - füre die ausgereisten europäer und deren nachkommen ins licht und mache ein neues amerika :D
Kommentar ansehen
22.03.2010 09:37 Uhr von Blackhart12
 
+9 | -2
 
ANZEIGEN
verstehe: nicht warum die Amis sich so dagegen wehren. Statt das sie froh sind das dann jeder behandelt werden kann ohne Probleme sind sie sauer aud Obama. Das geht nicht in meinen Kopf. Sicher wird es teuer, aber es ist doch auch gut für die Menschen
Kommentar ansehen
22.03.2010 09:47 Uhr von Ocain
 
+11 | -0
 
ANZEIGEN
@Blackhart: Die Amis haben nun mal nicht so ein ausgeprägtes Sozialgefühl wie wir.... wobei es mir auch schon langsam über den kopf steigt...

[ nachträglich editiert von Ocain ]
Kommentar ansehen
22.03.2010 09:53 Uhr von Aldaros
 
+8 | -1
 
ANZEIGEN
@Blackhart: Das kommt daher dass bei den Amerikanern immernoch das Gespenst "Kommunismus" in den Köpfen steckt. Für die konservativen Amerikaner bedeutet denen Hilfe zu leisten die in Not sind (ob selbst verschuldet oder nicht) oder auch jede andere Form von modernem Sozialstaat = Kommunismus.
Würdest du einen von denen Fragen: "Ja aber was ist mit den Menschen die sich keine Krankenkasse leisten können...solln die einfach verrecken?" Würden die antworten: "Sie hatten doch die Gelegenheit sich vom Tellerwäscher zum Millionär hochzuarbeiten und haben es nicht gemacht"
Kommentar ansehen
22.03.2010 10:07 Uhr von datenfehler
 
+3 | -5
 
ANZEIGEN
lachhaft Jeder, der des Englischen mächtig ist, sollte sich dieses Witz-Reförmchen mal durchlesen. Hier feiern nur die, die keine Ahnung haben, was drin steht. Naja, wenigstens hat er oberflächlich betrachtet endlich mal eines seiner Wahlversprechen halbwegs eingehalten, auch wenn diese Plüschreform nicht viel bringen wird. Obama steht wieder einmal gut da, weil die Leute keine Ahnung vom Inhalt haben. :)

"So hat er, um sich die Stimmen der Abtreibungsgegner zu sichern, festgelegt, dass Schwangerschaftsabbrüche weiterhin nicht von öffentlichen Geldern unterstützt werden. "
Supi! Die Babies sollen von den jungen, hilflosen Müttern auf eigene kosten weiterhin in die Mülltonne geworfen werden, weil sie sich nach wie vor keine Abtreibung oder ein Baby leisten können (klar darf kritisiert werden, warum solche Babies überhaupt entstehen. *g*). YES THEY CAN!

"Grade die Finanzkrise hat gezeigt: Wer gerade noch oben war kann morgen schon ohne Krankenversicherung da stehen... "
Bei der Finanzkriese hat es vorrangig solche getroffen, die genug Geld hatten, um sich mehr als ausreichend Kohle für die medizinische Versorgung fürs restliche Leben auf die Seite zu schieben - haben sie aber nicht. Sie haben spekuliert und waren zu gierig. Die Armenküche ist für solche auch noch zu schade...
Kommentar ansehen
22.03.2010 10:15 Uhr von fallobst
 
+2 | -4
 
ANZEIGEN
@ blackhart12: 1.) weil sie wissen, dass diejenigen, die arbeiten, diese milliarden an steuergeldern bezahlen müssen.

2.) weil dort eine andere lebenseinstellung herrscht. und zwar die, dass man seines eigenen glückes schmied und für sich selbst verantwortlich ist. da wird eben nicht geduldet, dass man arbeitslos auf kosten der steuerzahler lebt, unabhängig davon ob es selbst- oder unverschuldet dazu gekommen ist.

und es gibt und gab medic-aid und medi-care.

"Sicher wird es teuer, aber es ist doch auch gut für die Menschen "
nicht für diejenigen, die arbeiten gehen und dafür zahlen. jeder kann irgendwann arbeitslos werden, nur die leute vertrauen darauf, dass sie danach wieder eigenes geld verdienen können. das ist eine ganz andere mentalität.
Kommentar ansehen
22.03.2010 10:29 Uhr von Hellboy33
 
+2 | -4
 
ANZEIGEN
@Blackhart12: Ganz einfach, weil die schlau sind und lieber für SICH in die Krankenkasse einzahlen und dann das rausbekommen was ihnen zusteht, anstatt für tausende von Schmoks mitzahlen zu müssen die sichs bis jetzt nicht leisten wollten. Und Anteil der Leute die es sich nicht leisten können ist wesentlich geringer als der die es sich nicht leisten wollen zumindest in den USA. Deswegen bin ich da völlig deren Meinung!!
In Deutschland musst dich noch fast rechtfertigen warum und wieso du das/die Medikament/Behandlung brauchst und warum die Kasse das jetzt zahlen soll.

"...es ist doch gut für die Menschen." ???

Schau doch an wo wir jetzt stehen...wir zahlen für jeden mit der 20 mal im Monat zum Arzt rennt weil er nix anderes zu tun hat oder sich vor der Arbeit drückt. Wir zahlen für Leute die ihre ganze Familie einschippern lassen und dann hier auf Krankenkassenkosten behandeln lassen. Ich reis mir jeden Tag den A...... auf und geh arbeiten für solche Leute...SUPER!!
Und ihr denkt das is soooo ne gute Sache...WOW!!!

[ nachträglich editiert von Hellboy33 ]
Kommentar ansehen
22.03.2010 10:44 Uhr von Arschgeweih0815
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@datenfehler: In den USA werden keine Kinder in Mülltonnen geworfen. Dort können Eltern bis zu 72 Stunden nach der Geburt ihre Neugeborenen anonym bei Polizei und Feuerwehr abgeben.
http://en.wikipedia.org/...
Kommentar ansehen
22.03.2010 11:28 Uhr von farm666
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@Blackhart12: Ist das selbe prinzip mit dem Grundeinkommen.
Wenn die erstmal da ist, wird keiner mehr behaupten das man dagegen war.
Kommentar ansehen
22.03.2010 11:30 Uhr von farm666
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@ Arschgeweih0815: Die dann später statistisch häufiger zur ARMY gehen. den Machthungrigen freuts.
Kommentar ansehen
22.03.2010 11:32 Uhr von wussie
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@arschgeweih: Lass den ollen Datenfehler mal. Sabbelt was von keine Ahnung haben, dabei hat er selbst gar keinen Durchblick.
Kommentar ansehen
22.03.2010 11:47 Uhr von Shredhead
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
@hellboy: Keine Ahnung haben aber ganz große Töne spucken, was? Das US Gesundheitswesen ist total privatisiert, ohne auch nur die geringste Kontrolle.
Aus diesem Grund werden viele Leute einfach aus der Krankenversicherung geworfen, sobald sie eine chronische oder anderweitig extrem kostenintensive Krankheit kriegen.
Außerdem haben die US Kassen meistens eine Eigenbeteiligung von nicht unter 5000 Dollar, und die Preise von Operationen liegen grundsätzlich mindestens im hohen vierstellligen Bereich! Es gibt sogar ein "Gesundheitsinsolvenzverfahren" für Privatleute in den USA, die ihre Krankenhausrechnungen nicht mehr zahlen können. Stattdessen werden denen dann Haus, Auto und alles andere unter dem Arsch weggepfändet. SUPER!
Ich gönne dir von ganzem Herzen, dass du eines Tages ganz unten ankommst und auf das ach so verwerfliche soziale Netz angewiesen bist!
Kommentar ansehen
22.03.2010 11:48 Uhr von sharp
 
+2 | -3
 
ANZEIGEN
Das einzige was die gesundheitreform: darstellt ist "OPIUM FÜR`S VOLK" und jeder der obamas scheinheilige politik beobachtet und sich das ganze mal zu gemütte geführt hat sollte das mitlerweile mitbekommen haben.Barack ist nichts als eine strohpuppe die gefeiert und wieder verbrannt wird und auch auf die gefahr hin das ich mich hier wiederhole obama und seine politik sind so schwarz wie das endprodukt einer Puderzuckerfabrik...
Kommentar ansehen
22.03.2010 12:03 Uhr von hofn4rr
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
naiv: eine echte besserung der gesundheitsversorgung für die amerikaner kann ich mir beim besten willen, und nach wie vor kaum vorstellen.

das wäre das selbe, wenn die merkel uns niedrigere beiträge und eine bessere versorgung versprechen würde.

oder die rente sei jetzt sicher =>

obamas vermeintlicher einsatz für die armen, geschah einmal mehr aus rein opportunen interessen heraus.

ebenso die vermeintlich grandiose rettung der banken zu lasten der steuerzahler.

oder dem kampf gegen den terror usw.

oama und kollegen dienen nicht dem volk, sondern einer kleinen superreichen clique, die nach belieben schalten und walten lassen für eigene interessen.
Kommentar ansehen
22.03.2010 13:56 Uhr von Perisecor
 
+2 | -3
 
ANZEIGEN
Warum viele Amerikaner dagegen sind

@ Blackhart12

1) In Deutschland wird man gesetzlich dazu gezwungen, eine Krankenversicherung zu haben. Diese kostet, für die meisten Menschen in Deutschland, einen nicht unerheblichen Betrag.

Trotzdem muss man Praxisgebühr zahlen, man muss Medikamente selbst zahlen, man muss zuzahlen wenn man ins Krankenhaus geht, man muss zuzahlen wenn an den Zähnen oder den Augen etwas gemacht wird.


In den USA gibt es keine gesetzliche Versicherungspflicht. Ich kann mir als US Bürger also folgendes überlegen:
- brauch ich eine Versicherung?
- wie umfangreich muss die Versicherung sein? All inclusive oder lieber viel zuzahlen.
- versichere ich alle Probleme? Oder vielleicht nur die Augen?

Man hat also mehr Optionen und je nachdem was man wählt, hat man halt entweder gar nichts oder ein rundum sorglos Paket.

2) Die USA sind nicht Deutschland. Die Bundesstaaten der USA sind deutlich eigenständiger als z.B. die Freistaaten Sachsen und Bayern.

Warum also soll ich aus Connecticut jemandem aus Texas die Krankenhausrechnung zahlen? Obwohl ich überhaupt keine Versicherung haben will?

Es ist im Endeffekt wie mit den Waffen. Es geht um Eigenständigkeit, um Selbstversorgung. Darum, nicht immer reglementiert zu werden.

@ Ocain

Das hat nichts mit Sozialgefühl zu tun und "die Amis" gibt es schon mal überhaupt nicht. Wir können uns gerne ausführlicher darüber unterhalten, wenn du dich ein wenig in das Thema eingelesen hast.

@ Aldaros

"Würdest du einen von denen Fragen: "Ja aber was ist mit den Menschen die sich keine Krankenkasse leisten können...solln die einfach verrecken?""

Die korrekte Antwort darauf lautet: Auch in den USA werden Notoperationen etc. sofort durchgeführt. Egal ob diese Person eine Versicherung hat oder nicht.

Niemand verschließt sich gegen allgemeine solidarische Hilfe, siehe ja auch die schon vorhandenen medizinischen Versicherungen für Veteranen etc. Es geht um dieses rundum-sorglos-Paket.

Das hat wiederum auch wenig mit Kommunismus zu tun, sondern mit Eigenverantwortung und Eigenständigkeit. Aber auch dir mag ich empfehlen, dich deutlichst mehr mit dem Thema zu befassen, wenn du mitreden magst.
Kommentar ansehen
22.03.2010 14:04 Uhr von Perisecor
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@ Shredhead

"Das US Gesundheitswesen ist total privatisiert, ohne auch nur die geringste Kontrolle."

Quatsch. Es gibt Kontrollinstanzen, sowohl private als auch öffentliche.

"Aus diesem Grund werden viele Leute einfach aus der Krankenversicherung geworfen, sobald sie eine chronische oder anderweitig extrem kostenintensive Krankheit kriegen."

Zahlen? Die Fälle, die ich kenne, haben damit geendet, dass so handelnde Versicherer zuerst von Gerichten und danach von (ex)Kunden abgewatschelt wurden.

"Außerdem haben die US Kassen meistens eine Eigenbeteiligung von nicht unter 5000 Dollar, und die Preise von Operationen liegen grundsätzlich mindestens im hohen vierstellligen Bereich!"

5000 Dollar sind nicht viel, wenn man bedenkt, wie oft man denn groß operiert wird. Das sind am Ende auch nicht mehr als 1000-1500 Euro und da zahlen in Deutschland Privatpatienten mehr für weniger Leistung.

"Stattdessen werden denen dann Haus, Auto und alles andere unter dem Arsch weggepfändet. SUPER!"

Hätten ja eine Versicherung abschließen können. Oder den Krankenhausbesuch unter Umständen vermeiden (Unfälle o.ä. aufgrund von Drogen, Alkohol oder irgendwelche Mutproben etc.).

Man darf halt nicht vergessen: Es gibt Leute, die dadurch viel Pech und Elend erleiden, ja. Aber im Gegenzug gibt es auch Leute, die dank der nicht vorhandenen Pflicht mehr Geld zum Leben zur Verfügung haben. Gerade ihr Deutschen jammert doch Tag ein Tag aus über zu wenig Geld, obwohl es in Deutschland nicht mal Obdachlosen schlecht geht (vgl. normale Familie in Brasilien, VR China oder Somalia).

"Ich gönne dir von ganzem Herzen, dass du eines Tages ganz unten ankommst und auf das ach so verwerfliche soziale Netz angewiesen bist! "

Ach, sowas gönnst du anderen Menschen? Ist ja interessant zu sehen, was für eine Art von Mensch du bist.

@ hofn4rr

"oama und kollegen dienen nicht dem volk, sondern einer kleinen superreichen clique, die nach belieben schalten und walten lassen für eigene interessen. "

Und wer genau führt diese Clique an? Ich?
Kommentar ansehen
22.03.2010 15:49 Uhr von cheetah181
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Perisecor: "Warum also soll ich aus Connecticut jemandem aus Texas die Krankenhausrechnung zahlen? Obwohl ich überhaupt keine Versicherung haben will?

Es ist im Endeffekt wie mit den Waffen. Es geht um Eigenständigkeit, um Selbstversorgung. Darum, nicht immer reglementiert zu werden."

Mit dem Argument könnte man ja auch Steuern abschaffen. Die werden ja auch nicht nur für mich verwendet. Vor allem wenn mein Kandidat die Wahl verliert.

"Das hat wiederum auch wenig mit Kommunismus zu tun, sondern mit Eigenverantwortung und Eigenständigkeit."

Für dich vielleicht nicht, aber ich habe den Vergleich schon unzählige Male gelesen und gehört. Das Niveau auf dem gegen die Reform "argumentiert" wurde und wird ist leider selten hoch.

"Auch in den USA werden Notoperationen etc. sofort durchgeführt. Egal ob diese Person eine Versicherung hat oder nicht."

Ist das unabhängig von "Medicaid"? Es gibt nämlich eine große Gruppe die zu wenig Geld hat sich selbst zu versichern, aber zuviel um diese "Behandlung für Arme" zu bekommen.
Und nochmal zu Notoperationen: Ich weiß ja nicht wie nah "House MD" an der Wirklichkeit ist, aber dort wurde unter anderem einem Unversicherten in einer Notoperation ein Finger wieder angefügt. Nur hat er danach eine entsprechend hohe Rechnung bekommen, die er nicht zahlen konnte.

"Gerade ihr Deutschen"

Ebenso gibt es nicht "die Deutschen". ;)

"jammert doch Tag ein Tag aus über zu wenig Geld, obwohl es in Deutschland nicht mal Obdachlosen schlecht geht (vgl. normale Familie in Brasilien, VR China oder Somalia)."

Wovor haben manche US-Amerikaner dann Angst?

"Ach, sowas gönnst du anderen Menschen?"

Da kann ich ihn schon verstehen, wenn Hellboy denke, dass unser soziales Netz viel zu gütig ist, dann kann er´s ja gerne mal ausprobieren. What goes around comes around.
Kommentar ansehen
22.03.2010 16:06 Uhr von Draw
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Repekt Obama! Mein kann sagen, was man will, aber dafür, dass Obama diese Sozialversicherung durchgedrückt aht, erntet er meinen größten Respekt. Er hat in diesem Punkt wirklich gehalten, was er versprochen hat. Es ist ja nicht so, dass der Staat i-einen Vorteil von diesem Gesetz hat, es kostet den Staat sogar einiges.

Von daher zolle ich Obama meinen Respekt, weil er ein Gesetz geschaffen hat, dass den Armen hilft!

Ich finde es im Übrigen einen Offenbarungseid von den Republikanern dieses Gesetz als "Sozialismus" zu schimpfen. Das zeugt mal wieder davon, wie dumm und egoistisch diese Gruppe nennt (kein wunder also, dass Bush einer war!)
Kommentar ansehen
22.03.2010 16:44 Uhr von Perisecor
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@ cheetah181: "Mit dem Argument könnte man ja auch Steuern abschaffen. Die werden ja auch nicht nur für mich verwendet. Vor allem wenn mein Kandidat die Wahl verliert."

Du hast es nicht verstanden, aber das ist für jemanden aus Deutschland nicht weiter schlimm. In Deutschland werden alle Steuern an den Staat (=BRD) abgeführt. In den USA interessiert der Staat (=USA) aber die meisten Menschen nicht so sehr wie der eigene Bundesstaat (z.B. Kalifornien), das eigene County (z.B. Los Angeles County) oder die eigene Stadt (Los Angeles ist da jetzt anders gegliedert, aber der einfachheit halber stell dir vor, es gäbe nun noch LA als eigene Stadt mit eigenen Gesetzen, eigenen Steuern etc.).

Und, wie schon gesagt, es geht nicht nur um die Krankenversicherung. Aber man fragt sich natürlich, wo als nächstes irgendwelche Pflichten und Kosten hergezaubert werden. Vor allem auf Bundesebene...

"Für dich vielleicht nicht, aber ich habe den Vergleich schon unzählige Male gelesen und gehört. Das Niveau auf dem gegen die Reform "argumentiert" wurde und wird ist leider selten hoch."

Kommunismus hat vor allem damit zu tun, dass jeder gleich ist und das gleiche bekommt. Es erhält aber nicht jeder die gleichen Krankenleistungen, weil erfahrungsgemäß nicht alle Menschen die gleichen Krankheiten bekommen.

Ich hoffe, du merkst nun selbst, dass der Vergleich mit dem Kommunismus einfach nicht passt. Das mit dem über die Maßen solidarisch mit irgendwelchen Leuten am anderen Ende des Kontinentes (Connecticut <-> Texas) passt schon.

"Ist das unabhängig von "Medicaid"?"

Natürlich. Bei einem Autounfall z.B. wird sofort operiert wenn es nötig ist. Im schlimmsten Falle bleibt das Krankenhaus auf den Kosten sitzen.
Gehe ich aber ins Krankenhaus weil ich z.B. Krebs habe und eine Therapie möchte, dann könnte es Probleme geben. Außer natürlich, es ist wieder ein akuter Notfall...

Im Endeffekt ist das wie in Deutschland (eigene Erfahrung). Wenn man ins Krankenhaus geht, weil man sich den Fuß auf der Arbeit verletzt hat, muss man erst Formulare ausfüllen und ewig warten und eben nachweisen, dass man versichert ist.
Säge ich mir aber eine Hand ab, werd ich sofort und ohne Diskussion und Wartezeit behandelt.

"Ebenso gibt es nicht "die Deutschen". ;)"

Es ist manchmal zu verlockend :)

"Wovor haben manche US-Amerikaner dann Angst?"

Die Ängste sind die Gleichen. Aber in anderen Ländern wird halt einfach weniger gejammert. Das ist auch nicht böse gemeint, ich finde es z.B. schlimm, wie gleichgültig man in Italien oder Frankreich mit vielen Dingen umgeht und bin jedes Mal erfreut, wenn ein Deutscher dabei ist, der packt nämlich an... auch wenn er dabei die ganze Zeit jammert :)

"Da kann ich ihn schon verstehen, wenn Hellboy denke, dass unser soziales Netz viel zu gütig ist, dann kann er´s ja gerne mal ausprobieren."

Ist es auch. Das deutsche Sozialsystem belohnt die dummen und faulen - anstatt sie aufzufangen und aufzubauen. Das US System ist sicher nicht besser, denn zu viele Leute fallen durch das Raster. Man müsste halt einen anständigen Mittelweg finden.

@ Draw

Obama hat von seine 100 oder 120 Wahlversprechen schon mehr als eines gehalten. Aber das sind halt keine so großen Punkte.

George W. Bush hat übrigens auch viele seiner (innenpolitischen) Wahlversprechen gehalten, deswegen wurde er ja auch wiedergewählt :)

"Das zeugt mal wieder davon, wie dumm und egoistisch diese Gruppe nennt (kein wunder also, dass Bush einer war!)"

Die Republikaner sind prinzipiell gegen alles, was die Bundesregierung stärkt. Ob das nun "dumm" und "egoistisch" ist, kommt darauf an, in welchem Bundesstaat man wohnt und wie es einem persönlich geht.
Auch dir wäre hier geraten, dich zu informieren. Dann wirken manche Aussagen auch nicht so "dumm".

Refresh |<-- <-   1-25/27   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Donald Trump ist dreimal so häufig beim Golfen wie Barack Obama
Bürgerpflicht: Barack Obama muss als Geschworener an Gericht erscheinen
Ex-US-Präsident Barack Obama steht für Selfies nicht mehr zur Verfügung


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?