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Angela Merkel kritisiert Schlecker für Missbrauch der Leiharbeit

Auf dem Landesparteitag der nordrhein-westfälischen CDU übte Bundeskanzlerin Angela Merkel harsche Kritik am Missbrauch von Leiharbeit. Namentlich kritisierte sie das Unternehmen Schlecker, dem sie einen Missbrauch der Leiharbeit vorwarf.

Schlecker bediene sich der Leiharbeit in der Art, "dass sie einfach die Leute entlassen, in andere Unternehmen umgruppieren und sie mit der Hälfte des Gehalts wieder einstellen." Dieser Praxis wolle sie einen Riegel vorschieben. Allgemein wurden befristete Verträge aber positiv bewertet.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht in den befristeten Verträgen einen Grund, wieso sich die Wirtschaftskrise bisher verhältnismäßig schwach auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Der Chef der BA, Frank-Jürgen Weise, warnte jedoch vor einer Ausweitung dieser Praxis und den Folgen für die Gesellschaft.


WebReporter: Tierpark_Toni
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: CDU, Angela Merkel, Missbrauch, Schlecker, Ursula von der Leyen, Leiharbeit
Quelle: www.ftd.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.03.2010 14:18 Uhr von Spafi
 
+25 | -0
 
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Missbrauch? Das ist doch eher der wahre Zweck
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21.03.2010 14:20 Uhr von phal0r
 
+41 | -0
 
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Ich habe mal irgendwo gelesen, dass es in: Frankreich gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Leiharbeiter nach Haustarif bezahlt werden müssen UND noch ein Risikozuschlag bekommen, da die Arbeit ja befristet ist.

Das ist gerechte Bezahlung.

[ nachträglich editiert von phal0r ]
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21.03.2010 14:37 Uhr von R3plic4tor
 
+20 | -0
 
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Auch in den Niederlanden gibt es auch für Leiharbeiter meines wissens nach feste Tarife. Dieses Ausbeuten grenzt schon an Menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse. Mehrfach in der Woche wechselnde Schicht, hin und her zwischen verschiedene Unternehmen und vom Lohn abgesehen ..
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21.03.2010 14:38 Uhr von FlatFlow
 
+10 | -0
 
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Ich hätte nichts gegen Leiharbeit, wenn die Mitarbeiter, genauso bezahlt würden, wie Stammarbeiter, aber gerade das passiert nicht, stattdessen gehen Mrd. an Steuern drauf, um die Löhne zu kompensieren.
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21.03.2010 14:46 Uhr von nrtm
 
+10 | -0
 
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ja und nun? das geht doch schon seit zig jahren so. nicht nur bei schlecker.
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21.03.2010 14:47 Uhr von hundheim
 
+2 | -0
 
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Die Medien sind die größten Ausbeuter: Laut einer Studie des DJV sind die Medien die Branche die am meisten die Letue ausbeutet.
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21.03.2010 15:26 Uhr von Plazebo2
 
+5 | -0
 
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Normalerweise: sollten wirklich alle Leiharbeiter einen Mindestlohn bekommen und eine Risikozuschlag. Aber auch Festangestellte sollten dann einen Mindestlohn bekommen sonst geht die Ausbeutung hier weiter. Dass das nicht passiert liegt ja wieder daran das die Lobbyvertreter den Politikern kräftig auf die Füße treten.

Die Politiker hätten es damals längst absehen können dass das passiert. Warum z.B. die Lockerung des Kündigungsschutzes? Warum den Arbeitslosen jeden Job aufzwingen der zumutbar ist? Das unterstützt doch die ganze Praktik die auch von der Politik gewollt ist.

Frau Merkel versucht nur ein par Pluspunkte für sich zu gewinnen. Indem sie sich populistisch vor die Presse stellt und die bewusst provozierten Geschehnisse zu ihren Gunsten anprangert.
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21.03.2010 17:34 Uhr von sv3nni
 
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lol: ueberall rummerkeln und dann selber 1 euro jobs verteilen
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21.03.2010 18:15 Uhr von Sonny61
 
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Und das alles kurz vor der Wahl! - Wohl dem der das böses denkt!
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21.03.2010 20:29 Uhr von cyp
 
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tja: Das ist normale Arbeitgeberpraktik in Deutschland. Dennoch ist Schlecker wohl das Paradebeispiel aus der Kategorie Bedienermentalität.
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21.03.2010 21:08 Uhr von Lustikus
 
+4 | -0
 
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das macht: unsere Firma auch seit langem. Die Meisten sind Leiharbeiter einer Firma, die NUR unsere bedient. Der Chef davon ist ein ehemaliger Oberer von uns...

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
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22.03.2010 06:44 Uhr von JesusSchmidt
 
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leiharbeit & mißbrauch: ist irgendwie wie "weißer schimmel".

selbst bei unbefristeten arbeitsverträgen ist der deutsche kündigungsschutz doch gar kein problem - schlimmstenfalls hat der arbeitgeber den arbeitnehmer ein paar wochen länger in der firma als nötig. wow... wie schlimm.
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22.03.2010 13:10 Uhr von damien2003
 
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die Merkel gibt es doch noch ich hatte mich schon gefragt wo Sie nach der Wahl geblieben ist. Kaum stehen wieder Wahlen an, schwupps ist sie wieder da. Dieses widerliche Politikergesindel ist so berechenbar und das schlimme daran das es denen nicht mal peinlich ist. Zum Thema Leiharbeit kann ich nur sagen das die ganzen lockerungen in der Zeitarbeit nur durchgepeitscht wurden weil ein gewisser Herr Wolfgang Clement davon Profitiert hat. Wers nicht glaubt sollte sich einmal den Lebenslauf von diesem Herrn anschauen. Auch hier könnte man sagen wohl dem der böses denkt. Und Liebe Merkel NICHT LABERN SONDERN HANDELN am besten noch vor der Wahl.
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22.03.2010 13:53 Uhr von Hucken
 
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willkommen in deutschland wo jede lücke im system genutzt wird
aber wenn man die möglichkeiten auf dem silbertablett geliefert bekommt, weil die politik ja von der wirtschaft selbst gemacht wird ...

lasst die tante ruhig schwafeln ... sie werden eh nix ändern an der modernen sklaverei und die ist nicht nur mit leiharbeit vertreten, nach der NRW wahl ist doch eh wieder ruhe
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22.03.2010 15:47 Uhr von :raven:
 
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"jabba the hood" alias Merkel hat mehrere Gesichter, je nach politischer Wetterlage.

Und solange wie das Ferkel Einfluß ausüben konnte, traf bisher meist das Gegenteil von dem ein, was sie zuvor in der Presse gesagt hat.
Merkel verkündet immer dann annähernd die Wahrheit, wenn es die Spatzen sowieso schon von den Dächern pfeiffen.
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22.03.2010 20:00 Uhr von megatrend
 
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stimmt: für die betroffenen Angestellten ist es kein Schleck... Höchste Zeit, dass da ein Gesetz kommt!
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27.03.2010 08:42 Uhr von CHR.BEST
 
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Na klar: Erst schaffen Politiker wie Frau Merkel die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die ein solches Lohndumping überhaupt erst ermöglichen, und dann werden scheinheilig die Unternehmen anprangern, die diese Gesetze in Anspruch nehmen.

SO NICHT! Ihr Politiker macht diese Gesetze und daher liegt es alleine in EURER Verantwortung.

Und daß ihr sehr schnell Entscheidungen durchboxen könnt, habt ihr während der sog. "Bankenkrise" gezeigt.

Mein Rezept gegen Lohndumping a la Schlecker lautet ganz einfach:

1. Leiharbeit abschaffen
2. Mindestlohn einführen

Gerade beim fehlenden, gesetzlichen und unbedingten Mindestlohn steht Deutschland bald alleine da in der EU.
Mit Billiglöhnen läßt sich außerdem kein Sozialstaat finanzieren. Wenn also nunmehr vom EU-Ausland beklagt wird, daß die deutsche Wirtschaft stärker wächst, als in der übrigen EU, so muß man sich auch vor Augen halten, daß dies größtenteils auf Kosten der arbeitenden Menschen in Deutschland geschieht.

Mit einem (nicht zu kleinem) Mindestlohn würde man mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:

1. Die (Export-)Wirtschaft in D würde im Verhältnis zu den EU-Sozialstaaten nicht mehr so schnell wachsen

2. Arbeit würde sich wieder lohnen, die Menschen hätten wieder mehr Geld in der Tasche, wären zufriedener mit ihrem Leben und sozial wieder besser abgesichert (auch im Rentenalter)

3. Die Innlandswirtschaft würde wieder steigen und D wäre nicht mehr länger so stark vom Export abhängig (was ich für sehr gefährlich halte, weil Exporte können auch sehr schnell wegbrechen, ohne daß man hierzulande irgendeinen Einfluß darauf nehmen kann)

Wären unsere Politiker tatsächlich die Volksvertreter, als die sie sich selbst bezeichnen, wäre all dies vor Jahren Realität.

Wenn wir einen großen Durchbruch in diesen wichtigen Angelegenheiten haben wollen, müßen wir endlich aufhören, uns von diesem Berliner Kleinklein und dieser Symbolpolitik blenden zu lassen und den Druck auf unsere gewälten Vertreter gewaltig erhöhen.

Die Franzosen kannten dafür einst ein probates Mittel, indem sie den Druck auf ihre asozialen Machthaber besonders in deren Halsgegend extrem verstärkten ...

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