ESA-Satellit filmt Kollision eines riesigen Eisbergs mit einer Gletscherzunge
Bereits Anfang Februar ereignete sich in der östlichen Antarktis ein gigantischer Zusammenstoß zwischen einem Eisberg und einem Gletscher. Radarbilder des ESA-Satelliten "Envisat" zeigen eindrucksvoll die Dimensionen des Eisbergs und welche Kräfte hier freigesetzt wurden.
Zu sehen ist der 97 Kilometer lange Eisberg "B-9B", der mit der Mertz-Gletscherzunge kollidiert. Dabei brach ein Stück von 78 Kilometern Länge und 39 km Breite aus der Gletscherzunge heraus. Der als "C-28" bezeichnete, neu entstandene Eisberg hat damit annähernd die Fläche Luxemburgs.
Nach der Kollision trieben die beiden Eisberge in ein Gebiet, welches bedeutend für die Bildung von tiefen Meeresströmungen ist. Forscher befürchten nun, dass sich die Anwesenheit der beiden Eisberge negativ auf das dortige maritime Leben auswirken könnte.