Libyen: Angeblich todkranker Lockerbie-Attentäter jetzt quicklebendig
Die Gesundheit des Lockerbie-Bombers Abdelbaset Ali Mohamed al-Megrahi, der wegen Krebs im Endstadium verfrüht aus der Haft entlassen wurde, hat sich erheblich gebessert, sagt der Sohn von Oberst Gaddafi. Als al-Megrahi vor sieben Monaten frei kam, hatte er angeblich nur noch drei Monate zu leben.
Al-Megrahi (57) hat in Libyen inzwischen einen Heldenstatus erlangt. So werden Kinder nach ihn benannt und etwa 30.000 Gratulanten haben al-Megrahi schon am "Totenbett" besucht. Pilger stehen stundenlang Schlange vor der prachtvollen Villa in Tripolis, in der Hoffnung, zu ihm vorgelassen zu werden.
Saif Gaddafi sagt, dass al-Megrahi zwar aus humanitären Gründen freigelassen wurde, aber seine Zukunft liege jetzt "in Gottes Hand". Angehörige der Opfer vom Pan Am-Flug 103 glauben, dass al-Megrahi nur vorgab, todkrank zu sein und halten es für einen unverzeihlichen Fehler, dass er frei kam.