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Kassenversicherte mit einer Augenkrankheit müssen Originalmedikament erhalten

Augenpatienten mit der Krankheit der feuch­ten al­ters­be­ding­ten Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on ("feuchten AMD") haben ein Recht darauf, mit dem dafür zugelassenen Medikament Lu­cen­tis® behandelt zu werden. Das hat das Sozialgericht Aachen in einem Urteil gegen eine gesetzliche Krankenkasse festgelegt.

Hintergrund des aktuellen Urteils ist ein Fall, in dem einer Patientin mit dieser Krankheit die Behandlung mit dem für diese Behandlung zugelassenen Medikament versagt wurde. Vielmehr hätte sich die Patientin mit dem Medikament Avas­tin behandeln lassen sollen, das viel billiger ist.

Bei Avas­tin hatte die Fachwelt nach der Zulassung als Krebsmedikament "durch Zufall" entdeckt, dass es auch bei der "feuchten AMD" hilft.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Krebs, Medikament, Auge, Krankenkasse
Quelle: www.rechtslupe.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.03.2010 07:57 Uhr von Susi222
 
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Finde ich endlich mal ein Gutes Urteil... Wenn sich die Krankenkasse da nur nicht entschließt weiter vors nächste Gericht zu ziehen. Meist haben die dann doch einfach den längeren Atem, weil sie mehr Geld und Zeit haben und die Prozesse derart in die Länge ziehen, dass der Patient auf der Strecke bleibt.
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16.03.2010 12:52 Uhr von InDeMioN
 
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omg ..."gutes Urteil": Die Meldung und das Urteil ist ein totaler Witz und keinesfalls zugunsten des Patienten, sondern wieder zugunsten der Pharma-Mafia ausgefallen.

Ich zitiere hier gerne mal usambara aus einer anderen News:

"Durch Zufall entdeckte ein amerikanischer Augenarzt im Jahr 2000, dass die bewährte Krebsarznei Avastin nicht nur gegen Tumore, sondern auch gegen ein häufiges Augenleiden hilft.
In Windeseile sprach sich die neue Behandlungsform herum, sodass mittlerweile mindestens 100.000 Menschen weltweit Avastin ins Auge gespritzt bekommen haben. Etwa 25 Euro kostet eine Behandlung. Eine Zulassung als Augenheilmittel beantragte der Hersteller allerdings nicht - und das sollte sich im Wortsinn später auszahlen.
Die Herstellerfirma von Avastin, nennen wir sie zunächst Novartis, veränderte die Chemie des Wirkstoffs minimal. Das reichte, um das Mittel fortan Lucentis zu nennen. Da niemand in Deutschland vorschreiben kann, wie teuer Medikamente sein dürfen, setzte die Firma den Preis des neuen Mittels, das eigentlich das alte ist, auf 1500 Euro fest - für eine Einzeldosis. Zehn Injektionen, so die Einschätzung von Augenärzten, sind nötig, um das Leiden zu stoppen oder sogar besseres Sehen zu ermöglichen."

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