AKTIVITÄTEN   mehr...

16.03.10 07:57 Uhr
 285
 

Kassenversicherte mit einer Augenkrankheit müssen Originalmedikament erhalten

Augenpatienten mit der Krankheit der feuch­ten al­ters­be­ding­ten Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on ("feuchten AMD") haben ein Recht darauf, mit dem dafür zugelassenen Medikament Lu­cen­tis® behandelt zu werden. Das hat das Sozialgericht Aachen in einem Urteil gegen eine gesetzliche Krankenkasse festgelegt.

Hintergrund des aktuellen Urteils ist ein Fall, in dem einer Patientin mit dieser Krankheit die Behandlung mit dem für diese Behandlung zugelassenen Medikament versagt wurde. Vielmehr hätte sich die Patientin mit dem Medikament Avas­tin behandeln lassen sollen, das viel billiger ist.

Bei Avas­tin hatte die Fachwelt nach der Zulassung als Krebsmedikament "durch Zufall" entdeckt, dass es auch bei der "feuchten AMD" hilft.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Brennpunkte / Rechtsstreit
Schlagworte: Urteil, Krebs, Medikament, Auge, Krankenkasse
Quelle: www.rechtslupe.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
Finde ich endlich mal ein Gutes Urteil... Wenn sich die Krankenkasse da nur nicht entschließt weiter vors nächste Gericht zu ziehen. Meist haben die dann doch einfach den längeren Atem, weil sie mehr Geld und Zeit haben und die Prozesse derart in die Länge ziehen, dass der Patient auf der Strecke bleibt.
Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
Refresh |<-- <-   1-2/2   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen omg ..."gutes Urteil"   
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
16.03.2010 12:52 Uhr von InDeMioN
Die Meldung und das Urteil ist ein totaler Witz und keinesfalls zugunsten des Patienten, sondern wieder zugunsten der Pharma-Mafia ausgefallen.

Ich zitiere hier gerne mal usambara aus einer anderen News:

"Durch Zufall entdeckte ein amerikanischer Augenarzt im Jahr 2000, dass die bewährte Krebsarznei Avastin nicht nur gegen Tumore, sondern auch gegen ein häufiges Augenleiden hilft.
In Windeseile sprach sich die neue Behandlungsform herum, sodass mittlerweile mindestens 100.000 Menschen weltweit Avastin ins Auge gespritzt bekommen haben. Etwa 25 Euro kostet eine Behandlung. Eine Zulassung als Augenheilmittel beantragte der Hersteller allerdings nicht - und das sollte sich im Wortsinn später auszahlen.
Die Herstellerfirma von Avastin, nennen wir sie zunächst Novartis, veränderte die Chemie des Wirkstoffs minimal. Das reichte, um das Mittel fortan Lucentis zu nennen. Da niemand in Deutschland vorschreiben kann, wie teuer Medikamente sein dürfen, setzte die Firma den Preis des neuen Mittels, das eigentlich das alte ist, auf 1500 Euro fest - für eine Einzeldosis. Zehn Injektionen, so die Einschätzung von Augenärzten, sind nötig, um das Leiden zu stoppen oder sogar besseres Sehen zu ermöglichen."
Kommentar ansehen Wissenswert sind die Wirkstoffe   
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
17.03.2010 19:27 Uhr von hostmaster
Beider Medikamente.

Lu­cen­tis®: Ranibizumab, auch bezeichnet als:
Immunoglobulin G1, anti-(menschlicher Gefäßwachstums-Faktor) Fab Fragment (monoclonale Mensch-Maus rhuFAB V2 gamma1-Kette), Disulfid mit monoclonaler Mensch-Maus rhuFAB V2 kappa-Kette; Ranibizumabum.

Avastin: Bevacizumab, auch bezeichnet als:
Bevacizumabum; Immunoglobulin G1 (Mensch-Maus monoclonaler rhuMAb-VEGF gamma-chain anti-human vascular endothelial growth factor), Disulfid with Mensch-Maus monoclonalem rhuMAb-VEGF light chain, Dimer.

Fazit: Ranibizumab ist das Fab-Fragment des humanisierten monoklonalen Antikörpers Bevacizumab, das mit Hilfe rekombinanter DNA-Technologie in Escherichia coli hergestellt wird. Es unterscheidet sich von diesem in 6 Aminosäuren, von denen 4 in der VEGF-Bindungsstelle lokalisiert sind und ist nicht glykosyliert.

Mehr: http://content.nejm.org/...

Refresh |<-- <-   1-2/2   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben
Urteil: Homophobe Flugblätter sind Hassrede - Kein Schutz durch Meinungsfreiheit
Homophobe Flugblätter gehören zur Hassrede (englischer...
Radsport-Dopingurteil: Jan Ullrich ringt sich zu halbherzigem Geständnis durch
Nachdem der Rennradfahrer Jan Ullrich gestern vom...
USA: Lehrerinnen feierten Sex-Partys mit ihren Schülern bei sich zu Hause
Sarah Jane Lindsay ist zu einer Haftstrafe von zehn Jahren...
Asse: Keine erhöhte Krebsgefahr nachweisbar
Wissenschaftlich lässt sich keine erhöhte Krebsgefahr bei...
Aushungerung von Krebs-Tumoren: Mediziner warnen vor gefährlicher Krebsdiät
Es kursiert die Meinung, dass eine Krebsdiät bei...
Erschreckende Vorhersage: Bis 2050 soll es ein Drittel mehr Krebspatienten geben
Eine neue Studie der Krankenkasse KKH-Allianz belegt nun...
USA: Studie belegt - Medikament gegen Brustkrebs schädigt Knochen
Wissenschaftler haben nun durch eine Studie belegt, dass...
Medikamentensucht: 1,9 Millionen Deutsche betroffen
Die Zahl der Medikamentenabhängigen in Deutschland liegt...
AIDS-Forschung: Neues Medikament verhindert Infektion
Bereits zwei Studien belegen, dass ein neues Medikament die...
Mehr News Mehr News Mehr News