Meteoriteneinschläge fördern vermutlich mikrobielles Leben
Neue Hinweise auf diese Vermutung fand ein Forscherteam um John Parnell von der Universität Aberdeen in einem Krater in der Arktis. Der Meteor stürzte vor 39 Millionen Jahren in Kalk- und Gipsablagerungen und riss einen 23 Kilometer großen Krater in das Gestein.
Nach dem Einschlag sei heißes Grundwasser durch Klüfte und Brüche tief in das Gestein eingedrungen, wodurch Mikroben es besiedeln konnten, vermutet das Team. Im Laufe der Zeit konnte so ein Teil des im Gestein enthaltenen Schwefels durch Mikroben veratmet werden.
Das Team fand auch Pyrit-Ablagerungen, welche aber deutlich weniger Schwefel-34 enthalten als die umgebenden Gipsablagerungen. Dieser Unterschied könne laut den Forschern nur durch Bakterien erklärt werden, die anstelle von Sauerstoff den Schwefel für Stoffwechselreaktionen benutzten.