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15.03.10 19:10 Uhr
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Mars: Sonnenwind greift Atmosphäre an

Ein Forscherteam um Niklas Edberg von der Universität Leicester konnte anhand neuer Daten jetzt nachweisen, dass der Sonnenwind die Marsatmosphäre stark angreift. Verantwortlich dafür sind Stoßwellen, die auftreten, wenn schnellere Teilchen auf langsamere Teilchen auflaufen.

Hierbei werden Atome in großer Zahl aus der Atmosphäre herausgeschlagen, da der Mars kein nennenswertes Magnetfeld besitzt, um die energiereichen Teilchen abzulenken. Edberg nimmt an, dass etwa ein Drittel des Massenverlusts der Marsatmosphäre auf dieses Phänomen zurückzuführen sind.

Der Advanced Composition Explorer, eine zwischen Sonne und Erde stationierte Sonde, registrierte in zwei Jahren 41 Stoßfronten im Sonnenwind. In 36 Fällen konnte die Sonde Mars Express wenig später davon eine Verdreifachung der aus der Marsatmosphäre herausgeschlagenen Teilchen feststellen.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft / Astronomie & Raumfahrt
Schlagworte: Forscher, Mars, Atom, Atmosphäre, Sonnenwind, Niklas Edberg
Quelle: astronomie.scienceticker.info
Meinung des Autors zum Thema:
 
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So.. zweiter Versuch für meine erste News, nach einem "Doppel"-Fehler ;) Seid gnädig mit mir - ich hoffe, ich konnte sie einigermaßen informativ und interessant schreiben.
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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.03.2010 20:33 Uhr von Lyko
Gute News... endlich mal etwas interessantes.

Danke @ alphanova
Kommentar ansehen Mars...   
 
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15.03.2010 22:42 Uhr von face
macht mobil bei arbeit sport und spiel
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15.03.2010 22:52 Uhr von Klassenfeind
interesant..
Kommentar ansehen Läuft das ...   
 
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16.03.2010 00:39 Uhr von MrDesperados
... dann auf der Venus nicht sogar ähnlich ab?

Wenn ich das recht in Erinnerung habe, dann hat die Venus zwar einen Eisen-Nickel Kern wie die Erde, kann aber aufgrund ihrer langsamen Rotation kein eigenes starkes Magnetfeld aufbauen. -> Es kommt kein Dynamo-Effekt zustande

Der Masseverlust der Venus müsste dann ja, aufgrund Ihrer Nähe zur Sonne (trotz der daraus resultierenden schwächeren Stoßfronten der Sonne) einiges an Masse verlieren. Oder sehe ich das falsch?
Kommentar ansehen @MrDesperados   
 
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16.03.2010 01:11 Uhr von alphanova
interessante frage.

die venus besitzt kein magnetfeld, da hast du recht, aber sie hat wesentlich mehr masse als der mars und eine viel dichtere atmosphäre.
durch die höhere masse besitzt sie mehr anziehungskraft als der mars, weshalb die teilchen des sonnenwinds auch mehr energie benötigen dürften, um die atome aus der atmosphäre "ins all zu kicken", als das beim mars der fall ist.
das sind meine spontanen überlegungen dazu..
Kommentar ansehen @Alphanova   
 
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16.03.2010 11:37 Uhr von MrDesperados
Die Sache mit der Gravitation macht Sinn :-).

Mal angenommen die Gravitation spiele nicht so eine große Rolle, dann müsste die Venus Atmosphäre früher ja noch deutlich dichter gewesen sein. Wäre eine sehr interessante Sache, vor allem da man vor kurzem einen Gesteins-Exo-Planeten gefunden hat, bei dem der Atmosphärische Druck irgendwo bei ~200 Bar liegt.

Dort müssen merkwürdige Wetterphänomene existieren :-).

[ nachträglich editiert von MrDesperados ]
Kommentar ansehen @MrDesperados   
 
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16.03.2010 15:11 Uhr von alphanova
Richtig. Auf der Oberfläche der Venus herrscht ein Druck von ca. 90 bar. Anhand von Radarmessungen konnte das Auswurfmaterial von Einschlagkratern vermessen werden. Dabei fand man heraus, dass die Atmosphäre so dicht ist, dass sie sich fast wie eine Flüssigkeit verhält. Bei einem Druck von 200 bar muss das Phänomen noch viel extremer sein..

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