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Französische Finanzministerin: Deutsche Wettbewerbsfähigkeit Schuld an EU-Krise

In einem Interview mit der "Financial Times" kritisiert die französische Finanzministerin Christine Lagarde den hohen Außenhandelsüberschuss von Deutschland als eines der Gründe, warum andere EU-Staaten nicht wettbewerbsfähig sind. Deutschland solle vor allem die Inlandsnachfrage ankurbeln.

Lagarde ist der Meinung, dass Deutschland zu Gunsten der EU seine Ausfuhren drosseln soll. Außerdem wurde durch einen immensen Druck auf die Arbeitskosten die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Das wirtschaftliche Konkurrenzdenken sollte besser einer innereuropäischen Angleichung weichen.

Auf die Frage, wie eine Reduzierung von Deutschen Ausfuhren zu erreichen sei, blieb die französische Ministerin eine Antwort schuldig. Das Finanzministerium sieht allerdings in den weltweiten Vorlieben von Verbrauchern und Unternehmerentscheidungen die Gründe für die hohen deutschen Exporte.


WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Krise, Deutsche, Schuld, Christine Lagarde
Quelle: www.mmnews.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.03.2010 18:52 Uhr von Teffteff
 
+5 | -0
 
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Frau Lagardes Einschätzung mutet für mich etwas skurril an. Vielleicht soll mit dieser Idee soetwas wie ein staatlich gelenkter Außenhandel installiert werden. Anders kann ich mir eine Lösung nicht vorstellen. Was die Inlandsnachfrage in Deutschland betrifft gebe ich Frau Lagarde allerdings Recht.
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15.03.2010 19:14 Uhr von fallobst
 
+6 | -2
 
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genau: sowas wie welthandel gibts auch gar nicht. dass die welt nicht an den grenzen der eu aufhört und sehr viele andere staaten auch exportieren können ist dieser unfähigkeit in person auch nicht bekannt.
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15.03.2010 19:51 Uhr von |sAs|
 
+1 | -3
 
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Frankophone Germanophobie!
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15.03.2010 19:54 Uhr von hofn4rr
 
+1 | -2
 
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wettbewerb: die wettbewerbsfähigkeit eines jeden landes zu schwächen, innerhalb der eu, würde nur länder begünstigen wie china, den ganzen asiatischen raum, die mit löhnen kalkulieren können, wovon einige hiesige aktionäre nur davon träumen (bis jetzt).

deutschland hat die letzten 15 jahre den weg beschritten der nötig war, um auch weiterhin als zahlmeister die anderen länder mitziehen zu können (griechenland ist da nur ein beispiel von vielen).

und

über die binnenkonjunktur braucht man sich bisher in de keine sorgen zu machen.

die leute kaufen auch weiterhin nur das was sie zum "leben" brauchen, was sie sich leisten können.

mit einer schwächung der deutschen wirtschaft sinkt auch automatisch der konsum, wenn auch nicht freiwillig.

p. s.
schuld ist/war bisher die globalisierung, die es ländern wie china erlaubten, mit hiesigen sklavenlöhnen ganze landstriche in den westlichen ländern zu "deindustriealisieren".

franzosen und sonstiges anhängsel der eu werden ähnliche wege einschlagen müssen wie deutschland, um überhaupt noch etwas exportieren zu können.

wettbewerb halt, den der billigste/beste gewinnt.
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15.03.2010 21:14 Uhr von dragon08
 
+3 | -1
 
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Ohne Export keinen Import !
Wenn Deutschland via Staat probiert den Export zu drosseln , könnte es passieren , das diese Firmen sich ins Ausland exportieren.
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15.03.2010 21:20 Uhr von Swaneefaye
 
+2 | -1
 
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falls die eu das durchdrücken will: die deutsche wirtschaft schwächen will... leute dann bleibt uns nichts anderes übrig als gewaltig auf die pauke zu hauen und als volk dagegen an zu gehen. auf unsere *hust* politiker *hust* kann man nämlich nicht bauen
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16.03.2010 03:52 Uhr von meisterthomas
 
+0 | -1
 
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Die Exportwirtschaft voran treiben, zum Preis von Umverteilung, niedriger Löhne und Lohnnebenkosten, ja leerer Staatskassen, dass und nichts
anderes ist seit Jahrzehnten deutsche Außen-, Wirtschafts- und Sozialpolitik.
Anders gesagt die Entwertung unserer Arbeitskraft zu Gunsten internationaler Kapitalströme und darin waren deutsche Politiker radikaler und auch deutlich erfolgreicher als unsere Nachbarn.

Der volkswirtschaftliche Wettbewerb zwischen Kapital und Arbeit wurde politisch mittels Doppelbesteuerungsabkommen zerstört, wodurch auch das Kapital seine nationale Bindung und Verantwortung verlor, (Globalisierung).

Und nichts Anderes war und ist auch die Ursache der letzten und sicher auch nächsten Weltwirtschaftskrise, denn diese Schieflage kann nur noch kollabieren.

Selbstverantwortung bedarf aber genau der staatlichen Souveränität die unsere Politiker nach wie vor verscherbeln. Ohne Totalschaden zu Selbstverantwortung und Selbstbestimmung zurückfinden scheint bestenfalls im Rahmen einer europäischen Wirtschaftsmacht noch möglich.

Politische Verantwortung kann es nur soweit geben, wie wir unsere Parteien auch zur Verantwortung ziehen.
Aber genau daran mangelt es unseren Stammhirn-Wählern. Einen Hoffnungsschimmer brachte lediglich die Abstrafung der SPD.

Gewinner und Verlierer:
Die deutsche Exportwirtschaft ist auch ein starker Motor der Globalisierung, nur was haben wir Bürger davon,
Almosen und zunächst politischer Selbstmord auf Raten.
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16.03.2010 13:08 Uhr von Herr_Gott
 
+1 | -1
 
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Klar doch wie wär´s wenn die anderen mal vernünftige Produkte herstellen um ihren eigenen Export anzukurbeln anstatt die Schuld für´s eigene Versagen bei den Nachbarn zu suchen.
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16.03.2010 21:35 Uhr von LLCoolJay
 
+2 | -0
 
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kapiert ihrs net? die Frau spielt uns (dem deutschen VOLK) zu....

Was bedeuted den Export? In Deutschland werden Produkte / Dienstleistungen fürs Ausland produziert.
Das bedeuted aber auch das die eigenen Artikel / Dienstleistungen innerhalb Deutschlands weniger Absatz finden, teils gar keinen (Stichwort Binnenwirtschaft).

Um den Export weiter anzukurbeln, bzw. den Umsatz / die Gewinne zu erhöhen muss die Qualität weiterhin stimmen und gleichzeitig die Produktionskosten (Stichwort Niedriglöhne) gesenkt werden.

Wir haben eine Export-orientierte Wirtschaft und rackern uns ab damit andere deutsche Qualität bekommen. Gleichzeitig können wir uns diese gar nicht mehr leisten und Importieren Billigware aus Asien.

Entschuldigung.. das ist krank.

Somit stimme ich der Dame aus der News insofern zu, als das wir unsere Binnenwirtschaft auf Fordermann kriegen müssen.
Das andere EU-Länder nicht mit der deutschen Qualität mithalten können ist widerum deren Problem.
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16.03.2010 21:49 Uhr von LLCoolJay
 
+1 | -0
 
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ich nochmal: oh gott.. verzeiht bitte meine rechtschreibfehler. bin grad "nebenbei" mit meiner freundin am telefonieren ;)
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18.03.2010 17:22 Uhr von schaltbert
 
+0 | -0
 
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Vorredner: vollste Zustimmung!

Den Satz dass die Binnennachfrage erhöht werden müsse spricht eigentlich vielen Deutschen "aus der Seele" und wird auch innerpolitisch seit Jahren gefordert und geschickt überhört.

Naja, hauptsache Exportweltmeister denken sich da einige und sorry, die französische Dame hat voll und ganz recht - dumm eben nur dass es derzeit in den Kanon passt dass die EU uns eine Schranke vorsetzen möchte was natürlich ein wenig wie Deutschland-Hetze aussieht wenn man mal die Griechenland-Debatte nicht ausser lässt.

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