15.03.10 10:48 Uhr
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Raucherpausen sind kein Kündigungsgrund

Das Landesarbeitsgericht in Mainz hat entschieden, dass einem Arbeitnehmer nicht vom Arbeitergeber wegen zu langer Raucherpausen gekündigt werden darf.

In dem zu Grunde liegenden Fall hatte der Arbeitnehmer, in Absprache mit seinem Vorgesetzten, seine Arbeit am Tag für insgesamt zwei Stunden unterbrochen.

Da dies dem Arbeitgeber zu lange war und auch Abmahnungen keine Wirkung zeigten, wurde dem Betroffenen - unrechtmäßig - gekündigt.


WebReporter: Pacman44
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kündigung, Arbeitsgericht, Rechtstreit, Raucherpause
Quelle: www.bild.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.03.2010 10:51 Uhr von Haruhi-Chan
 
+6 | -1
 
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huh? Wieso ist die Kündigung trotz Abmahnungen ungültig?
Was ist da die Begründung?
Der Mann macht seinen Job nicht ordnungsgemäß.
Oder ist es ungültig, weil es mit Absprache des Vorgesetzten war? Oder hat es einen anderen Grund?
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15.03.2010 10:52 Uhr von w0rkaholic
 
+8 | -0
 
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Manche Leute müssen aber auch immer übertreiben: und damit meine ich hier ausnahmsweise nicht den Arbeitgeber - wenn der schon so nett ist und Raucherpausen ohne Ausstempeln erlaubt und das mal wieder einer bis zum Erbrechen ausnutzt UND nicht mal auf Abmahnung reagiert....

Demnächst wird es in der Firma wahrscheinlich so laufen, dass sich ALLE zum Rauchen ausstempeln müssen, einerseits gerecht gegenüber allen Nichtrauchern, andererseits redet man bei Raucherpausen auch oft über betriebliche Abläufe und da kommen nicht selten sogar gute Ideen heraus.

Ich find´s schade, dass in einem solchen Fall nach Abmahnung nicht gekündigt werden kann. 2 Stunden an einem Tag sind echt eine Frechheit. Man hätte dem Raucher stattdessen wohl nur beim Büroklammer-Diebstahl erwischen müssen und er wäre weg vom Fenster....

[ nachträglich editiert von w0rkaholic ]
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15.03.2010 10:55 Uhr von quade34
 
+7 | -1
 
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Raucherpausen sind: nicht mehr zu bezahlen. Ausstempeln ist die Alternative. Bei 2 Stunden hört es auf tolerabel zu sein.
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15.03.2010 11:03 Uhr von ted1405
 
+4 | -4
 
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@Haruhi-Chan: "Der Mann macht seinen Job nicht ordnungsgemäß."

1. Wenn dem so wäre, dann wäre selbiges auch nachweisbar. Da die Abmahnung aber wohl für nichtig angesehen wurde, scheint seine Arbeitsleistung dadurch nicht beeinflusst zu sein.

2. Könnte man selbiges dann über jeden Kollegen sagen, der an der Kaffeemaschine steht oder mal länger als 2 Minuten auf der Toilette verweilt.

3. Auch wenn sich Rauchpausen auf die Arbeitsleistung auswirken mögen - der Arbeitgeber bewertet die Leistung ja bereits bei der Lohnhöhe.

Und wenn das ganze noch unter Absprache passierte ... was soll der ganze Aufriss des Arbeitgebers dann?
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15.03.2010 12:00 Uhr von tinagel
 
+2 | -0
 
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steht doch nur das er die Arbeit für 2 Stunden unterbrochen hat. Wenn er Sie aber wieder reingeholt hat ist die Welt doch in Ordnung. Nirgends steht das er statt 8 nur 6 Stunden gearbeitet hat.
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15.03.2010 12:10 Uhr von meyerh
 
+2 | -3
 
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Quelle lesen: Manhat sich einvernehmlich darauf geeinigt für die Raucherpausen nicht auszustempeln wenn diese kurz gehalten werden. Dieser Mitarbeiter hat sich daran aber nicht gehalöten und bis zu 2 Stunden insgesamt fürs Rauchen pausiert. Trotz Ermahnungen und Abmahnungen war er nicht zur Einsicht zu bewegen. In meinen Augen war hier wirklich die Kündigung gerechtfertigt.

Welche Ausrede ich hier aber schon amüsant finde ist die von ted1405, sein Punkt 2 ist einfach klasse "oder wer mal länger als 2 Minuten auf der Toilette verweilt" wirklich super. Du bist sicherlich Raucher, aber tu uns einen gefallen und bleib Zigaretten und rauch nicht soviel Dope das bekommt dir ganz offensichtlich nicht :-)
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15.03.2010 12:18 Uhr von shadow#
 
+0 | -1
 
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2 Stunden sind ein wenig viel Man kommt auf maximal eine Stunde am Tag, wenn man viel raucht.
Oder muss er 15 Minuten gehen um rauchen zu können?
Wenn einer alleine alle 30 bis 45 Minuten zum Rauchen rennt, muss er sich in einem funktionierenden Betriebsklima vorher schon Vorwürfe von seinen Kollegen anhören.
Spätestens nach einer Abmahnung sollte man mal drüber reden!

Wenn die Absprache mit dem Vorgesetzten aber tatsächlich auch nach der Abmahnung bestand weil sie entweder danach getroffen oder aufgefrischt wurde, ist die Kündigung natürlich unberechtigt.
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15.03.2010 16:21 Uhr von elknipso
 
+1 | -0
 
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@ted1405: Weil es schlicht extrem dreist ist 2 Stunden am Tag mit rauchen zu verbringen während man arbeiten sollte, UND dann noch nicht mal auf eine Abmahnung zu reagieren!!

Jemand der so unverschämt/dreist ist gehört zehnmal raus geworfen!
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15.03.2010 22:14 Uhr von Krebstante
 
+1 | -0
 
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Zeitdiebstahl: Ich lese aus der Quelle heraus, dass der Mann die Zeit eben nicht nachgearbeitet hat. Er hatte die Erlaubnis zu "kurzen" Rauchpausen ohen Ausstempeln, wobei er auf 2 Stunden kam, während der regulären Arbeitszeit. Ganz nachvollziehen kann ich die Entscheidung des Gerichts nicht. Wegen 2 halben Brötchen kann gekündigt werden, aber der tägliche "Diebstahl" von 2 Arbeitsstunden ist rechtens. Steht in keinem Verhältnis.
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15.03.2010 22:19 Uhr von nrtm
 
+0 | -0
 
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verstehe einer: unsere Richter....

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