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14.03.10 15:58 Uhr
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Wenn nach dem Tod niemand um einen trauert - Der Fall des Truckers Bernd W.

Vor 20 Jahren meldete sich der Truckfahrer Bernd W. zum letzten Mal bei seinem Vater. Doch wenig später, nach dem Fall der Mauer, ließ der Sohn nichts mehr von sich hören. Er war nur noch in seinem Truck zu Hause. Wenn er schlief, dann meistens in der Koje seines Lkw. Dort verstarb er auch.

Er litt an Übergewicht, starb an einem Herzinfarkt. Was das ganze jedoch außergewöhnlich macht, ist der Umgang mit der Trauer. "Er hat 20 Jahre lang keinen Vater gebraucht, jetzt brauche ich keinen Sohn", sagt sein heute 70-jähriger Vater emotionslos. Die Bestattungskosten will aus der Familie keiner tragen.

Die österreichische Gemeinde, in der Bernd W. verstarb, wusste lange nicht, wohin mit der Leiche. Die Ortschaft Techelsberg am Wörthersee übernahm schließlich die Einäscherung und richtete eine große, würdige Bestattungsfeier aus. Ein Bruder plant, die Urne überführen lassen, doch niemand gibt Geld.


WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Freizeit / Familie & Kinder
Schlagworte: Tod, Vater, Fall, Trauer, Trucker
Quelle: nachrichten.t-online.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Die Quelle ist wirklich empfehlenswert zu lesen. Es ist schon eine äußerst traurige Angelegenheit, wenn nach dem Tod niemand mehr ist, der sich an die Person erinnern mag.

Hohe Anerkennung für die Ortschaft Techelsberg, die immerhin für eine angemessene Bestattung sorgte.

Es ist übrigens kein Einzelfall. In der Quelle steht, dass gerade in Großstädten die Hinterbliebenen immer weniger für Beerdigungen aufkommen wollen und Sargbestattungen eher zur Ausnahme werden.Viele werden anonym begraben.
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29 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen @ no_trespassing   
 
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14.03.2010 16:20 Uhr von fallobst
und jetzt? wenn einer keinen wert auf seine familie legt, wieso sollte seine familie wert auf dessen leiche legen?
eine beerdigung geschieht für die angehörigen, die sich an den verstorbenen erinnern und sich endgültig verabschieden (können). dem toten selbst ist das doch vollkommen egal. wenn sich die familie nicht erinnern und verabschieden möchte wozu dann eine beerdigung?

ps: passiert mit jede menge pennern jeden tag...
Kommentar ansehen was das für´n Schmalz   
 
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14.03.2010 16:20 Uhr von micha1978
Meinst du wirklich das Bernd W. auf Wolke 7 sich darum kümmert ob jemand an seinem Grab steht??
Kommentar ansehen als unsere junge Nachberin verstarb   
 
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14.03.2010 16:21 Uhr von 08_15
Kommentar ansehen also   
 
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14.03.2010 16:51 Uhr von Sabsi1991
Kommentar ansehen schon traurig...   
 
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14.03.2010 17:00 Uhr von Strange00
...wie es so weit in einer familie kommen musste...

Aber so etwas gibt es oft... Wenn Hass über Jahrzehnte besteht, ändert selbst der Tod nichts daran...
Klar merkt der Verstorbene nichts mehr davon ob und wo er beerdigt wird. Aber jeder hat doch irgendwie ein Recht auf eine würdevolle Bestattung und somit sollte die Famielie zumindest einen Pflichteil dazu geben.

Man kann nur hoffen das Berd W. zumindest jetzt seinen Frieden findet.
Kommentar ansehen @sabsi   
 
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14.03.2010 17:35 Uhr von gowron0030
Gibt es nicht wichtigere Dinge über die man schreiben könnte?
Der Mann tut mir ja leid...aber was soll man machen?



ich bitte dich ! solche news sind dazu da das wir uns immer mal sowas vor nase führen und uns erinnern wie es sein kann. sowas ist auch ein grund mal bissle drüber nachzudenken . da heutzutage viele nur noch "ich"menschen sind
Kommentar ansehen Extreme Bestattungskosten   
 
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14.03.2010 17:40 Uhr von Krebstante
Die Meldung gab es vor ein paar Wochen schon einmal, damals war der Mann gerade gestorben und sie suchten die Angehörigen.
Versetz Dich mal in die Lage der Angehörigen und überleg dann noch einmal, ob Du nicht genauso handeln würdest. Ich finds auch traurig, dass es solche Familiensituationen gibt, kann das Verhalten aber nachvollziehen.
Über den Heckmeck, den die Gemeinden dort veranstaltet haben, kann ich aber nur den Kopf schütteln. Die Zuständigkeiten sind klar geregelt und es wurde letztendlich auch entsprechend gehandelt. Groß auf die Fahnen braucht sich Techelsberg das nun nicht auf die Fahnen schreiben. Die Bereitschaft der Einwohner, eine Trauerfeier für einen Fremden auszurichten und mit auf den Friedhof zu gehen, finde ich da schon bemerkenswerter.
Beerdigungskosten sind sehr hoch, wir hatten kürzlich eine Seebestattung, hat schlappe 7.500 EU gekostet. Daraufhin habe ich mich schlau gemacht, was verschiedene Bestatungsarten in meiner Stadt kosten würden. Erdbestattungen im Sarg mit Grabstein und allem Pipapo, wie es früher mal war, kommen auf rund 10.000 EU hier. Wer kann das noch bezahlen? Am billigsten sind anonyme Urnenbestattung ohne Trauerfeier, kosten immer noch etwa 6.000 EU. Diese enormen Kosten sind aber nur ein Faktor.
Ein weiterer Grund ist, dass durch die (freiwillige oder erzwungene) Mobilität Familen weit verstreut leben. Wer kümmert sich um die Gräber? Man kann eine Gärtnerei beauftragen, aber dann bleibt die Frage, für wen gibt es die Gräber? Damit vielleicht einmal im Jahr ein Angehöriger von weit her dort vorbeischaut?
Meine Mutter hat 20 Jahre lang das Grab einer Nachbarin gepflegt, der Neffe wohnte nur 30 Km entfernt und hat es, wenn überhaupt, nur einmal pro Jahr zum Friedhof geschafft und hat bei der Gelegenheit etwas Geld vorbeigebracht für die Auslagen.
Ich werde mich später anonym in einem Urnenpark beerdigen lassen und für die Kosten einen entsprechenden Sparvertrag anlegen.
Kommentar ansehen Anlass zum Nachdenken   
 
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14.03.2010 18:06 Uhr von droeni
Nach dem Lesen aller Kommentare - und Bewertungen - bin ich doch ziemlich nachdenklich geworden.
Natürlich: der Verstorbene hat nichts mehr von der Ausstattung seiner Beerdigung; und es stimmt schon - die Beerdigung ist ein Verabschieden der Verwandten und Freunde des/derVerstorbenen.
Aber: was mich so nachdenklich macht ist nicht der Hass, der es meiner Meinung nach nicht ist, sondern die Gleichgültigkeit, die nicht nur Toten gegenüber zum Tragen kommt. Nein, es fängt doch schon in der Nachbarschaft an. Viele kennen doch schon nicht einmal ihre nächsten Nachbarn im Haus, geschweige denn deren Sorgen und Nöte. Das aber ist in der heutigen Zeit ein gesellschaftliches Problem was uns alle angeht, was aber niemanden interressiert. DAS sieht man am besten bei den Beurteilungen: schnell ist ein "Minus" gegeben, wozu soll ich dann noch einen eigenen Kommentar abgeben!
DENKT MAL DARÜBER NACH !

[ nachträglich editiert von droeni ]
Kommentar ansehen Der Fall des Truckers Bernd W.u.a   
 
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14.03.2010 18:16 Uhr von ratfink1
Ich Fahre auch jeden Tag mit meinem LKW durch Deutschland im Werksverkehr und das ist auch gut so.Früher war ich auch in allen Herrenländer unterwegs ob:Spanien,Marokko,Iran/Irak und sonst wo.Leider ist das so wenn man als LKW-Fahrer zu lange von zu Hause weg ist,da sondern sich nicht nur Freunde sondern auch die ganze Familie,Frau,Kinder von einem ab weil man(n)ist einfach zu selten zu Hause in der Regel im Internationalen Berreich ca.alle 14Tage(wenn der Chef gut ist).Ich war teilweise bis zu 12Wochen unterwegs,hab zwar ein Schweinegeld verdient,hatte aber keine Zeit es auszugeben.Daher bin ich froh das ich jetzt meistens jeden Tag bzw.alle zwei Tage zu Hause bin.
Es ist schade das sich Söhne von Ihren Eltern absondern oder auch Eltern von Ihren Kindern.
Aber es ist so würde es keine LKW-Fahrer geben könnte jeder von uns nicht leben da unsere Kaufhäuser,Supermärkte leer wären,unser Auto müßten wir aus den jeweiligen Länder wahrscheinlich nackt abholen weil unsere Klamotten aus China und sonstwo herkommen.
Also ein kleinwenig Mitgefühl/Verständnis für alle Seiten und alle leben zufrieden.
Kommentar ansehen Jaja ratfink1   
 
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14.03.2010 20:30 Uhr von mustermann07
In und Export gehört abgeschafft... Waren quer durch die Welt zu transportieren ist absoluter Schwachsinn und sonst nichts...
Kommentar ansehen Bestattung...   
 
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14.03.2010 20:37 Uhr von Jlaebbischer
"und Sargbestattungen eher zur Ausnahme werden.Viele werden anonym begraben. "

Was anderes will ich später auch gar nicht haben.
Was bringt mir ein schönes maßlos überteuertes Grab mit einem Grabstein drauf?

Dass nur in einer von 10 Familien Hinterbliebene auch noch nach nem Jahr regelmässig zum, Grab gehen, dürfte ausreichend Bekannt sein. Und die gehen dann auch noch meist gezwungenermassen entweder weil die Nachbarn sonst das Reden anfangen oder weil sonst eine Grabpflegerechnung der Friedhofsverwaltung eintrudelt.
Kommentar ansehen der Vater hat doch Recht!   
 
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14.03.2010 20:57 Uhr von dido09
Warum soll der jetzt 3000 € abdrücken? Für einen "Sohn", der sich 20 Jahre nicht gemeldet hat.
Kommentar ansehen Kommt übrigens gleich in Spiegel TV auf RTL   
 
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14.03.2010 22:36 Uhr von no_trespassing
kwt
Kommentar ansehen ...   
 
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14.03.2010 22:57 Uhr von Vorschlaghammer
Naja, wenn keiner für die Beerdigungskosten aufkommen will und sich niemand dafür interessiert, kommt er eben in die Seifenfabrik,^^
Kommentar ansehen Wieso eigentlich "traurig" ??   
 
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14.03.2010 23:32 Uhr von Schwertträger
Wenn sich jemand entscheidet, sein Leben allein zu verbringen, ist das doch nicht traurig!

Alleinsein ist nicht dasselbe wie Einsamkeit!!

Nur weil jemand völlig zufrieden und glücklich damit ist, unterwegs zu sein, seinem Fernweh zu gehorchen und fern von den Zwängen der Rest-Familie durch die Welt zu reisen, ist das doch kein Grund zur Trauer!

Gut, man könnte Mitleid mit dem Vater haben, der es vielleicht ganz gerne gesehen hätte, wenn der Sohn sich gemeldet hätte in den 20 Jahren.
Aber Kinder sind Kinder.
Wenn sie erwachsen sind, hat man keinerlei Rechte mehr an ihnen (hat man eigentlich sowieso nicht, denn Eltern gehören den Kindern, nicht umgekehrt). Es sind die Eltern, die sich reproduzieren wollen, nicht die Kinder, die geboren werden wollen. Von daher schulden Kinder ihren Eltern auch nichts, sondern im Gegenteil ihren eigenen Kindern, die sie irgendwann haben.

Es kann also sein, dass ein Sohn sich wohl damit fühlt, Kontakt zu den Eltern zu haben, abe von der Natur her normal ist es, dass er mit Erreichen seiner Volljährigkeit in die Welt hinaus geht und niemals wiederkommt. Wozu auch?

Dass heutzutage im Alter der Beweglichkeit und Telekommunikation Kontakte auch über große Distanzen gehalten werden, ist im Einzelfall ganz nett, aber eben nicht zwingend normal.
Die Mehrzahl der Leute hat irgendwann die Nase voll von der Enge des Elternhauses. Und die Konsequenteren sagen sich dann auch: Wenn ich schon mein eigenes Leben anfange, warum dann nicht komplett?


Und die Beerdigung?
Wer sagt denn, dass der tote überhaupt Wert darauf gelegt hat, solche ein Brimborium um sein Ableben zu haben? Vielleicht wäre er im Gegenteil darüber völlig ungehalten und wollte das gar nicht?!
Man kann nicht davon ausgehen, dass er arm dran ist, nur weil niemand für seine Beerdigung aufkommen will.
Es gibt sehr viele Leute, die am liebsten irgendwo weit weg von allem anderen sterben würden, alleine mit sich und dem Rest. Die hätten durchaus nichts dagegen, wenn ihr Leib einfach dort verfaulen würde, wo er liegenbleibt. Sie beugen sich eher der Notwendigkeit ihn wegzuräumen, weil es halt nicht geht, dass er rumliegt, als dass sie aktiv eine Beerdigung wünschen.

Wir kommen glücklicherweise langsam weg von dem Totenkult unserer Vorfahren, weil sich endlich die Überzeugung durchsetzt, dass der übrig gebliebene Körper nichts als Materie ist und der Tote keineswegs als Geist zurück kommt, wenn man ihn nicht "anständig" beerdigt.




Wichtiger ist, was User droeni sagte:
Kümmert Euch mehr um die Lebenden! Lasst den Lebenden gegenüber nicht Gleichgültigkeit aufkommen.

Lasst denen genügend Freiheit, die darum bitten, und kümmert Euch um diejenigen, die gerne Kontakt hätten!

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
Kommentar ansehen @Schwertträger   
 
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15.03.2010 07:29 Uhr von xlibellexx
tolles Kommentar , ganz deiner Meinung

@droeni

und das mit der Gleichgültigkeit ! das stimmt , habe mir mal eine ganze weile dieses durch den kopf gehen lassen !!, die Menschen haben das miteinander durch den ganzen Stress was in unserer Gesellschaft sich angesammelt hat , dies alles ist Verloren gegangen ! nach meiner Meinung ist dies alles eingetretten , seit dem gewisse Werte verloren gegangen sind !
Mehr Wohlstand und das bestreben nach gewisse Wünsch sich erfüllen , haben sich bei den Menschen sehr viele Nachteile eingeschlichen , und der Staat hat sich dies zum Nutzen gemacht , aber Verloren haben all die einst sehr gerne die gemeinsamkeit genossen haben !
Kommentar ansehen Hab ich schon paar mal erlebt   
 
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15.03.2010 09:00 Uhr von aspartam_gift
Einmal mal zogen es die Angehörigen vor, fast wie in diesem Fall den Geizhals rauszuhängen mit fast denselben Gründen. In wirklichkeit war es Scham und die Tatsache dass sie kein Geld hatten. Zogen sie es vor die Ekelpakete zu spielen statt zuzugeben dass sie finanzielle Schwierigkeiten haben.

Das zweite mal war es einer meiner besten Freunde der Starb.
Seine Eltern und Geschwister sind in so einer komischen eher unbekannten Sekte.
Ich erfuhr erst nach 3 Wochen dass mein Freund einen tödlichen Autounfall hatte.
Mich wunderte es, dass er nie ans Telefon ging und auch nicht zu Hause war.
Seine Familie ging mit dem Tod von ihm um, wie ein Kind dessen Goldfisch gestorben ist.
Wäre das Klo gross genug gewesen hätten sie ihn wohl noch im Klo runtergespült.
Von Trauer keine Spur, keine Messe, keine Gedenkstätte.
Als hätte es ihn nie gegeben.
Daran war bestimmt diese Sekte schuld.
Kommentar ansehen Heftig...Ja..   
 
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15.03.2010 10:38 Uhr von Klassenfeind
aber heute fast normal..
Kommentar ansehen Also....   
 
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15.03.2010 11:43 Uhr von Jalapeno.
ich gehe grundprinzipiel zu keiner Bestattung mehr, weil:

Von denen kommt mit Sicherheit auch keiner zu meiner.
Kommentar ansehen @Jalapeno: Das ist zum Beispiel KEINE gute...   
 
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15.03.2010 12:05 Uhr von Schwertträger
... Begründung.
Etwas nur nicht zu tun, weil die anderen es auch nicht tun, ist eher kindisch. Und in Deinem Fall auch eine Ausrede, würde ich vermuten.

Wenn Du nicht gerne auf Beerdigungen gehst, weil sie Dir nichts bringen oder sie Dir schaden, dann geh halt nicht hin. Aber dann auch mit eben dieser Begründung!
Denn nur weil z.B von den anderen keiner mit Dir ins Kino, Theater, Disko oder was weiss ich geht, gehst Du dort ja trotzdem hin, ... weil Du den Film, das Stück, die Musik sehen oder hören möchtest. Weil Du es für Dich tust.

Bleibt noch der Höflichkeits- und Freundlichkeits- (zwei unterschiedliche Dinge) Aspekt übrig.
Ob Du den Angehörigen das sichtbare Zeichen verweigern möchtest, dass Du von dem Verstorbenen etwas hieltest, ist ebenfalls Deine Sache. Du musst Dir halt nur im Klaren sein, dass da jemand beleidigt reagieren könnte.
Kommentar ansehen @ Schwertträger   
 
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15.03.2010 13:00 Uhr von Jalapeno.
Lies dir das nochmal laaannngggsssaaam durch... und lege dann noch die Betonung auf:

Von DENEN.. ;)

..aber davon ab..: Mein Bruder starb im November 2008 im Dezember wurde er von der Polizei im Bett vorgefunden (Vermieter hatte die benachrichtigt.)

Erfahren hat es die Familie im Februar 2009 und nicht durch die Polizei, sondern weil ein Familienmitglied (durch Zufall) vor einer versiegelten Tür stand, und sich daraufhin bei der Polizei erkundigte.

Zu dieser Zeit, war der Gute schon eingeäschert und verbuddelt. ....... aber das ist eine andere Geschichte.

Nur soviel dazu, wir wüßten bis heute nicht, das der gestorben ist.

Gab zwar später noch 2 Trauerfeiern, aber von denen habe ich mich ferngehalten, und keinen in der Familie hat das beleidigt oder gestört.

Kommt wohl auch immer drauf an, mit wem man es zu tun hat.

So werde ich auch nie erfahren, wo meine Mutter beerdigt werden wird.. weil Anonym im Friedwald.

Und was das trauern angeht, so kann ich das genauso auf den Bahamas, wie auf dem Friedhof..

Jeder so, wie er es für richtig hält.

Und P.S.

Ich habe Bestattungen erlebt, bei denen man hätte kotzen können, vor soviel verlogener Heuchelei, die da versammelt war...

Von Kondulenzen, nehme ich auch gerne erstmal abstand, um den Leuten Zeit zu geben..

P.P.S. Die Todesnachricht von meinem Bruder, habe ich meiner Mutter persönlich mittteilen müßen... war recht heftig.

[ nachträglich editiert von Jalapeno. ]
Kommentar ansehen @Jalapeno   
 
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15.03.2010 18:03 Uhr von Schwertträger
>Und was das trauern angeht, so kann ich das genauso auf den Bahamas, wie auf dem Friedhof..<

Das ist genau das, was ich meinte. Da stimme ich Dir ja zu. Es braucht keine Grabstelle, um über jemand Gestorbenen zu trauern.

Und das sich Dinge verselbständigen, so dass aus einer Beerdigung die reinste Schauspielveranstaltung wird, spricht ebenfalls gegen die absolute Notwendigkeit einer solchen.
Kommentar ansehen @Metallpresse: Nicht gegenüber dem Toten!!   
 
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15.03.2010 18:06 Uhr von Schwertträger
Die Höflichkeit ist nicht für den Toten gedacht!

Man ist höflich gegenüber den - ja vielleicht durchaus sehr netten - Hinterbliebenen.
Ist z.B. ein junger Mensch ein ziemlicher Arsch gewesen, so dass man seinetwegen ganz bestimmt nicht zu seiner Beerdigung gegangen wäre, so könnte man sich überlegen, trotzdem hinzugehen, um seiner Mutter, die ihn ja trotz allem als Sohn verliert und vermisst, ein wenig Unterstützung zu geben. Schliesslich sind ja nicht immer die Eltern Schuld, dass ihre Kinder daneben geraten.

DAS war mit der "Höflichkeit" gemeint.
Kommentar ansehen @ fallobst, krebstante & Co.   
 
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15.03.2010 20:24 Uhr von SmileToday
Der Vater hat es offenbar nicht einmal nach dem Tod seines Sohnes geschafft, irgendeine Emotion zu zeigen oder wenigstens für ein anständiges Begräbnis zu sorgen - wenn er es schon nicht geschafft hat, dem Sohn zu dessen Lebzeiten eine liebende Familie zu bieten.

Bitte vor Abgabe von pauschalen Kommentaren erst die Quelle lesen!
Kommentar ansehen @ ratfink/Mustermann   
 
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15.03.2010 20:38 Uhr von SmileToday
Mustermann: Mag ja sein, ist hier aber definitiv kein Thema!

ratfink: Ich denke, der Beruf von Bernd W. war hier nicht Auslöser, sondern Folge der familiären Zerrüttung. Könnte mir jedenfalls vorstellen, daß manch einer in einer ähnlichen familiären Situation Berufe wie Fernfahrer, Schiffskoch o.ä. als Entlastung empfindet und gern annimmt. Bei Bernd W. liegt das meiner Meinung nach sehr nahe.

Mustermann: Über Sinn und Unsinn von überregionalem und weltweitem Warenhandel kann man gern diskutieren, aber (1) ist das hier keine geeignete News und (2) gibt es geeignetere Kritik-Ziele als einen Lkw-Fahrer.

(3) bin ich der Meinung, daß es sich auch ohne Begriffe wie "Schwachsinn" trefflich diskutieren ließe... aber das ist ein generelles Problem bei SN.

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