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Buchverriss: Schriftsteller Martin Walser plante Ohrfeige für Kritiker Marcel Reich-Ranicki

Der Schriftsteller Martin Walser führte mit dem Magazin "Der Spiegel" ein Interview, dass in Teilen vorab bekannt wurde. Dabei sprach Walser auch Streitigkeiten mit dem "Kritiker-Papst" Reich-Ranicki an. Dieser hatte ein Buch von Walser dermaßen verrissen, dass der ihm eine Ohrfeige geben wollte.

Im Jahr 1976 erschien sein Buch "Jenseits der Liebe" und Reich-Ranicki (89) hatte es als "belanglosen Roman" heruntergemacht. Er fügte an: "Solch eine Machtausübung, die einem so wehgetan hat, erlischt nicht" und wollte daraufhin dem "Kritiker-Papst" eine Ohrfeige verpassen.

Mit dieser Äußerung habe sich der Autor Martin Walser (82) nach seinen Worten "aus dem Reich der Dichter ausgewiesen" gefühlt. In dem Gespräch mit dem Magazin "Der Spiegel" kritisierte er u.a. auch Bundeskanzlerin Merkel wegen ihrer Haltung zum Afghanistan-Krieg sehr heftig.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Schriftsteller, Kritiker, Ohrfeige, Martin Walser, Marcel Reich-Ranicki
Quelle: www.wienweb.at

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.03.2010 09:19 Uhr von jsbach
 
+5 | -0
 
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Der unbequeme Kritiker Reich Ranicki machte zuletzt Schlagzeilen, weil er für die Sendung "Das Literarische Quartett" mit dem Deutschen Fernsehpreis geehrt werden sollte. Er lehnte dies jedoch mit den Worten: "Blödsinn, den wir hier heute Abend zu sehen bekommen haben" ab. Nähere Einzelheiten zu dem Gespräch in der Quelle (Bild zeigt den Schriftsteller Martin Walser)
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14.03.2010 10:27 Uhr von Thingol
 
+10 | -7
 
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Reich-Ranicki: Der sitzt eh in seinem Elfenbeinturm und schaut auf uns hinab, die wir uns mit aus seiner Sicht minderwertiger Literatur den Kopf vollballern. Wir sollen wohl nur genau das lesen, was er sagt was wir lesen sollen. Nein danke.
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14.03.2010 15:30 Uhr von mcSteph
 
+4 | -0
 
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Als Reich-Ranicki: ausgezeichnet wurde, haben vor ihm so fragwürdige "Größen" wie z.B. Ober-Dumpf-Proll Atze Schröder diese Auszeichnung erhalten.
Der arme Kritiker musste sich deren Müll, den sie da zum Allerwertesten äähhh..-besten gaben, die ganze Zeit rein ziehen.

Ich an seiner Stelle wäre schon vorher gegangen.

Man muss ihn nicht mögen, aber er sitzt gewiss in keinem Elfenbeinturm und schaut herunter, auch hat er sicher Verständnis dafür, wenn wir "Generation heute" andere Werke gut findet, als er dies tut. Aber irgendwo sind die Grenzen des guten Geschmackes auch mal erreicht und auch Toleranz endet an irgend einem Punkt.
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16.03.2010 05:02 Uhr von Hawkeye1976
 
+1 | -0
 
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Jeder, der MRRs Literaturempfehlungen und Verisse mal durch eigene Lektüre besagter (Mach)Werke überprüft hat, wird feststellen, dass MRR meist richtig lag, was seine Beurteilung betraf.
Am besten fuhr man eigentlich immer mit dem Mittelweg aus der Meinung MRRs und der Karaseks.

Zu Walser:
Einiges von dem, was er abgeliefert hat, war nunmal schlicht unlesbarer Mist und da muss dann auch ein Herr Walser damit leben, dass Mist kritisiert wird.

[ nachträglich editiert von Hawkeye1976 ]

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