Folkwang-Museum in Essen möchte an die Kunst in der NS-Zeit erinnern
In der NS-Zeit wurden im Folkwang-Museum viele Kunstwerke als "entartete" Kunst von den damaligen Machthabern beschlagnahmt, sagte Museumsleiter Hartwig Fischer. Am 18. März wird erstmals nach mehr als 70 Jahren eine Ausstellung mit dem Titel "Das schönste Museum der Welt" eröffnet.
Etwa 30 Gemälde der modernen Malerei, die als Leihgaben aus vielen Ländern der Welt kamen, haben diese besondere Schau ermöglicht. Während der NS-Zeit wurden zusammen rund 1.400 Kunstwerke aus dem Museum "legal konfisziert und legal verkauft", so Direktor Fischer.
Davon konnten nur wenige Exponate, u.a. aus den USA oder der Schweiz zurückgekauft werden. Darunter Kunstwerke von Cézanne, Kirchner oder Chagall. Unter den hochkarätigen Leihgaben sind u.a. ein Bild von Kandinsky ("Improvisation", 1912) oder Franz Marcs "Weidende Pferde", 1911).