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Von Steinläusen und Steuerzecken: Scherzbeiträge in seriösen Lexika haben Tradition

Viele haben Skepsis gegenüber dem Online-Nachschlagewerk Wikipedia und greifen lieber zu den etablierten Lexika in Druckform. Doch Vorsicht ist auch hier geboten, denn es finden sich auch dort einige Scherzbeiträge.

Zu finden ist im renommierten medizinischen Lexikon "Pschyrembel" so folgendes: "Steinlaus: (engl.) stone louse; syn. Petrophaga lorioti; kleinstes einheim. Nagetier aus der Fam. der Lapivora." Die Steinlaus ist allerdings ein Witz von Loriot.

Der Steinlaus-Artikel war eine Schnapsidee der Redakteure und wird von Auflage zu Auflage aktualisiert. Die Steinlaus-Idee regte Nachahmer an und so entstanden weitere Scherzbeiträge in Lexika. Zu finden sind so auch Beiträge über Steuerzecken oder Apopudobalia.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Beitrag, Scherz, Lexikon
Quelle: www.zeit.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.03.2010 15:16 Uhr von mozzer
 
+6 | -1
 
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Sehr lustiger Artikel: ich wusste nicht, dass das existiert. Endlich bewiesen: Sogar Wissenschaftler haben Humor ;-)
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12.03.2010 17:41 Uhr von kmykz
 
+0 | -0
 
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Scherzbeitrag? Ich denke eher, dass es sich bei diesen Beiträgen eher um einen Kopierschutz handelt.
(vgl. Trap Streets bei Landkarten)
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12.03.2010 17:56 Uhr von AT-AT-Driver
 
+0 | -0
 
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Genialirösität :D: Find´ ich klasse ^^

[ nachträglich editiert von AT-AT-Driver ]
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12.03.2010 21:00 Uhr von Krebstante
 
+2 | -0
 
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Die gute, alte Steinlaus: Die Steinlaus fehlte in der 257. Auflage undd der Protest der Leser war so groß, dass sie wieder reingenommen wurde. Können die auch nicht einfach machen. Bei jeder neuen Auflage schaue ich immer als erstes, ob sie noch drin ist ;-)


Auszug aus Wikipedia http://de.wikipedia.org/...
1982 verzeichnete das renommierte medizinische Wörterbuch Pschyrembel aus dem Berliner Wissenschaftsverlag Walter de Gruyter (ein fachliches Standard-Nachschlagewerk) erstmals die Steinlaus.
Der Nihilartikel scheint Loriots „Erkenntnisse“ zu belegen. Darüber hinaus informiert das Lexikon über fingierte Forschungsarbeiten, die den Wert der Steinlaus bei der Therapie von Gallen-, Blasen- und Nierensteinen erkannt hätten. Unterarten Gallensteinlaus und Nierensteinlaus werden erwähnt.
In der 257. Auflage des Pschyrembel wurde der Eintrag über die Steinlaus getilgt. Wegen unerwartet heftiger Leserproteste wurde die Steinlaus in die darauffolgende Ausgabe von 1997 in erweiterter Form wieder aufgenommen. In diese revidierte Fassung fanden „neueste Erkenntnisse“ Eingang, die das zeitweilige Verschwinden der Steinlaus mit dem Fall der Berliner Mauer als Nahrungsgrundlage in Verbindung bringen.
In der 260. Auflage des Pschyrembel wurden neuere „Forschungsergebnisse“ zur Steinlaus verzeichnet, beispielsweise deren Anwendung in der Homöopathie.
In der am 24. September 2007 erschienenen 261. Auflage wurde der Artikel zur Steinlaus wiederum erweitert. So wird beispielsweise unter „weitere Anw.“ erklärt, dass die Bedingungen für eine Feinstaubplakette durch den Einsatz von spezialisierten Steinläusen in Kombination mit Filtern erfüllt werden könnten.


Auch gut: der wissenschaftliche Witz auf Wikipedia
http://de.wikipedia.org/...

[ nachträglich editiert von Krebstante ]

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