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Holocaust-Opfer mit Facebook-Profil: Grauenhaft oder Gedächtniskultur?

Das Profil von Henio Zytomirski hat inzwischen 4.497 Freunde. Bei den Kommentaren finden sich die üblichen Grüße nebst Teddy-Bildern und Aufforderungen, "Mafia-Wars" zu spielen. So weit, so normal. Nicht normal ist allerdings, dass Zytomirski seit 1942 tot ist: Umgebracht im Vernichtungslager Majdanek.

Das Profil eines Holocaust-Opfers hat eine Diskussion zum Thema Erinnerungskultur hervorgerufen. Denn die virtuellen "Grabsteine" von Toten werden das kulturelle Gedächtnis immer mehr beeinflussen.

Adam Kopciowski, polnischer Historiker, wies auf "die Absurdität" hin, per Facebook-Profil für einen ermordeten Jungen zu sprechen. Sozusagen am Leben erhalten, hat Henio dessen Cousin, der ihn beschreibt, aber auch eigene Kommentare auf der Seite hinterlässt.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Facebook, Opfer, Freund, Holocaust, Profil, Inszenierung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.03.2010 12:17 Uhr von mozzer
 
+8 | -2
 
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Schwierige Sache. Einerseits ist es schon eine neue moderne Art der Erinnerung, andererseits gibt es durchaus Dinge, die privat erinnert werden sollten und nicht für jedermann öffentlich ausgestellt werden müssen.
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12.03.2010 12:36 Uhr von bluecoat
 
+10 | -12
 
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..sowas sollte man verbieten! einfach nur abartig !
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12.03.2010 12:50 Uhr von EIKATG
 
+9 | -5
 
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Vom: Prinzip her is die Idee nicht mal schlecht. Bzw. finde ich die Idee 1000-mal besser als die Landschaft mit lauter Denkmälern zu bestücken.
Nicht das mich der Anblick stört, aber das Geld wird dringend woanders benötigt und kann so sinnvoller verwendet werden.
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12.03.2010 13:02 Uhr von S8472
 
+13 | -6
 
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Maaaaan: Facebooknews nerven gewaltig. Es gibt echt nichts unwichtigeres auf der Welt als Profile und Gruppen bei Facebook!
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12.03.2010 13:19 Uhr von Goldberg065
 
+1 | -2
 
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ich: denke, es geht da um eine grundlegende frage, der wir uns in nächster zeit stellen sollten...ob es gut/schlecht ist solche und ähnliche Aktionen... spontan fällt mir dazu nicht ein ob ich es gut finden sollte oder nicht.

Denn man sollte bedenken, dass sich das Leben immer weiter ins Internet verlagert, da ist es eigentlich auch logisch virtuell Nachrufe zu organisieren...
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12.03.2010 13:23 Uhr von Conner7
 
+11 | -4
 
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Nach über 60 Jahren ob das sein muss!?

Die Opferrolle nehmen scheinbar einige Nachkommen ein.
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12.03.2010 14:27 Uhr von Mischa91
 
+3 | -3
 
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Unnötig. Finde ich unnötig. Nicht weil es abartig oder unmoralisch ist, sondern weil es einfach kein Schwein interessiert wer damals alles gestorben ist.

Ein kleines Kind aus Afrika, welches vehungert ist, hat auch kein Facebook Profil!
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12.03.2010 18:08 Uhr von NoSyMe
 
+1 | -1
 
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...bitte seid mir für meine ehrliche Meinung nicht böse, aber ich denke das es sich hier einfach um eine Profilierung oder schlicht und ergreifend Marketing handelt.
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12.03.2010 18:24 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -0
 
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@mischa91: Zeig ihm wie man eins macht. Achne lieber zuhause sitzen und groß rumblöken wie arm das Kind doch dran ist.

Ich finds gut nen Gör dem Geschichte scheiss egal ist klickt durch die Freunde von irgendwem und dann kommt die Geschichte eiskalt mit der Keule von hinten.

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