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Warum man in Deutschland so viel für Medikamente bezahlt

Nach der Androhung von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), den Pharmafirmen Zwangsrabatte aufzuerlegen, stellt sich bei vielen Ottonormalverbrauchern die Frage, warum denn die Medikamente in Deutschland so teuer sind. Immerhin kosten hier Medikamente bis zu 50 Prozent mehr als im Ausland.

Experten wissen schon längst, dass der eigentliche Wirkstoff der Medikamente manchmal nur zwei Prozent des Preises beträgt, mit dem es an den Endverbraucher abgegeben wird. Und eine Tatsache ist auch, dass das Medikament teurer wird, je ernsthafter die Krankheit ist.

Auch in die Forschung wird nicht so viel Geld gesteckt, wie uns die Pharmariesen glauben lassen wollen. Meist ist noch genug Geld für Werbung übrig. Nach Röslers Androhungen protestieren die Konzerne nun vehement und versuchen alles dagegen zu setzen, dass es keine Zwangsrabatte geben wird.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Deutschland, Preis, Medikament, Philipp Rösler, Wirkstoff, Pharmakonzern
Quelle: www.bild.de

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34 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.03.2010 08:52 Uhr von golddagobert
 
+83 | -1
 
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Philipp Rösler (FDP), mal sehen ob Du wirklich große Cojones in der Hose hast, zu wünschen wäre es !
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12.03.2010 08:55 Uhr von hippie68
 
+61 | -0
 
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Ja ich würde es mir auch wünschen! Aber er trifft die Entscheidungen nicht allein.
Wenn seine Parteigenossen das ablehnen, weil ihnen sonst das Geld für den Superluxusurlaub fehlt, dann kann auch der gute Philip nix machen.
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12.03.2010 09:05 Uhr von usambara
 
+76 | -1
 
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Beispiel: Durch Zufall entdeckte ein amerikanischer Augenarzt im Jahr 2000, dass die bewährte Krebsarznei Avastin nicht nur gegen Tumore, sondern auch gegen ein häufiges Augenleiden hilft.
In Windeseile sprach sich die neue Behandlungsform herum, sodass mittlerweile mindestens 100.000 Menschen weltweit Avastin ins Auge gespritzt bekommen haben. Etwa 25 Euro kostet eine Behandlung. Eine Zulassung als Augenheilmittel beantragte der Hersteller allerdings nicht - und das sollte sich im Wortsinn später auszahlen.
Die Herstellerfirma von Avastin, nennen wir sie zunächst Novartis, veränderte die Chemie des Wirkstoffs minimal. Das reichte, um das Mittel fortan Lucentis zu nennen. Da niemand in Deutschland vorschreiben kann, wie teuer Medikamente sein dürfen, setzte die Firma den Preis des neuen Mittels, das eigentlich das alte ist, auf 1500 Euro fest - für eine Einzeldosis. Zehn Injektionen, so die Einschätzung von Augenärzten, sind nötig, um das Leiden zu stoppen oder sogar besseres Sehen zu ermöglichen.
-SDZ-
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12.03.2010 09:14 Uhr von Zintor-2000
 
+23 | -0
 
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Pharma: Das geht halt hier nur weil das Krankenkassensystem eines der Schlechtesten ist. Wenn es, wie in Frankreich, so wäre das die staatliche Gesundheitsorganisation sagt wie viel Sie für ein Medikament zahlen würde und es nur dann verschrieben werden darf, dann wäre dieser Spuk schnell vorbei.


Da hat sich doch der Fehlerteufel eingeschlichen:

"versuchen alles dagegen zu setzen, dass es keine Zwangsrabatte geben wird. "

Die werden eher alles dagegen setzen das es Zwangsrabatte gibt.
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12.03.2010 09:26 Uhr von Klassenfeind
 
+20 | -0
 
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Es ist längst Überfällig: das die Preise in der EU angeglichen werden. Das das gelingt glaube ich erst dann,wenn ich es sehen kann.
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12.03.2010 09:31 Uhr von jupiter12
 
+9 | -0
 
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was da wohl rauskommt bestimmt nichts gutes!
Preise bleiben oben, Kopfpauschale fuer alle und ein Posten fuer einen Gesundheitsminister AD in der Pharmaindustrie.

Und wer zahlt?
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12.03.2010 09:39 Uhr von homern
 
+4 | -18
 
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12.03.2010 09:39 Uhr von Philippba
 
+8 | -0
 
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Genau so ist es: Die Gewinnspanne beträgt in der Regel mehrere 100% bis 1000%. Vermutlich fährt da jeder auch nen Porsche von den Pharma Leuten. Ein Zwangsrabatt bzw. Preise, die sich mit denen im Ausland angleichen, würden der Wirtschaft sehr gut tun. Danach hätten die Pharma Leute immer noch genug Geld.
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12.03.2010 10:10 Uhr von Petaa
 
+7 | -1
 
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vertehe: Die Pharmariesen haben wohl in den letzten Monaten zu wenig Geldkoffer "vergessen" ...
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12.03.2010 10:21 Uhr von litschis
 
+9 | -6
 
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Onlineapotheken: Zum Glück gibt es jetzt wenigstens Onlineapotheken, da läßt sich in vielen Fällen 30-40% sparen.
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12.03.2010 10:31 Uhr von Petaa
 
+4 | -2
 
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@litsches: Und es gibt Onlineapotheken z.B. in Polen, GB oder Holland die dann die Preise der Deutschen nochmals unterbieten ;-) Leider braucht man da leider oft eine Kreditkarte aber ansonsten sind auch Sammelbestellungen mit größeren Beträgen keine Problem.

Mein Vater hat Zucker und daher kommt da ab und an schon was zusammen ...
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12.03.2010 10:37 Uhr von litschis
 
+3 | -2
 
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@Petaa: und wie finde ich die?
ich schau immer auf medizinfuchs.de um die günstigste deutsche Onlineapotheke zu finden.
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12.03.2010 10:57 Uhr von nrtm
 
+2 | -2
 
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toll: gerade mal nach einem Medikamtent gesucht. Ohne Versand 52% ersparnis.
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12.03.2010 11:02 Uhr von litschis
 
+4 | -2
 
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medizinfuchs.de: für mich eine der besten seiten im netz
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12.03.2010 11:09 Uhr von fuDDel@
 
+9 | -0
 
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Apotheker: Was vielen auch nicht bewusst ist, wenn ein Apotheker ein Medikament zusammenmischt, dann darf er 100-200% draufschlagen. Wenn er also ein teures Medikament nochmal umrührt, gehen wir mal von dem Beispiel von Usambara(1500€) aus, dann kann sich jeder ausrechnen wo auch noch viel Geld liegen bleibt.

Gruß
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12.03.2010 11:45 Uhr von Prentiss
 
+12 | -1
 
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egal wo du hin gehst, du wirst belogen und ausgenommen.
da kann man doch nurnoch dezent in die ecke reihern.
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12.03.2010 12:56 Uhr von Susi222
 
+1 | -0
 
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bei: Doc Morris bekommen zuzahlungsbefreite Patienten die Hälfte der Zuzahlung ausgezahlt. Ab 30 Euro gibts das Geld bar aufs Konto..... bei 2,50 Euro pro Medikament lohnt sich das für chronisch Kranke echt.
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12.03.2010 13:04 Uhr von a_gentle_user
 
+3 | -1
 
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die Pille kostet für meine Freundin: rund 40€ im Quartal!

in Polen kriegen wir sie für umgerechnet 10!

Vielleicht sollten wir Handel aufmachen. Ich kauf das Zeug in POlen für 10, verkauf es hier für 25...
Darf ich das denn?
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12.03.2010 14:04 Uhr von Graf_Kox
 
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Die deutsche Pharmalobby ist vergleichbar mit der amerikanischen Waffenlobby oder auch weltweiten Tabaklobby, sowohl aus ethischer Sicht als auch nach den Machtverhältnissen beurteilt. Ich finde es genau so verwerflich Medikamente (wie in usambras Beispiel, davon gibt es ja mehrere) überteuert auf den Markt zu werfen und den Gesundheitsstandard eines ganzen Landes runter zu drücken, wie den Leuten Waffen zu verkaufen damit sie sich gegenseitig erschießen. Für einige werden Behandlungen so unfinanzierbar. Tja, die verlieren dann halt ihre Sehkraft, was solls. Ein ähnlich lächerliches Schauspiel war die furchtbare Schweinegrippe. Von Anfang an haben mind. 80% der Leute die ich kenne (einschließlich mir selbst) gesagt, dass das alles eine Riesen-Gelddruckmaschine und unberechtigte Panikmache ist, nichts weiter. Ich kenne aus meinem gesammten Umfeld nur einen einzigen der sich hat impfen lassen und keinen einzigen der sie tatsächlich bekommen hat. Trotzdem wurden unverschämte Summen kassiert und dafür sogar, wie sich erst kürzlich herausstellte, andere Medikamente vernachlässigt, die den Ärzten Heute fehlen. Damit lies sich halt in dem Moment nicht genug verdienen. Klar, jeder will Geld machen, so ist die Welt nunmal. Aber ich finde es nicht zu naiv wenn ich vom Gesundheitswesen eine besondere Sorgfalt bei solchen Dingen erwarte. Es ist jedoch genau gegenteilig, die Skrupellosigkeit mit der in diesem Sektor vorgegangen wird sucht weltweit seinesgleichen.

Edit: @a_gentle_user: Kurze Antwort: Nein ^^ Medikamente sind nirgendwo teurer als in Deutschland, da die Konzerne die Preise hier frei festlegen können. Der Import zum Verkauf ist jedoch meines Wissens verboten.

[ nachträglich editiert von Graf_Kox ]
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12.03.2010 14:34 Uhr von a_gentle_user
 
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@graf kox: Hallo du schreibst:
da die Konzerne die Preise hier frei festlegen können. Der Import zum Verkauf ist jedoch meines Wissens verboten.

Gilt das für Medikamente im besonderen? Ich meine ich fahre ein ausländisches Auto, das wurde ja wohl importiert um es mir zu verkaufen, und bei den Autos gibt es ja auch mittlerweile sogar "reimporte" etc. ...
Wenn dies wirklich verboten ist sollte man sich überlegen dagegen zu klagen...
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12.03.2010 15:16 Uhr von fuDDel@
 
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a_gentle_user: Das bezog sich von ihm natürlich auf Medikamente.
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12.03.2010 15:37 Uhr von Fastfingerfreddy
 
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ach kommt ist doch schlussendlich immernoch günstiger als für uns schweizer... mit unseren parallel-import gesetzen sollte es günstiger werden. was ist passiert? nüüschts...
die pharma-industrie hat die preise nur ein wenig nach unten angepasst. wo jetzt weniger steuern/zölle anfällt schlägt sie sogar noch mehr profit daraus.. und der endkosument zahlt bisschen weniger und sieht darin kein handlungsbedarf mehr. sieg auf ganzer linie für die pharma-industrie
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12.03.2010 22:10 Uhr von quaternion
 
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warum? Vermutung:
Weil inzwischen der Großteil der Politiker in unserem Parlament von diversen Lobbyisten ausreichend bestochen wurde. Siehe Schweinegrippeimpfung.

Die Macht der Pharmakonzerne ist m.E. inzwischen schon höher als die der Mafia.

Höchsten Respekt für Rösler, sich mit diesen anzulegen.

Sinnvoll m.E. wäre EINE gesetzliche Krankenkasse in Deutschland. Hier könnten VIELE Millionen an Verwaltungskosten gespart werden und man könnte gegenüber der Pharmaindustrie fordernder auftreten.

Sinnvoller ist natürlich hier auch eine europäische oder noch besser globale Lösung für die Finanzierung der Arzneimittelforschung.

D.h. Arzneimittelforschung öffentlich finanzieren und auch die Ergebnisse Patent- und Nutzungsrechtsfrei stellen, da diese öffentlich finanziert wurde.

Dies ermöglicht einen schnelleren und kostengünstigeren Zugang zu Medikamenten und Behandlungsmethoden.
Gerade die Gesundheit ist weltweit von Allgemeininteresse. Hier dem Pharmaindustriemoloch das Feld zu überlassen ist sehr gefährlich, da zuviele Eigeninteressen vorhanden sind.

Auch hier gilt dann: Eine hintergründige Bewertung der Forschungsprojekte sollte verpflichtend sein, um Mißbrauch zu vermeiden.

Ansonsten, Gute Nacht Deutschland

quaternion
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12.03.2010 23:33 Uhr von jsbach
 
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Bei der News vermisse ich: nach der Ankündigung im Titel trotzdem die Beantwortung der Frage WARUM sie so teuer sind.
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12.03.2010 23:42 Uhr von alles-nichts-oder
 
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Der Rösler: ist ein Heuchler! Wenn der wirklich was gegen die Pharmaindustrie unternehmen wöllte, hätten er nicht Sawickis fadenscheinige entlassung unterstützen dürfen. Der ist ja nur auf Druck der Pharmaindustrie rausgeschmissen worden.

Zitat von der Seite:
Sawickis Vorstellung eines solidarischen Gesundheitssystems dürfte sich von denen der FDP mit ihrem Gesundheitsminister Rösler gründlich unterscheiden, wenn er in einem Interview sagt: „Jeder muss zu jeder Zeit Hilfe in Anspruch nehmen können. Wenn ich vor einen Baum fahre, darf der Sanitäter nicht zuerst nach meiner Kreditkarte suchen. Gesundheit kann ich mir nicht kaufen wie Schuhe. Sie ist mein Grundrecht.“

Link:http://www.bleib-passiv.de/...

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