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Bischof behauptet: Missbrauchsopfern ist finanzielle Entschädigung nicht wichtig

"Sie wollen über ihr Schicksal sprechen", meint der Beauftragte für Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, Bischof Stephan Ackermann. Er glaube nicht, dass die Opfer unbedingt finanziell entschädigt werden wollen. Es wäre ihnen wichtiger, dass "die Kirche" über ihre Geschichte Bescheid wisse.

Ackermann verspricht den Opfern die Übernahme aller Kosten durch die katholische Kirche, falls diese therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen sollten. Eine Hotline an die sich sexuell Missbrauchte wenden können, möchte er dieses Jahr ebenfalls noch anbieten.

Die katholische Kirche müsse deutlich machen, dass man die Fehler der Vergangenheit "weder vertuschen noch bagatellisieren" wolle. Ackermann selbst glaubt dabei nicht, dass ein Zusammenhang zwischen Zölibat und den Missbrauchsfällen besteht.


WebReporter: HornSchrottes
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Missbrauch, Entschädigung, Bischof, Hotline, Zölibat
Quelle: www.epd.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.03.2010 12:22 Uhr von Loichtfoier
 
+14 | -1
 
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Also: wenn das ein Bischof sagt, muss das stimmen. Klingt fast so als würde ein Mörder sagen, dass es den Mordopfern nicht weh tut, wenn man sie umbringt bzw. sie später keinerlei Einwände mehr haben tot zu sein.
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11.03.2010 13:01 Uhr von BigNose82
 
+13 | -1
 
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Ich habs gerade schon in einem anderen Threat: geschrieben: Die Missbrauchsfälle rühren meiner Meinung nach schlicht und ergreifend aus der Geilheit solcher Menschen her, die sich entgegengesetzt zu den evolutionären Gesetzmäßigkeiten des Fortpflanzungstriebes dazu verpflichtet haben, ihr Genital nur noch zum Pinkeln zu benutzen.

Dieser ganze Kirchenscheiß ist so lächerlich wenn man sich diese weltfremden Pisser ansieht.

/* schreibt jetzt nicht weiter weil der Hals immer dicker wird
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11.03.2010 13:17 Uhr von Registrator
 
+4 | -0
 
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Als ob es die Kirche erst durch die jetzige: Flut an Ereignisse erfahren hat. Gab es doch vor Jahren auch schon.
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11.03.2010 13:35 Uhr von Iruc
 
+1 | -12
 
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11.03.2010 13:51 Uhr von mr_shneeply
 
+4 | -0
 
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so eine komplette Überraschung!! wer hätte den Ahnen können, daß sich Pfaffen an kleinen Jungs vergehen?

Dieses Thema war mit absolut neu und hat mich total überrascht.
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11.03.2010 14:02 Uhr von burn3r78
 
+3 | -1
 
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@Iruc: dir ist aber schon bewußt, dass im Gegensatz zur katholischen Kirche sonst auch keiner Anspruch drauf erhebt, der Bewahrer von Werten und Moral zu sein?
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11.03.2010 14:26 Uhr von DonFanucci
 
+5 | -0
 
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Keine Entschädigung WARUM WOLLEN DIE WOHL KEINE???
Kürzlich hab ich ein Mißbrauchsopfer in einem Interview gesehen.
Der hat erklärt, dass er sich wie eine Prostituierte fühlen würde, wenn er vom Täter jetzt auch noch ohne weiteres Geld für die Tat bekommen würde! Ist irgendwie nachvollziehbar und macht wahrscheinlich am deutlichsten klar, wie sehr die Opfer psychisch leiden!
Daher sollte der schlaue Kirchenvertreter auch mal ganz genau erklären, warum "es den Opfern nicht um finanzielle Entschädigung" geht und die Kirche sollte sich mit dem Leid der Opfer nicht noch um eine Entschädigung drücken, sondern beispielsweise VIEL VIEL Geld an eine Opferorganisation spenden (müssen). Dann kann man damit vielleicht auch die Opfer entschädigen, ohne noch mehr deren Psyche zu belasten.
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11.03.2010 15:36 Uhr von Noseman
 
+2 | -0
 
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@Iruc: Es gibt einige Unterschiede; einen hat burn3r78 genannt.

Ferner sind andere Institutionen in der Regel nicht hierarchisch organisiert.

Dann hat die deutsche Bischofskonferenz Richtlinien für den Umgan mit sexuellen Mißbrauch, die vorschreiben, dass sowas erstmal- und zwar solange, bis entsprechende Vorfälle ohnehin öffentlich werden - intern zu behandeln.

Das ist schlicht ein Gesetzesbruch, weil sexualler Mißbrauch ein Offizialdelikt ist und somit stets bei Verdacht den zuständigen Behörden angezeigt werden muss, und zwar sofort!

Nicht zuletzt sind die Vorfälle auch weit häufiger als in anderen Einrichtungen. Massenhafter sexueller Mißbrauch in katholischen Einrichtungen ist in einem Umfang seit Jahrzehnten belegt, den keine andere öffentliche Institution auch nur annähernd erreicht.

Lange Rede, kurzer Sinn: sexuellen Mißbrauch gibt es selbstverständlich überall, tatsächlich auch meistens im Verwandten- und Bekanntenkreis.

Innerhalb der katholischen Kirche gibt es aber strukturelle Rahmenbedingungen udn ideologische denkweisen, die den sexuellen mißbrauch fördenn und die Täter beschützen.

Und DAS ist schon ziemlich einzigartig und in Hinblick auf burn3r78s Argument potenziert sich das noch.
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11.03.2010 16:47 Uhr von iamrefused
 
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wer ist so: dumm und lässt sein kind mit fremden allein. bzw. bei leuten wo man schon intuitiv merkt , na da stimmt doch was nicht.

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