Geheimvertrag belegt: Japan duldete US-Atomwaffen auf eigenem Staatsgebiet
Eine von der japanischen Regierung lange Zeit dementierte Vereinbarung aus dem kalten Krieg wurde nun veröffentlicht. Entgegen der offiziellen Anti-Atomwaffenhaltung Japans erlaubte dieser Vertrag, dass nuklear bewaffnete US-Schiffe in japanische Häfen einlaufen.
Der bilaterale Vertrag aus dem Jahr 1960 sah vor, dass die USA für Japans Sicherheit garantieren. Daraufhin wurden auch 50.000 US-Soldaten in Japan stationiert. Mit der Bekanntgabe möchte die Regierung nun mehr Transparenz schaffen, gleichzeitig aber die guten Beziehungen zu den USA nicht stören.
Die zwei Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki beendeten den zweiten Weltkrieg und führten dazu, dass sich Japan in der Verfassung zu einer strikten Anti-Atomwaffenpolitik bekannte, welche die Entwicklung, den Besitz und die Stationierung von Atombomben auf japanischen Boden verbietet.