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09.03.10 12:46 Uhr
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Hartz IV-Debatte: Jürgen Rüttgers nennt Hannelore Krafts Forderungen "zynisch"

Die Langzeitarbeitslosen sollen laut Aussage von SPD-Vize Hannelore Kraft einen öffentlich finanzierten, dauerhaften Job bekommen, damit sie mehr Selbstvertrauen und eine gute Perspektive erlangen, da sie mit Ein-Euro-Jobs kaum etwas verdienen.

Mit Skepsis wird der Vorschlag jedoch von der Bundesagentur für Arbeit betrachtet. Sie verbringen mehr Zeit damit, Ein-Euro-Jobs zu suchen, als Langzeitarbeitslose an den regulären Arbeitsmarkt heran zuführen.

Rüttgers meinte, dass der Vorstoß vom SPD-Vize Kraft "undurchdacht" und "zynisch" ist, zumal es eine Vielzahl von Programmen gibt, um den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern.


WebReporter: ossi81
Rubrik:   Politik / Inland
Schlagworte: SPD, Hartz IV, Arbeitsmarkt, Arbeitslose, Jürgen Rüttgers, Hannelore Kraft
Quelle: www.n-tv.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Wenn der Vorschlag umgesetzt wird werden nicht alle Hart-IV darüber erfreut sein. Denn da müssten ja einige arbeiten gehen.
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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen unausgegorene Idee   
 
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09.03.2010 12:58 Uhr von ImmerNurIch
Auch wenn dies vielleicht von der Tante gut gemeint sein sollte, so ist es aber unüberlegt!!

Was für Jobs gäbe es denn da??
Welche Perspektive sollen diese Jobs geben??
Wären denn daraus Zusagen zu normalen Jobs ableitbar??
Wären diese Jobs dann solche, die korrekt bezahlt würden, sodass diese neuen Arbeitnehmer von H-4 wegkommen??

Ich denke, dass Frau Kraft hierzu keine Antworten und/oder Zusagen parat haben dürfte
Kommentar ansehen eine weitere Jobvernichtungsmaschine...   
 
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09.03.2010 13:04 Uhr von usambara
wie es der Zivildienst/FSJ schon ist.
Kommentar ansehen Frau Kraft   
 
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09.03.2010 13:32 Uhr von quade34
ist doch nur wegen der Wahl auf Westerwelles Zug aufgesprungen, weil der eine große Zustimmung in der Bevölkerung findet. Nacher ist alles egal, es hätte sowieso nicht funktioniert. Und vorlesen im Altenheim? Dazu müssten die jungen Leute erstmal lesen können. Außerdem gibt es genug Hörbücher usw. Laubfegen und Rasenpflege haben immer die Arbeiter von den Gartenbaubetrieben gemacht, sollen die jetzt arbeitslos werden? Einzig die Schaffung von richtigen Arbeitsplätzen ist nötig. Chinesische Investoren könnten ihre Primitivproduktion zu uns verlagern, dann hätten wenigsten die Gering- oder Nichtqualifizierten eine Chance. Mit den Ideen von Kraft und Westerwelle kommen wir nicht aus dem Beschäftigungstief heraus.
Kommentar ansehen @ quade34   
 
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09.03.2010 13:53 Uhr von fallobst
das problem ist doch, dass zur zeit keine einzige partei im bundestag eine lösung für das problem hat. es herrscht seit monaten nur eine einzige schlammschlacht ohne konstruktive ergebnisse oder gar ideen. und was mich vor allem interessiert. der vorschlag von kraft ist schon tage alt, aber irgendwie gabs da kein großes theater. dabei hat sie nichts anderes als westerwelle verlangt, wobei sie sogar eigentlich noch einen schritt weiter gegangen ist, indem sie pauschal 25% der langzeitarbeitslosen von vornerein zu ewigarbeitslosen abgestempelt hat.

also, wo bleibt der aufschrei der spd? wo bleiben die nazi-vergleiche? ahh, alle sind gleich, nur manche sind eben gleicher....
Kommentar ansehen rüttgers   
 
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10.03.2010 08:57 Uhr von snfreund
mit seinem sponsoren skandal möchte sich wieder lieb kind bei den h4lern machen, daher angriff auf den wohldurchdachten vorschlag von Hannelore Kraft, da bald wahlen sind möchte er auch die h4ler stimmen hinter sich wissen.
Kommentar ansehen Die sollen   
 
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17.03.2010 21:05 Uhr von Bublifuk
doch erstmal denen Arbeit verschaffen, die WIRKLICH arbeiten wollen. Ich finds total stussig Energie zu verschwenden, indem ich sinnfreie Machtkämpfe vom Zaun breche nur um es den "Sozialschmarotzern" mal so richtig zu zeigen!
Sobald man einem nicht-willigen Exemplar der Gattung Mensch versucht etwas aufzuzwingen wogegen es naturgemäß eingestellt ist, wird dieses sich sofort mit den ihm gegebenen Mitteln dagegen auflehnen.
Dagegen würden EINIGE andere feiern, wenn sie endlich einen halbwegs sicheren Arbeitsplatz bekämen.
Kommentar ansehen Falscher Ansatz   
 
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31.03.2010 16:07 Uhr von LLCoolJay
Wir müssen uns von dem Gedanken der "Vollbeschäftigung" verabschieden. Nicht jeder der auch unbedingt will bekommt eine Arbeit (innerhalb Deutschlands).

Ein Grund ist u.a. das wir zu stark auf den Export Wert legen. Export bedeuted das wir für andere produzieren und / oder eine Leistung erbringen.
Ein Grund dafür ist das die Qualität der deutschen Produkte und Dienstleistungen sehr gefragt ist, immer noch.
Allerdings ist Deutschland kein Billiglohnland (noch nicht).
Einige Firmen verlegen daher ihre Produktionsstätten ins Ausland um Personalkosten zu sparen.
Andere verlegen nur ihre Bezugsquellen ins Ausland und montieren in Deutschland.
Bei beiden Varianten gehen Arbeitsplätze in Deutschland verloren.

Eine 3. Variante ist das Zeitarbeitsfirmen beauftragt werden und so die Personalkosten quasi "outgesourced" werden.

In jedem Fall ist der Effekt das der Binnenmarkt (also das was Deutsche von Deutschen kaufen) geschwächt wird. Der Deutsche kann sich immer weniger leisten.
Reaktion darauf ist widerum Varianten 1 - 3, die Fokussierung auf Exporten, usw.

Um also mehr Arbeisplätze zu schaffen reicht es also nicht Reden zu schwingen und sich etwas aus den Fingern zu saugen. Der komplette Markt gehört umgebaut.

1. den Binnenmarkt forcieren durch Erhöhung der Löhne
2. das eigene Kaufverhalten ändern (Produkte aus Billiglohnländern und insbesondere Asien vermeiden)
3. Den Firmen einen Grund geben wieder in Deutschland zu produzieren (und damit meine ich keineswegs Subventionen in den Arsch blasen).

Vor allem Punkt 2 ist etwas das jeder Deutsche auch ohne Politik ändern kann.
Bewusst nicht mehr Billigprodukte aus Fernost kaufen, sondern mehr Geld ausgeben um länger etwas davon zu haben.
Ist nicht einfach, hat auch keiner behauptet.

Ich will damit übrigens keinesfalls sagen das der Binnenmarkt wichtiger ist als der Export. Beide sind gleichrangig. Aber um Arbeitsplätze zu schaffen muss es erstmal einen Grund geben überhaupt Arbeitsplätze in Deutschland anzubieten.
Kugellager aus deutscher Fertigung sind z.B. sehr beliebt. Aber es gibt für eine Firma keinen Grund (ausser sozialer Verantwortung) diese auch in Deutschland bauen zu lassen.
Deutsche Manager, Produktionsleiter, Ingenieure, etc. arbeiten zur Not auch in Bulgarien, Marokko, etc.

[ nachträglich editiert von LLCoolJay ]
Kommentar ansehen @ LLCoolJay   
 
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19.04.2010 14:59 Uhr von think_twice
guter Ansatz.

Eine einfache und vor allem billige Variante wäre auch mit Zöllen auf die Billig Importe zu reagieren um den eigenen Markt zu schützen.

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