08.03.10 13:03 Uhr
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HI-Viren im Knochenmark resistent gegen Medikation

Untersuchungen US-amerikanischer Wissenschaftler haben bei Gewebeproben von HIV-Patienten ergeben, das HI-Viren sich im Knochenmark einnisten können.

Sie können dort auch Behandlungen mit Medikamenten unbeschadet überstehen. Das Knochenmark könnte dadurch möglicherweise ein Ausbreitungspunkt sein, von wo aus sich die Viren, nachdem keine Medikamente mehr genommen werden, wieder im Körper ausbreiten können.

Bisher wurde angenommen, dass das Knochenmarkt resistent gegen die Viren ist. Diese Erkenntnis könnte wichtig bei der Herstellung neuer Medikamente sein.


WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: HIV, Viren, AIDS, Knochenmark
Quelle: www.wissenschaft.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.03.2010 13:03 Uhr von leerpe
 
+1 | -0
 
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Vielleicht ist es ja wieder ein Baustein bei der Bekämpfung dieser heimtückischen Immunschwäche-Krankheit.
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08.03.2010 13:16 Uhr von GentleFist
 
+3 | -1
 
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Immun: Die Fehleinschätzung "Knochenmarkt resistent gegen die Viren" hat viele Opfer mit sich gebracht.

Die Wissenschaftler müssen schneller arbeiten als das Virus. Auch das Virus arbeitet gegen uns und macht sich Immun gegen die Medikamente. Ein Wettlauf gegen die Zeit.

Einige Menschen sind ja Immun gegen diesen Virus. Wenn man diese Menschen genauer unter die Lupe nehmen könnte, müsste man doch irgendwas endlich finden.
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08.03.2010 16:58 Uhr von XxSneakerxX
 
+0 | -2
 
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@GentleFist: schließe mich deiner Meinung voll und ganz an!
Habe selbst aber noch nicht davon gehört, dass es Menschen gibt, die gegen den HIV-Erreger immun sind.
Bei diesen Menschen sollte man entweder deren Ernährung genauer unter die Lupe nehmen oder aber es ist genetischer Natur.
Ich kann mir aber vorstellen, dass auf diese Idee schon genug Wissenschaftler gekommen sind und sicher schon die einen oder anderen Erkenntnisse vorliegen, die womöglich schön gehütet werden ^^.
Die großen Industrien sind sicher nicht darauf aus, Aids jemals zu heilen. Zu viel Macht, Geld & Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel....
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08.03.2010 17:05 Uhr von sauron2k
 
+3 | -0
 
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@ sneakers: wie ich sowas hasse

immer die pöse pöse industrie

sobald auch nur einer ner kur dafür entwickelt hätte würde er die sofort auf den markt schmeißen um so wenigsten noch etwas vom kuchen abzubekommen. wenn er das nicht tut wird es naemlich jemand anderes tun und sich damit ne goldene nase verdienen. so ein medikament würde von dutzenden leuten entwickelt werden und glaubst du das wirklich ALLE dicht halten?

mal ganz abgesehen von den ganzen anderen nicht kommerziel organisierten instituten die dadran arbeiten. sobald einer der wissenschaftlicher weis was er da in den händen halten würde würde er es sofort publizieren und sich schon im nächsten jahr den nobelpreis abholen. glaubst du die halten dicht??
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08.03.2010 20:07 Uhr von cheetah181
 
+2 | -0
 
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GentleFist, XxSneakerxX: Die Immunen die man untersucht hat (ungefähr 1% der Bevölkerung) haben andere Oberflächenproteine auf ihren Zellen wodurch das Virus nicht mit ihnen verschmelzen kann. Nur bringt das für ein Medikament momentan reichlich wenig, da man die Stammzellen austauschen müsste. So hat man das auch in Berlin bei einem HIV-positiven gemacht der nebenbei noch Blutkrebs hatte.
Nur ist das eine reichlich aufwendige und gefährliche "Impfung".
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08.03.2010 22:41 Uhr von K.T.M.
 
+0 | -0
 
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@sauron2k: "sobald auch nur einer ner kur dafür entwickelt hätte würde er die sofort auf den markt schmeißen um so wenigsten noch etwas vom kuchen abzubekommen. wenn er das nicht tut wird es naemlich jemand anderes tun und sich damit ne goldene nase verdienen."

Das ist nicht so einfach. Heutzutage wird jeder Schritt bei dem man hofft er bringt was patentiert. Somit könnte man ohne weiteres etwas mehrere Jahre zurückhalten. Und da ist das Problem. Welche Firma würde so eine, durch ein Patent geschützte, Idee weiterentwickeln? Keine, denn die Medikamentenentwicklung kostet bis zu 1 Mrd. $. Dazu kommt noch ein Punkt. Mit HIV-Medikamenten verdienen Pharmaunternehmen ein haufen Geld, da ein HIV-positiver heutzutage eine normale Lebenserwartung hat und täglich Medikamente braucht. Warum sollte ein Pharmaunternehmen an diesem Zustand was ändern wollen? Die Firma Hoffmann-La Roche (selbst 3 HIV-Medikamente auf dem Markt) hat zum Beispiel 2008 die Entwicklung neuer HIV-Medikamente auf Eis gelegt. Die selbe Firma hat 2004 die Entwicklung von T-1249 eingestellt. Das T-1249 zeigte in er ersten klinischen Test erfolge bei gegen T-20 (auch ein Roche Medikament) resistente HI-Viren. Grund der Einstellung war einzig Geld. T-1249 sollte eingesetzt werden wenn die HI-Viren resistent gegen T-20 wurden. Da T-20 aber nicht den erhofften Umsatz brachte (Behandlung mit T-20 kostet 20000$ im Jahr, für den gleichen Preis bekommt man auch 3 andere HIV-Medikamente) wurde die Entwicklung eingestellt.
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09.03.2010 08:25 Uhr von Gypsi
 
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@ K.T.M. Es lässt sich zwar jeder Schritt patentieren, allerdings hält der Patentschutz nur für 20 Jahre, und wenn ein Patent steht muss das Medikament so schnell wie möglich fertig entwickelt werden, denn dann folgen ja noch ca. 10 Jahre der Tests, wo kein Cent dran verdient wird, aber der Patentschutz schön weiter ausläuft. Es lässt sich dann noch höchsten ein paar Jahre verlängern, aber dann ist der Schutz entgültig erloschen und die Chinesen kommen mit dem gleichen Medikament, nur unreiner. Aber das reicht, um einen großen Gewinn zu machen.

Also wenn eine Firma ein Patent für ein Medikament anmeldet, dann beginnt der Wettlauf mit der Zeit und kein Zurückhalten.

Und zum Thema Resistenzen gegen HIV: Es gibt keine vollständige Resistenz, höchsten Mutationen, die das Virus kaum überwinden kann. Allerdings gibt es auch da schon Stämme, die die Mutationen umgehen. Und auch sonst gibt es schon viele Anpassungen wie z.B. eine Erhöhung der Copy Number Variants des Botenstoffs, der an CD4 bindet, da wo auch HIV dran bindet. Damit ist dieser Rezeptor sehr oft blockiert fürs Virus.
Aber keine dieser Anpassungen ist eine endgültige Resistenz und ich denke es wird noch viele Jahre dauern, bis eine Heilung gefunden wird. Vorstellbar wären z.B.an Proteinen, die im Virus kaum mutieren, wie der Env Komplex, wo auch schon wirksame Antikörper gefunden wurden, die daran binden.

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