Schäuble eifert IWF-Vorbild nach: Für EU-Währungsfond
Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble setze sich, laut einem Gespräch mit der Zeitung "Welt am Sonntag", für einen Europäischen Währungsfond ein. In Anbetracht der jüngsten Finanzkrise in Griechenland sollte eine solche Institution für "die innere Statik der Eurozone" eingerichtet werden.
Bisher lehnten die europäischen Länder eine Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Griechenland ab, stattdessen würde ihrer Meinung nach "logistische Unterstützung" genügen. Schäuble meinte hierzu, dass dies ansonsten ein Eingeständnis der Hilflosigkeit eines EU-Staates wäre.
Auch der Volkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, sowie Wirtschaftsminister Brüderle sprachen sich ebenfalls für eine EU-Währungsfondgründung aus. Ein Appell von Frankreichs Staatspräsident Sarkozy lautete, dass kein Mitgliedsland in der EU-Zone fallengelassen werden sollte.