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Island sagt Nein zur Rückzahlung von Spareinlagen

Mit über 93 Prozent wurde in Island ein Referendum über die Rückzahlung von britischen und niederländischen Sparguthaben abgelehnt, die bei der Pleite der Icesave-Bank verlorengegangen sind.

Bis 2024 sollten stufenweise die 3,8 Milliarden Euro Spareinlagen plus 5,5 Prozent Zinsen an die Regierungen in London und Den Haag ausgezahlt werden. Besonders die Verzinsung rief bei der Bevölkerung Empörung hervor.

Das Nein der Isländer verzögert jetzt die Zahlung internationaler Hilfsgelder und gefährdet den Beitritt Islands zu EU. Bei Inkrafttreten des Rückzahlungsplanes würde die jährliche Summe circa zwei Drittel der jährlichen Wirtschaftsleistung Islands für acht Jahre in Anspruch nehmen.


WebReporter: Klopfholz
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Entschädigung, Island, Rückzahlung, Spareinlage, Icesave
Quelle: www.n-tv.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.03.2010 11:15 Uhr von Arschgeweih0815
 
+28 | -4
 
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Pech gehabt, da waren einige Briten und Niederländer, genau wie die deutschen Kauptihng-Kunden, besonders scharf auf die hohe Verzinsung isländischer Papiere. Hohe Zinsen, hohes Risiko.

Warum sollen die Isländer für 15 Jahre für solche Spekulanten gerade stehen? Soll man sich an die Ex-Banker direkt wenden, die haben das Geld schließlich falsch investiert.

[ nachträglich editiert von Arschgeweih0815 ]
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07.03.2010 11:18 Uhr von Thingol
 
+27 | -3
 
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Bravo Island: Und aus den Gründen gibt es in D keine Volksentscheide. Der Bürger könnte ja mal was machen, was Politik, Wirtschaft und Finanzsektor nicht gefällt.

Dass sich Island damit den EU-Beitritt verbaut kann ihnen eh egal sein. Die Islander arbeiten gerade an einer Neuordnung der Presse- und Informationsgesetze, die wären der EU auch ein Dorn im Auge. Also besser draußenbleiben und sich nicht in die Fänge von Brüssel begeben. Sieht man ja schön an Griechenland, was die Eurokraten mit Island machen würden, wenn das unter deren Kontrolle steht.
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07.03.2010 11:21 Uhr von kloppkes
 
+11 | -23
 
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07.03.2010 11:29 Uhr von Raptor667
 
+26 | -4
 
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@kloppkes: frage mal lieber andersrum. Was will Island mit der Bekloppten EU zu tun haben? Deutschland ansich wäre auch besser dran ohne diese Heinis aus Brüssel die für jeden Furtz ne neue Verordnung erlassen, sich die Taschen vollstopfen, aber die wirklichen Probleme links liegen lassen.
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07.03.2010 11:35 Uhr von fallobst
 
+1 | -10
 
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ja dann gibts für die isländer keine gelder mehr: aus dem iwf. so einfach ist das. zuerst gelder einstreichen um den eigenen staatsbankrott zu verhindern und jetzt die zeche prellen... "die alte regierung war schließlich schuld", wie immer wieder betont wird. dass die isländer eben durch diese finanz-oase ihren wohlstand aufbauen konnten, wird da gern übersehen...

[ nachträglich editiert von fallobst ]
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07.03.2010 11:36 Uhr von devil05
 
+7 | -0
 
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ist doch klar: das wenn man die bevölkerung fragt was dann für eine antwort bekommt, wäre in deutschland oder in jedem anderen land nicht anders. keiner will schulden übernehmen.
das gesamte land island aber schon längst bankrott wäre daran denk aber keiner in der bevölkerung!
das einzige was sie haben ist fisch (getrocknet und frisch), man erinnere sich noch an den fischereikrieg und die unterschiedlichen grenzabstände.
ausserdem energie, termal energie und das könnte ausschlaggebend sein für ein vernetztes energie netz für europa
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07.03.2010 11:51 Uhr von CHR.BEST
 
+8 | -2
 
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Darum gibt es innerhalb der EU schon länger eine Diskussion darüber, eine "EU der zwei Geschwindigkeiten" einzuführen.
Demnach gäbe es eine unabhängige Kern-EU aus Deutschland, Frankreich, den Beneluxstaaten und noch einigen anderen Ländern, während all die ganzen Pleitegeier und Nassauer in eine Art "Bad-Bank-EU" ausgelagert würden.

Aber schuld daran, daß solche Dinge überhaupt laut gedacht werden (müssen), tragen alleine die EU-Politiker, die aus kurzsichtiger und egoistischer Profilierungssucht heraus, in kürzester Zeit viele Staaten aufnahmen und alle warnenden Stimmen dabei leichtfertig in den Wind schlugen.

Und jetzt sollen die EU-Bürger nach den Bankensubventionen und dem Wirtschaftszusammenbruch auch noch diese Zeche zahlen? Das könnt ihr (Politiker) vergessen, wir sind keine Dukatenscheisser für eure Politik-Experimente.

Wenn ihr so arrogant seid, daß ihr glaubt, Volksentscheide bei solchen wichtigen Fragen ablehnen zu können, dann wird das Volk eben irgendwann über brennende Ämter/Staatseinrichtungen und Schlimmeres seinen Willen kund tun.
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07.03.2010 12:02 Uhr von shadow#
 
+2 | -1
 
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Irgendwie cool :): Ich fordere ein klares JA Deutschlands zum EU-Beitritt Islands.

Wenn die Forderungen der Briten und Niederländer erst mal im Klo runtergespült sind, ist der Euro auch kein Problemn mehr.
Island dürfte ohne die Icesave Geschichte dann eines der am wenigsten verschuldeten Länder in der gesamten EU werden.
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07.03.2010 13:01 Uhr von fallobst
 
+0 | -4
 
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@ chr.best: ganz genau. der letzte absatz eher weniger, da wohl eher einfach andere parteien dieses interessen-vakuum füllen werden. sieht man ganz gut in den niederlanden wo jede form der kritischen hinterfragung des islams und seinem einfluss auf die niederländ. gesellschaft pauschal unterdrückt und ignoriert wurde. deswegen ist dort der geert wilders auf dem vormarsch. irgendwer wird sich letztlich dieser und anderer verdrängter themen annehmen, wenn das bedürfnis der leute nur stark genug danach ist.
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07.03.2010 13:07 Uhr von datenfehler
 
+1 | -8
 
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@Arschgeweih0815: "Warum sollen die Isländer für 15 Jahre für solche Spekulanten gerade stehen? "
Weil sie gegen diese Praktiken nichts unternommen haben. Hierzulande genauso. Vom Volk geduldet, also soll das Volk die Suppe auslöffen. Es war nie ein Geheimnis, was so alles schief läuft. Aber mehr als meckern kann das Volk ja nicht und dann gucken sie doof aus der Wäsche, wenn ihnen die Rechnung vorgelegt wird. Selbst Schuld!

"Soll man sich an die Ex-Banker direkt wenden, die haben das Geld schließlich falsch investiert."
Es handelt sich hier um Summen, die diese Banker auch nicht auf der Seite haben... Summen, die du dir nicht mal ansatzweise vorstellen kannst, weil das für dich zuviele Nullen sein könnten...
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07.03.2010 13:27 Uhr von shadow#
 
+7 | -0
 
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@farin123: hätten die ganzen geldgierigen pleitegeier ihre arschlochbänker vorher klipp und klar gefragt ob es eine einlagensicherung gibt, hätten viele davon ihr geld noch...
selbst schuld!
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07.03.2010 13:33 Uhr von 08_15
 
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schade globi123... verstehen zu wenige: guter Beitrag!
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07.03.2010 15:13 Uhr von ROBKAYE
 
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@Arschgeweih0815 ganz meiner Meinung... Anleger, die das schnelle Geld machen wollen, sollten sich auch der Risiken bewußt sein, die solch hochspekulative Geschäfte mitsichbringen... ich würde sagen, Pech gehabt... die Isländer lassen sich, im Gegensatz zum Rest Europas, nicht von den Banken auf der Nase rumtanzen ;-) ... Es kann nicht sein, das Gewinne privater Unternehmen privatisiert und die Verluste solidarisiert werden... das ist ein Unding...
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07.03.2010 15:16 Uhr von Dracultepes
 
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@shadow#: Stimmt sind ja alle so Finanzexperten und die Berater sind immer so ehrlich.
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07.03.2010 20:37 Uhr von GeraldAl
 
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versagt haben da viele! nämlich alle, die den bankensektor überwachen soll(t)en!

der isländischen regierung ist genauso wie der amerikanschen und selbstverständlich auch den europäischen regierungen vorzuwerfen, dass sie die bankenn viel zu lange haben gewähren lassen...

ich sage da nur eines: KRISE

und im nachhinein: KATZENJAMMER!

und wer soll das bezahlen?

am beispiel island (mit etwa 300.000 einwohnern) wird das allheilmittel, der staat soll zahlen, eben sehr deutlich ad absurdum geführt.

"risikofreudige", also geldgierige und sich des risikos offensichtlich nicht so richtig bewusste anleger wollen das risiko auf die allgemeinheit - insbesondere die isländische - umlegen!

man kann zwar über anlegerschutz diskutieren; aber nicht über eine garantierte staatliche verzinsung von über 5%...!

wer zahlt mir 5% für mein gehaltskonto? (mit garantie, natürlich)

ich kann die isländische bevölkerung verstehen, verstehe auch die interessen der britischen und niederländischen sprarer, meine jedoch, dass man diese durchaus auch am mißerfolg ihres isländischen engagements teilnehmen lassen sollte ...

á propos verständnis: wie spricht man "kaupthing" richtig aus? (für die kompletten banausen: es klingt in etwa wie "Ö"; [kommt offensichtlich von KAUFEN])
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07.03.2010 20:55 Uhr von elknipso
 
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@datenfehler: Kleiner Tip: Versuch wenigstens mal ein bisschen nachzudenken bevor Du solche wirklich peinlichen Kommentare von Dir gibst....
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07.03.2010 22:17 Uhr von fallobst
 
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@ elknipso: datenfehler hat doch vollkommen recht.
gleiches konntest du genau bei unseren landesbanken beobachten. vor dem crash waren alle zufrieden und haben von den riskanten bankgeschäften profitiert. aber als es auf einmal nicht mehr rund lief wurde gemeckert...
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07.03.2010 22:21 Uhr von elknipso
 
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@fallobst: Du kannst doch nicht ein ganzes Volk für die Taten einiger weniger verantwortlich machen.
Die Maße der Leute versteht das Bankensystem sowieso nicht, und hat absolut keine Ahnung wie und warum wer da Geld hin und herschiebt.
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07.03.2010 23:58 Uhr von flokiel1991
 
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Island hat die Wahl: EU beitritt bedeutet verbesserte Handelseinnahmen.... Bei Island würde es aber bestimmt 100 Jahre dauern um die 4 mrd Euro durch diesen Vorteil wieder einzunehmen.
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08.03.2010 00:52 Uhr von fallobst
 
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@ elknipso: ja dann befinden wir uns in einem zwiespalt, findest du nicht?
auf der einen seite werden die politker und parteien von den leuten gewählt und somit legitimiert im namen des volkes die amtsgeschäfte zu übernehmen etc.
aber auf der anderen seite wird den leuten nicht zugetraut sich selbst vernünftig zu informieren.

island hat jetzt nicht gerade viel industrie etc. von daher sollte die einnahme-seite des staates doch ziemlich überschaubar sein, oder? zudem hat seit den 90ern bis 2009 eigentlich immer die unabhängigkeitspartei in verschiedenen koalitionen regiert.

wenn, dann kann man mindestens die mehrheit der leute (ist schließlich immer eine mehrheitsregierung) verantwortlich machen.
aber das ist nicht der punkt auf den ich hinaus will. was mich immer nervt ist diese lächerliche behauptung, dass das volk immer unschuldig ist. nur der und der sind schuld. gewählt wurden diese leute aber trotzdem immer und immer und immer wieder vom volk. und jetzt ist das volk, was erst diesen leuten die macht gegeben hat, vollkommen ahnungslos und unschuldig. dann wäre es doch nur logisch, dass das volk nicht wählen sollte, oder?... und eben diese schlussfolgerung ärgert mich einfach.

nichts anderes war bei kohl der fall. schulden rauf, blühende landschaften überall. und immer schön weiter wählen, was soll schon schief gehen? und wer war nach 16 jahren kohl-regierung schuld am rasant weiter gewachsenen schuldenberg? hat sich kohl 16 jahre lang immer wieder selbst gewählt?

regierungen ernennen sich nicht selbst, parteien losen nicht die anzahl der sitze im bundestag aus. sie werden ernannt von jedem, der wählen darf und es tut. kurzum vom volk.
somit ist immer mindestens die mehrheit von uns verantwortlich. schade, dass das leute nicht begreifen wollen...

[ nachträglich editiert von fallobst ]

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