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London: Soldat wollte nicht in den Krieg ziehen - Neun Monate Haft

Ein Hauptgefreiter der britischen Armee wurde zu neun Monaten Haft verurteilt, weil er den Dienst im Krieg in Afghanistan nicht ein zweites Mal leisten wollte.

Im Jahre 2006 war er bereits im Afghanistan-Krieg eingesetzt. Zu einem Einsatzbefehl 2007 trat er nicht an.

"Posttraumatischen Stress" bescheinigte ihm sein Anwalt vor Gericht. Trotzdem bekam er dieses Urteil.


WebReporter: olaf38
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gefängnis, Afghanistan, London, Krieg, Soldat
Quelle: www.tz-online.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.03.2010 13:03 Uhr von Noseman
 
+10 | -1
 
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Das Urteil ist Schwachsinn und kontraproduktiv. Ich möchte nicht im Kampfstand neben einem Mann mit posttraumatischen Streßsyndrom stehen, wenn es hart auf hart geht.
Der ballert womöglich eher sich selbst und mich noch dazu ab, statt den Feind zu bekämpfen.
Unverantwortlich, so jemanden überhaupt noch in Kriegsgebiete zu schicken. Die Vorgesetzten sollte man verknacken!
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06.03.2010 13:12 Uhr von casjopaia
 
+2 | -2
 
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Hintertür: Einfach vor Antritt in der Kaserne offiziell den vaterländischen Eid widerrufen, den man zu Beginn geleistet hat. Die schicken dich dann ganz sicher nirgendwo mehr hin.
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06.03.2010 14:31 Uhr von 08_15
 
+3 | -1
 
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als FW a.D. eine Schande! Es fällt mir nichts mehr ein dazu! Wer nicht in den Krieg will und Menschen töten will, sei es auch nur passiv, hat meinen Respekt. NIEMAND HAT DAS RECHT MENSCHEN ZU TÖTEN!!!!!

Sollte er nachweislich den "JOB" gemacht haben, so soll er die Ausbildungskosten abstottern. Aber deswegen in den Knast .... NEIN!
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06.03.2010 15:57 Uhr von amaxx
 
+2 | -1
 
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Lieber neun Monate in den Knast, als in den Krieg nach Afghanistan, solange der Knast nicht in Afghanistan ist!
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06.03.2010 16:35 Uhr von Bibi66
 
+4 | -4
 
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Richtig so! Hat ihn keiner dazu gewungen, Soldat zu werden...

Aber solche (Zeit-,Berufs-)Soldaten gibt/gab
es ja auch in Deutschland mehr als genug...

Und dann noch ein Anwalt,
der gleichzeitig auch qualifizierter Mediziner is...
gaaaanz toll!
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07.03.2010 14:00 Uhr von arlene
 
+1 | -2
 
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Bibi66: hat ganz klar ein Rad ab. Du weißt nichtmal wie seine Dienstzeit verlief, vielleicht war er in einer Situation die er einfach nicht verkraften konnte. Vielleicht hat er Unschuldige getötet und kommt darüber nicht weg, Vielleicht war er auch in einer Einheit in der Britische Soldaten getötet wurden und das nicht immer so schön wie in Dramen...

Aber das ein Anwalt sich ein ärztliches Gutachten besorgt bevor er auf ein Stresssyntom plädiert, darauf kommst nicht einmal du, was?
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07.03.2010 16:22 Uhr von Bibi66
 
+5 | -0
 
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Arlene: Ich hab selber 5 Jahre gedient...

Wer sich bei einer Armee,
egal in welcher verpflichtet, der hat eine Verpflichtung. Entweder einen Vertrag abgeschlossen,
oder zusätzlich noch einen Eid geleistet.

Wer das nicht machen will, die Verpflichtung erfüllen,
der soll es bleiben lassen.
Aber dann nicht im Nachhinein jammern.
Oder die Fliege machen, wenn was läuft,
was einem nicht passt.

Und mal ehrlich...
So hohl ist niemand, daß er nicht weiß,
was der Beruf eines Soldaten mit sich bringt,
mit sich bringen kann...

Oder sollte es wirklich noch so Zeitgenossen geben,
die eine Armee mit nem Pfadfinderlager verwechseln sollten
(ok, der Ehrlichkeit halber möchte ich mal sagen,
daß mir in Deutschland mittlerweile fast alles möglich scheint...
es muß nur blödsinnig genug sein)????

Aber Hauptsache, erstmal die Rosinen ausm Kuchen gepickt...
Das Geschirr dürfen dann die anderen waschen...

Nein,
ich habe da ABSOLUT KEIN VERSTÄNDNIS für solche Leute.
Egal, in welcher Armee...

Und wenn er wirklich ein Leiden, egal ob psychisch oder physisch aus einem Einsatz o.ä. davongetragen hat, welches ihn für einen weiteren Einsatz untauglich macht...
Dann wird er bestimmt nicht mehr entsprechend eingesetzt.
Schon aus reinen Selbstschutzgründen.

Oder läßt jemand nen Blinden Bus fahren?

EDIT:

Weder in dieser Shortews noch in der Originalmeldung steht was, daß er ein ärtztliches Gutachten eingeholt hat. Da steht nur, daß er, der Anwalt, ihm das bescheinigt...

[ nachträglich editiert von Bibi66 ]
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07.03.2010 22:15 Uhr von arlene
 
+1 | -2
 
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Mir egal, bleib du in deiner Welt in der alle Soldaten abgestumpfte Blindgänger sind. Die 5 Jahre Soldat haben wie es aussieht nicht viel Eindruck hinterlassen? Vielleicht ist neben dir keiner vom Mörser zerfetzt worden, was weiß ich.
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07.03.2010 23:11 Uhr von Bibi66
 
+1 | -0
 
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Jaja, die Gattung der "Miregals"...

Immer für nen Lacher gut!

Aber das war es dann auch schon
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08.03.2010 01:45 Uhr von ersan_d
 
+2 | -1
 
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befehl ist befehl! ein einfacher grundsatz! ein amtsärztliches attest würde die administration sicherlich nicht übersehen. aber wenn ein angeblicher bescheid erst im verfahren auftaucht, kommen da einem schon erste zweifel auf.
vor allem, wenn ich bedenke, dass er als hauptgefreiter vermutlich ein unter- bzw offiziersanwärter ist, finde ich es als seine pflicht, seinem eid nachzukommen! falls er das nicht als seine pflicht sieht, muss er dem befehl gehorchen und falls nicht, blüht ihm eben eine strafe! das ist nunmal so und das weis jeder einzelne soldat ganz genau! er kann froh sein, dass er nicht unehrenhaft entlassen wurde! jedoch ist es auch totaler blödsinn, einen soldaten nach einem jahr wieder ins ausland zu schicken....da hätte man ihn lieber über diesen zeitraum dortbehalten sollen.aber natürlich ist es nicht klar, wie lange er schon vorher in af. stationiert war udn ob er jetzt lediglich als ausbilder hätte dienst leisten sollen. letztenendes ist ein befehl eben befehl! wenn man aus physischen oder psychologischen gründen einen befehl nicht ausführen kann, leitet man das an seinen vorgesetzten weiter und erst er wendet sich an die dafür zuständige stelle. hätte er so verfahren, wäre er sicherlich einer psychologischen behandlung unterzogen worden und man hätte danach die nötigen schritte eingeleitet...im großen und ganzen ist die freiheitsstrafe recht hoch, aber er kann sich wie gesagt glücklich schätzen, dass er nur degradiert wurde.
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14.03.2010 15:22 Uhr von schaltbert
 
+1 | -0
 
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Befehl ist eben nicht Befehl! In Deutschland zumindest ist es so dass du dich strafbar machst wenn du einen Befehl befolgst der gegen geltendes Kriegsrecht oder die Genfer Konvention (usw.) verstösst.

Über das britische Kriegsrecht bin ich nun keineswegs informiert, dafür aber über die UN-Charta, Haager Landkriegsordnung und noch ein paar anderer Gesetze die man so eher selten zu Gesicht bekommt.

Da der Krieg gegen den Terrorismus OHNE EINEN RECHTSGÜLTIGEN BEWEIS geführt wird ist der komplette Einsatz illegal - da sind wir uns doch alle einig, oder?

Ich wurde 1999 zu acht Monaten Haft verurteilt weil ich mich damals weigerte als Grundwehrdienstleistender zu dienen während Kameraden an einem völkerrechtswidrigen Einsatz im Kosovo teilnahmen und somit amerikanisch-imperialistischen Interessen vertraten.

Als Schröder und Fischer vor dem Untersuchungsauschuss traten und meine These bekräftigten wurde ich komischerweisen nach vier Monaten wieder entlassen...

Der Mann (der britische Verweigerer) ist ein Held - es wird leider noch jahrzehnte dauern bis die Welt dies begreifen wird.
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23.03.2010 22:10 Uhr von cypress0815
 
+1 | -0
 
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lasst: die arme sau doch einfach in ruhe...er wird genug scheiße gesehen haben. vorallem wird auch er mitlerweile begriffen haben das er sein leben nur dafür riskiert, damit reiche noch reicher werden...

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