Mann ersticht seine Tochter und ruft zuerst den Imam an (Update)
Im Prozess um den Mord an seiner 15-jährigen Tochter hat sich der Vater nach dem Mord zunächst an seinen Imam gewandt, der im Prozess als Zeuge aussagte. Demnach hatte ihm Mehmet Ö. telefonisch mitgeteilt, er habe soeben seine Tochter getötet, da die 15-Jährige offenbar einen Freund habe.
"Ich habe wahrscheinlich einen Mord begangen, es ist jemand aus der Familie, den ich gerne habe", so zitierte der 31-jährige Imam den Vater. Der Mann befand sich zum Zeitpunkt des Telefonats auf einem Parkplatz. Als die Polizei eintraf, fragte er zwei Beamte zunächst, ob seine Tochter noch lebe.
Der Imam bezeichnete Mehmet Ö. nicht als strenggläubig, er sei vielmehr ein Durchschnittsgläubiger. "Was er getan hat, hat mit dem Islam nichts zu tun, niemand hat das Recht, einen Menschen zu töten", so der Imam. Das Mädchen hatte einer Freundin zufolge engeren Kontakt zu einem 17-jährigen Türken.