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27.02.10 19:06 Uhr
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FDP verlangt Fonds für Missbrauchsopfer der katholischen Kirche

Nach den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche fordert jetzt die FDP im Bundestag die Kirchen auf, Gelder für einen Fonds bereitzustellen, die den Opfern zu Gute kommen sollen.

Außerdem verlangt die FDP lückenlose Aufklärung der Fälle, auch die Abstellung von Ermittlern in allen 27 Bistümern in Deutschland.

Experten gehen davon aus, dass das den katholischen Priestern auferlegte Zölibat dem Missbrauch unter kirchlicher Hand Vorschub leistet.


WebReporter: chip303
Rubrik:   Politik / Inland
Schlagworte: FDP, Kirche, Fonds
Quelle: www.zeit.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Jupp, der Vatikan hat genug Geld, um Opfer zu entschädigen. Die müssen damit nicht nur Schweigen erkaufen, sondern auch mal was gutes tun...
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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.02.2010 12:10 Uhr von ImmerNurIch
Naja, kurz vor der nächsten Wahl soll wohl von der FDP versucht werden, sich ein fürsorglicheres Gesicht zu geben und dann nicht unter die 5%-Hürde zu rutschen.

Ansonsten sollten die zur Verantwortung gezogen werden, die die Übergriffe bisher immer vehement zu vertuschen suchten. Es steht der FDP natürlich frei, ihre "Sponsoren" zu Spenden zu bewegen.

[ nachträglich editiert von ImmerNurIch ]
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28.02.2010 15:41 Uhr von Shiftleader
Außenminister wird sich sicher dafür einsetzen, daß die schwarz- schwarz-dunkelgelbe Regierung auch was, und nicht in geringer Menge, beisteuert.

Ihr wisst ja mindestens seit der Wende, daß die CDU/ CSU das Geld hat. Das war ja auch eins der Schlagworte, damit man damals schon im Osten schwarz wählte. Vielleicht kann man hier im Osten die vielen blühenden Landschaften verkaufen. Da käme genug Geld rein :-)
Kommentar ansehen Unglaublich…   
 
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01.03.2010 12:14 Uhr von muegoe
… welche abstrusen Forderungen die FDP hier erhebt.
1. Nicht die Kirchen, sondern einzelne Menschen, die für die Kirche arbeiten, haben Verbrechen begangen, für die sie gerade stehen und Entschädigungen zahlen müssen. Was soll es bringen, Kirchensteuer von vielen unschuldigen Steuerzahlern umzuverteilen? Und wer zahlt für die Opfer sexuellen Missbrauchs durch Lehrer, Trainer oder Väter?
2. Die Forderung nach kirchliche Ermittlern ist Unfug: Das ist Aufgabe der Staatsanwaltschaft - warum greift keiner die hier versagende deutsche Justiz an? Offenbar hat man noch immer nicht zur Kenntnis genommen, dass die jetzt bekannten Fälle gerade von Stellen der Kirche aufgedeckt wurden; dass es gerade der leitende Jesuitenpater des Canisiuskollegs war, der die Öffentlichkeit informiert hat; dass es gerade in der Kirche schon seit 2002 Leitlinien gibt, die solche Taten vermeiden und aufdecken helfen; dass gerade die Kirche selbst ein sehr großes Interesse daran hat, solche Taten zu vermeiden, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen und den Opfern zu helfen. Und was tut die Politik?
3. Was für "Experten" haben sich denn da zum Zölibat gemeldet? Spätestens seit den Missbrauchsfällen verschiedener Religionsgemeinschaften in den USA gibt es verlässliche Zahlen zu Tätern und Opfern: gerade zölibatär lebende Männer sind deutlich seltener Missbrauchstäter, als nicht zölibatär lebende. Auch kirchenkritische Ermittler haben festgestellt, dass der Zölibat dem Missbrauch keinen Vorschub leistet.

Natürlich: jeder Missbrauchsfall innerhalb wie ausserhalb der Kirche muß vermieden werden! Doch die Kritik, die in Deutschland speziell der katholischen Kirche entgegeweht, ist an vielen Stellen überzogen und fehlerhaft.
Statt gemeinsam mit der Kirche den Schutz von Kindern einzufordern und durchzusetzen, suhlen sich politische Meinungsmacher auf niedrigstem Niveau in unhaltbaren Anschuldigungen und sinnlosen Forderungen um Wählerstimmen zu sammeln.
An echter Aufklärung, dem Schutz der Kinder und der Hilfe zur Überwindung erlittener Trauma ist doch gerade die Kirche interessiert, und nicht die Politik. Die FDP sollte sich schämen!

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