20.02.10 15:56 Uhr
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DGB fordert Mindestlohn von 8,50 Euro

Was bei den Arbeitgebern sauer aufstößt, kommt anderen gerade recht: der Mindestlohn. Der DGB hatte bereits 2006 einen Mindestlohn gefordert, diesen jetzt jedoch im Zuge der EU-weiten Anpassung auf 8,50 Euro erhöht.

Die CSU ist strikt dagegen, fordert Alternativen bestehend aus Kombilöhnen und mehr Freibeträgen für Sozialabgaben.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund will mit der Einführung eines Mindestlohns Lohndumping verhindern, denn ab Mai 2011 haben auch ost-und mitteleuropäische Arbeiter freien Zugang zu hier in Deutschland angebotenen Arbeitsplätzen.


WebReporter: chip303
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Forderung, Mindestlohn, DGB
Quelle: www.handelsblatt.com

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.02.2010 16:12 Uhr von makedonac
 
+5 | -1
 
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ausgezeichnet: Mindestens 8,50 € is doch ganz gut.... dann kann man sich endlich mal wieder was leisten und die wirtschaft leidet auch nicht mehr darunter...
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20.02.2010 16:24 Uhr von Neverend
 
+4 | -2
 
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ich finde 10€ noch zu wenig, am Anfang war mal die rede von mindestens 12€ , aber der rechte Flügel hat sich da durchgesetzt , naja wenigstens sind es nicht nur 8€ geworden...
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20.02.2010 16:27 Uhr von Klopfholz
 
+0 | -8
 
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Ja aber, wenn teuer produziert wird, wird auch teuer verkauft, oder? Was dann? Das billige Zeug aus China überschwämmt jetzt schon den Markt. Seit ehrlich, wer schaut beim Einkauf nicht auf den Preis? Mindestlohn ist ok und sollte nicht nur das Existenzminimum sein, aber gleich acht fuffzig? Da passen sich auch die Preise nach oben an und unterm Strich haste genau soviel in der Tasche.
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20.02.2010 16:30 Uhr von SFThass
 
+3 | -3
 
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8,50 währen durchaus angebracht, aber ich bin eher für mehr (11€ mindestens).
Klar, das sich eine Verbrecherpartei wie die CSU dagegen stellt.
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20.02.2010 17:04 Uhr von mahoney2002
 
+5 | -1
 
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Oha, da wird sich der Westerwelle aber gegen wehren.
Denn sein liebstes Kind ist es doch Harz4´ler zur Arbeit zu Zwingen.
Aber schaut mal im Amt in die Stellenangebote, nur Zeitarbeitsfirmen!
Dort verdient man wenn man sehr viel Glück hat, doch gerade mal 6,50€.
Wie ich auf Montage war hatte ich 14€ für sehr anstrengende und gefährliche Arbeit.
Die Leute die über eine Zeitarbeitsfirma da waren bekamen 6,43€, meine Spesen lagen bei 35-46€ je nach Land in dem wir waren, davon brauchte ich kein Hotel nix zahlen, das hat alles die Firma übernommen.
Die Zeitarbeiter hatten 55€ mussten davon aber auch das Zimmer bezahlen.
Das ist ausbeutung!!!!
P.s. unter 12€ geh ich nicht mehr Arbeiten, zumindest nicht auf dem Bau oder Montage.

[ nachträglich editiert von mahoney2002 ]
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20.02.2010 17:28 Uhr von artefaktum
 
+2 | -1
 
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@Klopfholz: "Da passen sich auch die Preise nach oben an und unterm Strich haste genau soviel in der Tasche."

Da arbeiten wir doch am besten alle umsonst. Dann wird´s beim Einkaufen am billigsten! ;-)

@mahoney2002

"da wird sich der Westerwelle aber gegen wehren."

Wieso? Leistung soll sich doch lohnen und der der arbeitet soll mehr haben als der, der nicht arbeitet! ;-)

(aber mal im Ernst: Aus der Nummer kommt er nicht mehr raus).

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
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20.02.2010 18:49 Uhr von dragoneye
 
+0 | -6
 
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Mindestlohn ist scheisse!! Und jedesmal kommt der Hinweis: In anderen Ländern haben Sie auch einen Mindestlohn. Ja und? Wenn Hans von der Brücke springt, springt Deutschland dann hinterher?

http://upload.wikimedia.org/...

Wie man auf der Karte schön sieht, ist die Situation Deutschland GERECHTER als das Ausland. Nicht perfekt, aber besser!!

Und jetzt stelle ich mal eine kecke These auf: Wird ein wirtschaftsschädlicher Mindestlohn eingeführt, werden sich die Farben auf der Karte angleichen, so mehr in Richtung gelb und rot, so wie in Ländern MIT Mindestlohn, es wird also MEHR arme Menschen geben.

Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche!
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20.02.2010 19:11 Uhr von artefaktum
 
+4 | -1
 
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@dragoneye: "(....) es wird also MEHR arme Menschen geben."

Arme Menschen gibt es ohne(!) Mindestlohn.
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20.02.2010 20:40 Uhr von dragoneye
 
+0 | -3
 
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Falsch: Arme Menschen gibt es weil sie keine Arbeit haben.
Und nicht weil der Mindestlohn fehlt.

Wenn die Arbeitnehmer zu teuer sind, werden sie einfach nicht eingestellt. Punkt. Aus.
Wenn jemand 8,50€ kostet, aber nur 6,00€ erwirtschaftet, wird dieser Job nicht besetzt und durch eine Maschine ersetzt z.B.

Hartz4 ist ein faktischer Mindestlohn und wir haben 4 Millionen Arbeitslose!!

Setzt man den Mindestlohn noch höher auf 8,50€ gibt es noch mehr Arbeitslose.

Ist das so schwer zu verstehen, daß es uns allen besser geht als mit diesen nutzlosen Regelungen
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20.02.2010 21:06 Uhr von artefaktum
 
+3 | -0
 
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@ dragoneye: "Wenn die Arbeitnehmer zu teuer sind, werden sie einfach nicht eingestellt."

Da wird sich die Konkurrenz aber freuen. Da putzt ein anderes Unternehmen unsere Büros und ich geh zum Haareschneiden zu einem anderen Friseur.

"Wenn jemand 8,50€ kostet, aber nur 6,00€ erwirtschaftet, wird dieser Job nicht besetzt und durch eine Maschine ersetzt z.B."

Maschinen sind immer billiger. Mit oder ohne Mindestlohn. Warum dann so ein Aufstand um einen Mindestlohn, wenn man das eh alles automatisieren kann?

"Ist das so schwer zu verstehen, daß es uns allen besser geht als mit diesen nutzlosen Regelungen"

Uns allen? Einigen wenigen geht es bestimmt besser nämlich denjenigen, die Dumpinglöhne ausnutzen. Die zu diesen Löhnen arbeiten müssen, geht es bestimmt nicht besser. Und der Staat, der mit unseren Steuergeldern Dumpinglöhne subventionieren muss, bestimmt auch nicht.
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21.02.2010 01:40 Uhr von dragoneye
 
+0 | -0
 
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@artefaktum: Wir haben doch schon vor ein paar Tage darüber diskutiert. Ich greife nochmal das Beispiel auf:

Eine Firma beschäftigt 3 Mitarbeiter zum Putzen von einer Lagerhalle von 240m².(ohne Steuern usw.)

1, jung und dynamisch, DGB-Mitglied, putzt 90m² in einer Stunde.
2, jung und dynamisch, DGB-Mitglied, putzt 90m² in einer Stunde.
3, alt und schwach, kein Gewerkschaftsmitglied, putzt nur 60m² die Stunde.
Für 10 m² werden 1€ ausbezahlt. D.h 90+90+60=240m²=24€
=>8€ pro Stunde pro Mitarbeiter.

Jetzt kommt der DGB, um eine Daseinsberechtigung für sein Bestehen zu liefern, fordert einen Mindestlohn von 8,50€.
Alles cool, wir verdienen alle mehr, denken jetzt alle.

Was passiert jetzt? Es wird immer noch für einen m² 10€ bezahlt.
Die Firma bezahlt doch keine 25,50€ für etwas was nur 24€ wert ist.
Nach kurzem Überlegen wird Arbeitnehmer Nr.3 entlassen.
Nr.1 und Nr. 2 müssen jetzt 20 Minuten mehr arbeiten.
Ausbezahlt bekommen beide 8,50€+0,33*8,50€=11,33€ (Durchschnitts-Stundenlohn von 8,50€).

Alle sind glücklich: Die Halle ist sauber.
Der DGB hat seine Forderung durchgesetzt und SEINE Mitglieder sind glücklich.
Die beiden Angestellten verdienen jetzt mehr (+6,25%).
Die Firma hat effektiv die Lohnkosten um 1,34€ (-5,6%)[24€-2*11,33€] gedrückt.
Cool ne, fast wie Zauberei!!

Nur der Staat hat einen Arbeitslosen mehr. Stichwort: Arbeitsproduktivität
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21.02.2010 09:51 Uhr von artefaktum
 
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@dragoneye: Dein Modell schnappt sich genau die Details aus der Realität raus, die das "beweisen" was du beweisen willst. Mindestens zwei schon wichtige Faktoren werden aber gewissentlich fallengelassen:

1. Wieso stellt ein Unternehmer drei Leute an für eine Arbeit an für die zwei genügen? Da wäre er ja schön blöd.

2. Unterstellen wir, aufgrund des Mindestlohnes nimmt der Unternehmer weniger Aufträge an, weil er nur zwei Angestellte dafür bezahlen will. Wird dann ein Drittel der Lagerhalle überhaupt nicht mehr geputzt oder putzt die sich von alleine? Wenn er die zwei ein Drittel länger arbeiten lassen könnte, würde er das eh machen - mit oder ohne dritten Mann.

Sicherlich gibt es auch Modelle der Hans-Böckler-Stiftung, die genau das Gegenteil beweisen, nämlich dass ein Mindestlohn nicht schädlich ist.

Ich persönlich halte aber von solchen Modellen gar nichts. Sie picken sich wie gesagt das aus der Realität raus, was die eigene Meinung stützen soll. Da kann man alles beweisen was einem gerade recht ist. (und sei es, dass Löhne per se schädlich sind, da kann man auch ein "stimmiges" Modell machen.)

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