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Berlinale: Buh-Rufe und Lachen bei Premiere des "Jud Süß"-Films

Oskar Roehlers "Jud Süß - Film ohne Gewissen" mit Tobias Moretti, Moritz Bleibtreu und Martina Gedeck in den Hauptrollen erntet während den ersten Presse-Vorführungen viel Kritik. Neben Buhen und Protest muss sich der Film auch mit Vorwürfen den Verharmlosung auseinander setzen.

"Jud Süß" handelt von der Entstehung des Nazi-Propagandafilms von 1940 und dessen Hauptdarsteller Ferdinand Marian. Der Medienwisssenschaftler Friedrich Knilli hat ein Buch über den Schauspieler geschrieben und wirft dem Regisseur Oskar Roehler nun Geschichtsfälschung vor.

Zum einen habe Marian nicht - wie im Film behauptet - eine Jüdin geheiratet, sondern eine Katholikin. Außerdem habe er keinem Juden das Leben gerettet. Der Autor spricht hier von "Betroffenheitsklischees", der Regisseur pocht dagegen auf das Recht zur "künstlerische Bearbeitung". Der Originalfilm ist bis heute in Deutschland auf dem Index.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Berlin, Film, Premiere, Berlinale, Buh-Ruf, Jud Süß
Quelle: derstandard.at
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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.02.2010 17:56 Uhr von LoneZealot
 
+3 | -13
 
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18.02.2010 21:25 Uhr von DirtyGun
 
+5 | -2
 
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LoneZealot: Bitte nicht der schon wieder ...
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18.02.2010 22:19 Uhr von rainerj
 
+2 | -0
 
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Jud Süß ist NICHT indiziert! Auch, wenn es in der Quelle so steht, ist dieses nicht zutreffend. Der Film ist ein Vorbehaltsfilm. Der Rechteinhaber gestattet nur eine kommentierte Vorführung unter Auflagen. Der Vertrieb ist von Seiten des Rechteinhabers gar nicht gestattet. Dieses gilt aber auch nur für Deutschland.
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19.02.2010 12:09 Uhr von golddagobert
 
+5 | -1
 
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Jud Süß, der Film ist in den USA frei verfügbar, oder auch über das Usenet, wer also einen Zugang hat kann Ihn sich dort runterladen... und an alle, man muss nicht ein Nazi sein wenn man sich solch einen Film ansieht, ist eigentlich mal recht interessant solch einen Film aus dem heutigen Blickwinkel zu sehen.

[ nachträglich editiert von golddagobert ]
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19.02.2010 22:09 Uhr von uhrknall
 
+2 | -2
 
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Apropos Geschichtsfälschung: Mal sehen, was N24 jetzt über das 9/11-Ereignis zu berichten hat...
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19.02.2010 22:13 Uhr von ferrari2k
 
+0 | -0
 
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@Moepix: Was ist "Das Massaker von Katyn" genau für ein Film? Ich kenne nur "Enigma", in dem das auch in einer Nebenhandlung erwähnt wurde.
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20.02.2010 12:25 Uhr von kenjii
 
+4 | -1
 
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Erschreckend: Ich habe soeben herausgefunden, dass in Inglorious Basterds Hitler von einer Gruppe amerikanischer Juden erschossen wurde. Künstlerische Freiheit hin oder her, man sollte schon bei den Fakten bleiben. Woher soll ich sonst meine Bildung beziehen, wenn ich nichtmal mehr Kinofilmen 100% glauben kann? Ich finde das skandalös, man kann doch nicht erwarten, dass die Leute sich über ein für sie interessantes Thema und ihre eigene Geschichte selbst informieren. Hier muss der Filmindustrie ein ganz klarer Bildungsauftrag gegeben werden!

Wer Ironie findet darf sie behalten!
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22.02.2010 09:32 Uhr von Fleischpeitsche
 
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FAKE! Es gibt gar keine Juden!

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