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Fernsehköchin Sarah Wiener nimmt Kinder zum Kaninchen-Schlachten mit

Manche mögen dieses Verhalten grobschlächtig nennen, für Sarah Wiener ist es einfach notwendig: Um Kindern den Wert von gesundem Essen zu demonstrieren, nahm sie diese für eine Arte-Kochsendung mit zum Schlachter.

"Wenn Sie einmal selbst einem Huhn den Hals umgedreht haben, dann werfen Sie kein Hühnerbeinchen mehr in den Müll! Ich halte es für extrem wichtig, das gerade Kindern zu zeigen. Ich möchte ihnen vermitteln, wie wertvoll so ein Tier ist", erklärt die Köchin.

Gutes, gesundes und qualitativ hochwertiges Essen habe nun mal seinen Preis. Es sei respektlos, wenn man nicht bereit ist, für unsere Nahrungsmittel den richtigen Preis zu zahlen.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Kind, Essen, Kaninchen, Nahrungsmittel, Schlachtung, Kochsendung, Sarah Wiener
Quelle: www.ahlener-zeitung.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.02.2010 12:12 Uhr von maria19
 
+20 | -1
 
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Ja mei wieviele Kinder wachsen auf einem Bauernhof auf und sehen es täglich...bis vor 100 Jahren wars normal und da ist niemand dran gstorben oder hat ein trauma davongetragen.
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18.02.2010 12:25 Uhr von supermeier
 
+16 | -2
 
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Richtig so: Bin eh dafür dass niemand Fleisch essen darf der nicht mindestens eine Woche in der Zucht, beim Transport und insbesondere im Schlachthof zugebracht hat.

Schnitzel wachsen nun mal nicht auf Bäumen und Kalbsfilet hatte auch mal süße Kulleraugen.

Und nein, Kühe sind nicht lila und die Braunen geben keinen Kakao.

[ nachträglich editiert von supermeier ]
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18.02.2010 12:28 Uhr von kotffluegel
 
+10 | -1
 
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richtig so: kinder können ruhig mal sehen, dass ihr essen nicht aus der tiefkühltruhe kommt, sondern dass das lebewesen sind.
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18.02.2010 12:29 Uhr von w0rkaholic
 
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Vielleicht wird das ein oder andere Kind ja: dann gleich Vegetarier - wäre doch super :-)
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18.02.2010 12:34 Uhr von moti_special
 
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@maria19: Ja, das mag sein. Nur: MUSS man sich das heutzutage geben?! Wofür? Ich habe auch ohne je mitanzusehen, wie ein Tier "ums Leben gebracht" wird Mitleid und Respekt vor "ihm". Immer dieser nicht enden wollende "Abstumpfung"... Wo soll da Mitleid herkommen, wenn man "Töten" als etwas "Selbstverständliches" darstellt, auch wenn ich als Fleischesser durchaus weiß, dass das, was ich da "gerade" verzehre", leider von jemandem (oder einer Maschine) getötet worden ist.
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18.02.2010 12:42 Uhr von supermeier
 
+7 | -1
 
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@moti_special: Es geht nicht um Mitleid, es geht um die Achtung vor dem Lebewesen. Und um die Wertschätzung die es als Lebensmittel verdient.

Wenn ich heute den Schlachthof mit den Schlachtungen meiner Kindheit vergleiche, das sind Galaxien zwischen, Welten reichen da nicht mehr.

Das einzige was damals von einem Schwein entsorgt wurde, waren die Borsten nachdem keiner mehr da war der sie verarbeiten konnte. Alles andere wurde verwendet.
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18.02.2010 13:09 Uhr von moti_special
 
+2 | -2
 
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@BastB und alle anderen hier: Mitleid ist ein wesentliches Element, um mitfühlend zu sein in einer humanen Welt. Zumal wir - ich bin KEIN Vegetarier! - nicht auf Fleisch als Überlebensgrundlage angewiesen sind. Empathie geht heutzutage so vielen ab. Mir jedenfalls will es nicht in den Kopf, wie man einem Lebewesen, dem man zuvor in die Augen geschaut hat, noch etwas antun kann. Entweder man hat keine Seele oder Mitleid. Oder man meint, man ist Gott und hat das Recht, darüber zu entscheiden, was und wen man töten darf. (bin keiner religiösen Gemeinschaft angehörend, nehme an keinem spirituellem Kurs statt, nehme keine Tabletten - ich bin einfach nur mitfühlend)
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18.02.2010 13:13 Uhr von maria19
 
+2 | -0
 
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@moti: du symbolisierst aber nicht jedes Kind... nur weil du soviel verstand hast heißt es nicht, dass andere Kinder das auch verstehen...
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18.02.2010 13:36 Uhr von EvilMoe523
 
+3 | -3
 
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Nunja natürlich tragen die Kinder nicht zwangsläufig ein Trauma davon, wenn sie sehen wie ihr Essen wirklich auf den Tisch kommt. Stimmt natürlich auch, dass früher auch Kinder einfach mit anpacken mussten und es Gang und Gebe war, damit konfrontiert wird.

Aber in der heutigen Zeit finde ich, dass es nicht wirklich Not tut, Kinder unbedingt mit solchen Maßnahmen eines Besseren belehren zu wollen. Es gibt auch sanftere pädagogische Maßnahmen, Kindern etwas beizubringen und zumindest nicht verschwenderisch mit Essen um zugehen.

Wir zeigen den Kindern doch auch nicht Pornos, weil es Heuchelei ist Kindern vorerst sanft an die Sexualkunde heran zu erziehen oder?

@ BastB

Was hat es mit Heuchelei zu tun, wenn ich mich durchaus von Fleisch ernähre, weil es auch wichtig ist, ich mich aber nicht wirklich für die Zubereitung interessiere? Ich ekel mich nicht vor Blut oder Ähnlichem, aber zugegeben ich möchte kein Metzger sein und Tiere schlachten und MUSS es auch nicht life gesehen haben.

Für andere Leute ist es keine Drecksarbeit, sondern deren JOB! Jeder tut Dies, wofür er geeignet ist. Den Einem liegt der metzger im Blut und sorgt für unser Essen, der andere schneidet uns die Haare oder wühlt im OP in unseren Gedärmen rum, wenn wir schwer verletzt sind und unter Narkose liegen. Ich würde dann bei letzteren Beispiel auch darauf verzichten mir dann das Video anzuschauen, aus Respekt vor deren Job oder meinem Leben. Bin ich ein Heuchler?

Ach ja, und hattest du schon mal an einem Tag der offenen Tür im Klärwerk teilgenommen? Oder spülst du auch nur heuchlerisch, jeden Tag dein Stoffwechselendprodukt hinunter und lässt andere Leute die "Drecksarbeit" machen?
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18.02.2010 13:48 Uhr von moti_special
 
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@EvilMoe523: Chapeau Claque für soviel Intellekt! Und die richtigen Argumente/Worte gegenüber diejenigen, die meinen, dass man sich "das wahre Leben" antun muss, damit man "versteht" (Was soll ich verstehen? Dass das Braune, was da so knusprig vor mir liegt, mal ein lebendes Hühnchen war?! Das schaffe ich mit nicht allzu viel Fantasie auch so. Ich sehe nicht im geringsten den Sinn dahinter, bin auch nicht heuchlerisch deswegen. Ich schmeiße Rippchen, Hähnchenflügel oder Eisbein auch nicht lustig durch die Wohnung oder aus dem Fenster, sondern esse es ganz bewusst bzw. in dem Bewusstsein, dass das ein Lebewesen ist/war)
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18.02.2010 14:24 Uhr von Ice-Style1
 
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Also kennt einer von euch noch: Hausschlachtungen?

Als ich Kind war das noch üblich, da kamm mein Großonkel ins Haus und hat das Schwein geschlachtet und zerlegt. Und wir Kinder waren dabei und haben auch bei der Verarbeitung zu geschaut. Wenn unsere Großeltern das zerlegte Schwein verarbeitet haben zu Wurst oder Kassler oder. So sonst was. bei Hühner auch.

Und Heute als Koch, kann ich das was ich zu der Zeit gelernt habe verwenden.
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18.02.2010 14:39 Uhr von Schwertträger
 
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@EvilMoe523: Ich finde Deine Beiträge häufig gut, aber hier machst Du gerade einen Formfehler.

>Wir zeigen den Kindern doch auch nicht Pornos, weil es Heuchelei ist Kindern vorerst sanft an die Sexualkunde heran zu erziehen oder?<

Es sagt ja niemand, dass man die Kinder, genau wie bei der Sexualaufklärung, vor dem Mitnehmen zur Kaninchenschlachtung nicht sanft und vorsichtig an das Thema Nahrungsgewinnung heranführen soll.

:-)


Ich persönlich bin übrigens nicht dafür, Kinder im Rahmen des Mottos "möglichst sanfte Erziehung" um wichtige Erfahrungen zu betrügen.
Gerade Empathie entsteht eher nicht durch sanftes Zureden.

Aber da will ich jetzt gar nicht weiter drüber diskutieren.
Mir fiel nur der fehlerhafte Vergleich auf, der sonst nicht Dein Stil ist.

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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18.02.2010 14:41 Uhr von quade34
 
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Kindererziehung: sollte schon die Erfahrung beinhalten, dass Tiere zum Essen geschlachtet werden müssen. Ob man nun gleich die Praxis vorführen muß, wage ich zu bezweifeln. Meinen kleinen Kindern habe ich mal gesagt, man reißt keine Blümchen aus, und sie essen trotzdem Gemüse. Ein Hobby-Bauer, der noch selbst zum Schlachten antritt, ist sicher grausamer in seiner Tötungsmethode als die von Tierschützern kontrollierte Industrie. Tierquälerei hat in jedem Fall zu unterbleiben.
Frau Wiener möchte ich sagen, dass persönliche Erfahrungen nicht immer nötig sind, um eine humane Einstellung zu bewirken. Die bloße Theorie reicht vielfach aus, um Gut und Böse zu unterscheiden. Und Essen nicht weg zu werfen, kann man auch anders begründen.
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18.02.2010 15:21 Uhr von EvilMoe523
 
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@ Schwertträger: Eigentlich finde ich den Vergleich nicht soooo unpassend, wenn er vielleicht auch etwas überspitzt war. Wollte dabei eigentlich nur folgendes zum Ausdruck bringen...

Wenn ein Kind fragt, "Papa? Wo kommen eigentlich die Babys her?" dann halte ich es natürlich auch für falsch, Kindern was von Bienchen und Blümchen zu erzählen oder gar die Geschichte mit dem Storch auf zuziehen. Sie direkt zu konfrontieren und die brutale Wahrheit im zarten Alter direkt zu vermitteln, halte ich aber auch für falsch. Von daher sagt dann wohl auch kein vernünftiger Vater "Okay Kleine, ich schieb mal diese DvD rein, da siehst du wie du entstanden bist...."

Genauso finde ich eben, kann und sollte man den Kindern einfach sagen wie es ist mit dem Essen, dass die Nuggets von Hühnern kommen, wir uns für unsere Gesundheit jedoch von Tierfleisch ernähren sollten und von mir aus eine kleine Notlüge, dass man Tiere nimmt die schon alt oder krank waren und sie keinen Schmerz spüren... okay, muss zugeben, dass ich dieses Thema nie so ausführlich durchgenommen habe. Den Respekt vor dem Essen, kann man mitunter auch beibringen mit dem Standpunkt, dass viele Menschen leider gar nicht in den Genuss kommen und gar hungern müssen. Hat bei mir damals auch sehr gefruchtet.

Warum sollte man also den knallharten Weg gehen und vor den Augen eines Kindes ein Huhn den Hals umdrehen oder abschlagen?
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18.02.2010 17:32 Uhr von Schwertträger
 
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@EvilMoe523: Was Du sagen wolltest, habe ich schon verstanden. ;-)

Ich wollte aber auf den unkorrekten Aufbau des Vergleichs hinaus.

Genausowenig, wie ein Vater dies macht "Okay Kleine, ich schieb mal diese DvD rein, da siehst du wie du entstanden bist....", wird ein Vater sein Kind unvorbereitet zum Schlachten mitnehmen.

Eher ist es doch so, dass der Vater dem Kind im zarten Alter erstmal die vereinfachten theoretischen Grundlagen vermittelt, etwas später dann die detaillierten, und den Porno mit 12/13, wenn es ihn heimlich sowieso gucken würde.

Und genauso verhält es sich doch mit dem Schlachten auch. Im zarten Alter wird die grobe Theorie vermittelt, etwas später die exakte Theorie und noch ein bisschen später die Praxis.

Du gingst in Deinem Vergleich davon aus, dass Frau Wiener die Kinder unvorbereitet mit zum Schlachten nimmt und hast es darum mit dem Einschieben der Porno-DVD verglichen. Aber das ist so ja - wahrscheinlich - gar nicht zutreffend.


Unabhängig davon ist der Hinweis an Kinder, dass anderswo Leute hungern, absolut nicht verkehrt. Da bin ich absolut Deiner Meinung.




>Warum sollte man also den knallharten Weg gehen und vor den Augen eines Kindes ein Huhn den Hals umdrehen oder abschlagen?<

Hmm... ganz stumpfe Antwort: Damit sie´s lernen?
Einfach nach dem Motto "was man kann, kann man".
Ich halte es für sehr wichtig, dass auch ein moderner Mensch noch weiss, wie er Nahrung züchten, töten, ausweiden und zubereiten kann. Das sind wichtige Fähigkeiten. Sie nicht zu beherrschen kommt mir irgendwie falsch vor.
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19.02.2010 11:48 Uhr von EvilMoe523
 
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Mhh naja, seh schon.... bei diesem Thema kommen wir wohl nicht ganz auf die selbe Meinung.

Ich finde eben nicht, dass man unbedingt den Urinstinkt der Menschen bei jedem Kind versuchen muss zu wecken. :) Wenn sich Kinder dafür interessieren, meinetwegen.. habe ja nichts dagegen, dass sie es lernen... aber Not tut das nicht um Respekt davor zu bekommen :)

Aber egal, wir finden schon wieder nen Schwerpunkt wo wir uns vertragen *lacht*
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19.02.2010 12:24 Uhr von Schwertträger
 
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@evilMoe523: Hier liegen wir ja auch nicht weit auseinander.
Dieser Aussage >aber Not tut das nicht um Respekt davor zu bekommen< stimme ich ja zu. Den Respekt vor der Nahrung kann man auch anders vermitteln, das stimmt.


Der einzige Aspekt, wo Du Dich etwas scheust und darum wohl zurückhalten würdest, ist der, wo ich sage, dass man das, was man irgendwie lernen kann, auch ruhig versuchen sollte zu lernen.
Im Falle des Schlachtens also nicht den Respekt (der sollte dann schon da sein), sondern das Schlachten an sich.

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