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Schülerstreik in Bayern: Kultusminister von Tomate getroffen

Am Freitag demonstrierten etwa 5.000 Schüler, Eltern und Lehrer gegen die Umstellung auf das G8 Schulsystem. Die Schüler klagen, überfordert zu sein. Mehr Lehrer, die Reduzierung wöchentlicher Schulstunden und kleinere Klassen sind ebenfalls gefordert.

Der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle nannte den Streik eine Verletzung der Schulpflicht und wurde prompt ausgepfiffen. Ein wütender Schüler traf Spaenle mit einer Tomate an der Schulter, daraufhin sagte dieser eine folgende Diskussionsrunde ab.

"Bis sie ins Berufsleben eintreten, brauchen sie die erste Kur", berichtet eine demonstrierende Mutter. Und auch der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Klaus Wenzel, schlug sich auf die Seite der Schüler.


WebReporter: Haruhi-Chan
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Bayern, Schüler, Schule, Kultusminister, Tomate
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.02.2010 08:10 Uhr von EdwardTeach
 
+9 | -1
 
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Also: ich finde das Schulsystem allgemein schlecht, aber leider wird auch hier keine Demonstration helfen. Das Schulsystem der DDR hätte übernommen werden sollen, da gab es keine überforderten Lehrer und deshalb auch keine Schüler. Es gibt Länder in denen immer noch so unterrichtet wird, tja und die haben eben die besten Statistiken bei "Pisa" bekommen.
Das bedeutet auch kleinere Klassen und für die Klassen mehrere Lehrer, damit ein Lehrer den Unterricht und ein Lehrer den Schülern helfen kann.

In Deutschlöand wird aber immer am wichtigsten gespart. Da gibt es höchstens Brot und Spiele wie in Rom (nennt sich Reality TV) und verblödet die Menschheit.
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16.02.2010 08:44 Uhr von borgdrone
 
+7 | -0
 
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alsoo: diese Schulsystem ist in den meisten Punkten völlig desolat und müsste Grundlegend geändert werden.

Ob Klassengrößen,
Lehrinhalte,
die Art wie es vermittelt wird,
die kompetenzen der Lehrer sowie deren Studium, welches keine kompetenzen für diese Arbeit mit sich bringt.
Grundlagen um die Disziplin zu stärken, die wiederum überhaupt die Grundlage für eine Aufnahmefähigkeit ist.
Die Schule als Architektur.
Die Interaktion von Schülern in Klassen , sowie der Klassen mit Gesellschaft und Umwelt.

In dem Zusammenhang könnte man dann davon reden, die Schulzeit zu verkürzen.

Dann tuts bestimmt auch keinem Weh

und.... es hätten ruhig mehr Tomaten sein können
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16.02.2010 09:28 Uhr von a_gentle_user
 
+8 | -0
 
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ach die politiker sollten mehr zu spüren bekommen: wie sehr man sie und ihre ideen liebt ...

heh wir wählen doch immer, schade das es keine stimmzettel gibt wo man ankreuzen kann was man nciht will!
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16.02.2010 11:49 Uhr von datenfehler
 
+0 | -8
 
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High-Level-Jammer: "Bis sie ins Berufsleben eintreten, brauchen sie die erste Kur"
Ojaaaa... Das müssen sie schon vor dem Berufsleben trainieren, weil das Berufsleben ist ja mittlerweile so hart geworden, dass man jährlich eine Kur braucht.

"Mehr Lehrer, und kleinere Klassen sind ebenfalls gefordert."
Das sind vernünftige Forderungen. Dann sind die vielen Schulstunden für die Schüler auch kein Problem. Es ist weder zuviel Stoff, noch sind es zuviele Schulstunden. Die Kids sind zu faul und die Eltern nicht in der Lage, ihre Kinder von Parties, Internet und sonstigen Blödsinn fern zu halten.

"Ein wütender Schüler traf Spaenle mit einer Tomate an der Schulter, "
Dem Schüler müsste man gleich noch 10 Schulstunden mehr aufbrummen. In einigen kann man dann zivilisiertes Verhalten zum Unterrichtsthema machen.

"daraufhin sagte dieser eine folgende Diskussionsrunde ab. "
Berechtigt - ich würd die Kids nun gar nicht mehr ernst nehmen und allen Streikenden androhen, die Klasse wiederholen zu müssen.

Kommentar des Autors:
"Das kann so nicht richtig sein. Schulbildung ist mit das Wichtigste und darf nicht verkürzt werden. Bei dem ansteigenden Informationsgehalt sollte man es eher verlängern!"
Es wurde kaum verkürzt. Dafür haben sie jetzt mehr Stunden. Wo ist das Problem? Oder willst du behaupten, dass DU vormittags Schule hattest und den ganzen Nachmittag, bis abends, gelernt hast und diese Zeit den Schülern im G8 fehlt? - das kannst du sicher nichtmal deiner Großmutter weiß machen! Es ist weiterhin genug Zeit für Schule und Lernen/Hausaufgaben zu Hause vorhanden. Es ist nur weniger Zeit für Dummheiten und Blödsinn.
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16.02.2010 12:00 Uhr von Johnny Cache
 
+3 | -1
 
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Lang isses her: Es würde mich in diesem Zusammenhang einmal interessieren wie viel Zeit pro Woche heutzutage für Fächer ohne Wissensvermittlung (also z.B. Religion, Kunst, Musik, Sport, etc.) aufgewendet wird.

Nicht daß diese Fächer grundsätzlich sinnlos wären, aber in Religion (welcher ich mangels Ethik-Unterricht als Atheist beiwohnen mußte) wurde die Bibel gelesen und nichts über Religionen vermittelt, in Kunst wurde uns nie gezeigt was es für Techniken gibt oder was bekannte Maler damit angestellt haben und in Sport habe ich immer meine 4 bekommen weil ich unsportlich war... das hätte ich auch alles einfacher haben können.
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16.02.2010 12:15 Uhr von LoneZealot
 
+0 | -0
 
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Normalität: In Deutschland ist das Schulsystem eine Katastrophe.

Heute lernen Kinder in öffentlichen Schulen kaum etwas, dank unmotivierter und inkompetenter Lehrer die selbst lieber schon in Pension wären. Die Schuld bekommen dann die Kinder und deren Eltern.

In skandinavischen Ländern sollte man sich da mal was abschauen, aber es fehlt eben die Motivation.

Fragt doch mal wohin die Herren und Damen Politiker ihre Kinder stecken, sicher nicht in öffentliche Schulen.
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16.02.2010 12:51 Uhr von CrayZee
 
+4 | -0
 
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@ datenfehler: Normalerweise sollte man DICH wieder in die Schule stecken. Du scheinst offenbar nicht gelernt zu haben, das vor allem die Kindheit wichtig ist für die Entwicklung der menschlichen Psyche. Weniger Zeit für "Blödsinn" wie du es hier rundheraus bezeichnest, bedeutet auch weniger Zeit für Fehler, die die Kinder später evtl prägen könnten.
Kinder benötigen zeit zum Spielen, Zeit um sich zu erholen. Das man nicht als Arbeitstier geboren wird, dürfte nämlich klar sein.
Andererseits könnte man natürlich auch so agieren wie du es vorschlägst und unsere Kinder direkt zu solch kapitalistischen Vollidioten erziehen, die genau solche Vorschläge bringen. Mehr Stoff, weniger Zeit, alles schnell schnell und bloss nicht zu viel ausgeben. Dann bleibt auch mehr übrig für Politikerdiäten und Managergehälter.

[ nachträglich editiert von CrayZee ]
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16.02.2010 13:03 Uhr von hugrate
 
+2 | -0
 
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@ datenfehler: "es ist nur weniger zeit für blödsinn"


was du hier "blödsinn" nennst, nenne ich für kinder FREIZEIT und eine kindheit ist ohne freizeit einen DRECK wert! es sind keine erwachsenen, es handelt sich hier um KINDER! und als solche sind sie auch zu behandeln...

ALLGEMEIN:
deutschland verletzt mit unserem schul- und bildungssystem seit vielen jahrzehnten schon die charta der menschenrechte und das wissentlich! ob das jemand ändern möchte? nein! stattdessen streicht man den sport- und politikunterricht in berufsschulen, super idee! es ist doch offensichtlich, dass kinder von anfang an darauf hin getrimmt werden sollen, einfach nur noch in unternehmen zu funktionieren...

...welcome 1984
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16.02.2010 13:43 Uhr von Sterndre
 
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Oh man: Die einzigen Leute bei denen es keine Sau interessiert wenn sie streiken sind Schüler.
Ausserdem sind diese Streiks oft von irgendwelchen Schülervertretern organisiert, und die labern ziemlich oft ganz schön viel Müll. Ein Grund warum ich unter Anderem nicht mit nach Schwerin gefahren bin.
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16.02.2010 14:28 Uhr von iamrefused
 
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wer ist denn: daran den kindern den rücken freizuhalten? :P

vorallendingen gestresst?? den ganzen tag youtube videos über beamer gucken - die armen werden damit ja auch völlig überfordert und dann muss man sich noch entscheiden was man guckt verblödeten schei** oder total verblödeten schei**.

die habens echt nicht leicht. kriegen alles was sie nur wollen und dann wird von ihnen noch verlangt das sie was lernen, das geht zu weit :-P

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