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USA: Ältester Todestraktinsasse Amerikas im Alter von 94 Jahren gestorben

Viva Leroy Nash (94) saß im Gefängnis von Florence (US-Bundesstaat Arizona) im Todestrakt. Nash war der älteste Hinrichtungskandidat der Vereinigten Staaten. Er wurde jedoch nicht hingerichtet, sondern starb eines natürlichen Todes. Als er starb war er taub, fast blind und an Demenz erkrankt.

Kriminell war Nash schon seit den 1930ern und erhielt unter anderem zweimal lebenslänglich für einen Raubmord (1977). Geboren wurde Nash 1915. Mit 15 wurde er erstmals verurteilt. Er hatte einen bewaffneten Raub verübt. 1947 erschoss er einen Polizisten und musste für 25 Jahre ins Gefängnis.

1982 gelang Nash die Flucht aus dem Gefängnis. Während seiner Flucht erschoss er einen Angestellten in einer Münzhandlung. Wegen diesem Mord wurde er 1983 zum Tode verurteilt.


WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Nation, Krimineller, Todestrakt
Quelle: news.bbc.co.uk

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.02.2010 08:17 Uhr von Uli.H
 
+10 | -7
 
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Man könnte auch sagen: der hat das perverse System mit seinem natürlichen Tod geschickt ausgetrickst.
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15.02.2010 08:50 Uhr von alter.mann
 
+10 | -2
 
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hoffentlich: bekommt er nicht posthum noch 131 jahre aufgebrummt, weil er sich seiner strafe entzogen hat.

;o)
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15.02.2010 10:01 Uhr von Guschdel123
 
+1 | -0
 
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Hab´ da mal ´ne Frage: Warumw urde er denn noch nicht hingerichtet? Kenne mich mit dem US-Gesetzen nicht aus, aber wenn er 1983 zum Tode verurteil wurde, wann sollte er dann hingerichtet werden?
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15.02.2010 11:39 Uhr von Guschdel123
 
+3 | -0
 
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@ Judas II: Alles klar, danke dir(:
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15.02.2010 14:38 Uhr von Anywish
 
+4 | -9
 
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Meine Meinung: Meiner Meinung nach hätte man ihm schon nach dem Polizistenmord 1947 die Todesstrafe geben sollen, dann wäre der weitere Mord 1982 gar nicht mehr möglich gewesen.

Die USA machen´s richtig: rigoros weg mit dem Verbrecher-Gesindel! Nur die Europäer beschützen lieber die Verbrecher anstatt sich um die Opfer zu kümmern.
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15.02.2010 19:16 Uhr von charlyspan
 
+0 | -1
 
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Für mich ist das völlig unklar, was die da in den: USA mit ihren Todeskandidaten machen. Warum bringt man sie nicht alle auf einen Streich um, wenn die Verbrechen klar nachgewiesen und oder sogar geständig zugegeben wurden.
Dann hätte dieser hochbetagte Verbrecher schon lange in der
Erde verfault sein müssen. Ist doch auch für diese besonderen Kandidaten nur eine Qual so lange auf ihre Hinrichtung warten zu müssen. Ich kapier das einfach nicht.
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16.02.2010 13:40 Uhr von mera2
 
+1 | -0
 
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Strafe hauptsächlich für Arme und Minderheiten: @charlyspan:
Selbst in den USA hat man begriffen, dass die Verurteilten nicht unbedingt auch immer die Schuldigen sind.
Es werden immer wieder Todestraktinsassen als unschuldig entlassen, weil plötzlich, mitunter nach zehn oder 15 Jahren, der wahre Täter gefasst wird, Zeugen ihre Aussagen zurückziehen, bekannt wird, dass Geständnisse unter Todesandrohung erpresst wurden oder Pflichtverteidiger völlig inkompetent waren. Inkompetent (ohne "völlig") sind sowieso sehr viele der Pflichtverteidiger, die einem wegen Mordes Angeklagten zur Seite gestellt werden. Ihr Gehalt ist ein Hungerlohn und jeder, der seinen Job nur halbwegs gut macht, sucht sich schnellstens etwas anderes.
Es wurden schon Menschen zum Tode verurteilt, obwohl sich deren Pflichtverteidiger sich nichtmal die Mühe gemacht hatte, sie (die Angeklagten) vor Prozessbeginn zu kontaktieren oder nach entlastenden Zeugen zu suchen oder dergleichen. Andere Verteidiger schliefen nachweislich während der Verhandlungen oder waren stark alkoholisiert.
Das bringt auch mit sich, dass jene, die sich einen kompetenten Anwalt leisten können, so gut wie nie zum Tode verurteilt werden, auch wenn die Tat geplant und sehr grausam gewesen ist. Allein schon eine weiße Hautfarbe verringert das Risiko, bei Mord zum Tode verurteilt zu werden. Die Todesstrafe in den USA ist somit hauptsächlich eine Strafe für Mittellose und Minderheiten.

Vor diesem Hintergrund wäre ein sofortiges Hinrichten des Verurteilten noch haarsträubender, als die Todesstrafe sowieso schon ist.
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16.02.2010 20:21 Uhr von charlyspan
 
+0 | -0
 
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Zu mera2: Ich meine ja auch nur die Kandidaten wie z.b. den hier beschriebenen. Da ist die Beweislage doch völlig klar, oder ?
Den hätte man nach dem zweiten Mord mindestens sofort
hinrichten können. Und bei den Kandidaten wo es eindeutige
Beweise gibt, da könnte man handeln. Ich bin davon überzeugt, dass USA weit (also in den Staaten mit der Todesstrafe) jede Menge Täter gibt die eindeutig überführt worden sind. Mit eindeutig meine ich auch eindeutig.
Ich bin ein Verfechter für die Todesstrafe auch hier bei uns für
bestimmte Delikte. Du kannst ja gerne anders darüber denken, das macht mir nichts aus.
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17.02.2010 09:44 Uhr von mera2
 
+0 | -1
 
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Auch in den USA werden Menschen Auch in den USA werden Menschen nur dann schuldig gesprochen, wenn die Schuld als zweifelsfrei erwiesen gilt.

All jene, die aus dem Todestrakt entlassen wurden, waren zuvor vor Gericht zweifelsfrei schuldig gesprochen worden, da es "eindeutige Beweise" gab, wie du sie verlangst.

Hier ist eine Liste mit all den Menschen, die allein seit der 70er aus US-Todestrakten entlassen worden, die deiner Forderung nach aber längst tot sein müssten, weil ihre Schuld "zweifelsfrei erwiesen" war: http://www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de/...

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