Tattoo-Tinte imitiert Lymphknoten-Metastase eines Melanoms
Das Universitätsklinikum Düsseldorf berichtete aktuell über den Fall einer jungen Frau, die an einem Malignen Melanom am Oberschenkel erkrankt war. Der Wächterlymphknoten im Lymphabflussgebiet des Tumors war stark pigmentiert und somit als Metastasen verdächtig operativ entfernt worden.
Allerdings stellte sich im Rahmen der histologischen Untersuchung heraus, dass es sich nicht um eine Melanom-Metastase handelte, sondern um ein starke Ansammlung von Farbpigmenten einer Tätowierung, die über die Lymphbahnen und Blutgefäße der Haut zu dem Lymphknoten transportiert worden waren.
Insbesondere Hautärzten wird empfohlen, das Vorhandensein und die Lokalisation von Tätowierungen bei der körperlichen Untersuchung exakt zu dokumentieren.